Die Zeiten sind schnelllebig. Was es bis ins Jahr 2003 noch nie gab, feiert heute (am Freitag) ab 19.30 Uhr bereits seine 5. Auflage: Ein offizielles Duell um Meisterschaftspunkte zwischen den Lausitzer Eishockeyfüchsen und den Dresdner Eislöwen. Zum 3. Mal haben die Weißwasseraner Heimvorteil. In der Bilanz der bisherigen vier Sachsenderbys liegen die Landeshauptstädter vorn. Nur einmal konnten die Lausitzer die Oberhand behalten- gleich im ersten Aufeinandertreffen mit 8:5. Die restlichen Duelle gewann Dresden- zweimal nach einem Remis in der regulären Spielzeit, zuletzt mit 4:3 in „normalen“ 60 Minuten. Vor der heutigen Partie stehen die Vorzeichen aus ESC- Sicht eher schlecht. Insbesondere die Defensivabteilung hat viele Ausfälle zu beklagen. „Hört mir bloß damit auf, uns deshalb in die Favoritenrolle zu drängen.“, wiegelt Weißwassers Trainer Horymir Sekera ab: „Ich denke nur an Hassfurt. Die bekamen auch keine Mannschaft voll, besiegten uns aber.“ Dennoch ist der Oberfuchs diesmal zuversichtlicher als sonst: „Wir haben zuletzt immer gut gespielt. Schaffen wir das auch heute und sind dabei durchweg konzentriert, ist ein Sieg drin.“ Erstmals in der Geschichte der bisherigen Derbys stehen die Füchse in der Tabelle vor dem sächsischen Erzrivalen. Das soll aus EHC- Sicht so bleiben. Obwohl auch die Weißwasseraner nicht frei von personellen Sorgen sind. So fällt Pavel Vait definitiv aus. Der Verteidiger hat eine schwere Gehirnerschütterung noch nicht restlos auskuriert, bekommt unter Belastung häufig Schwindelanfälle und Übelkeit. Benjamin Thiedes operiertes Knie ist entzündet und lässt einen Einsatz ebenfalls nicht zu. Und auch Top- Scorer Martin Sekera hat Probleme. Mit einer Rippenprellung konnte er unter der Woche kaum trainieren. Ob er mitwirken kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Deshalb kann Coach Horymir Sekera auch erst heute über die Besetzung der Ausländerpositionen befinden. Ist Sekera jun. fit, dann dürfte Torhüter Iiro Itämies auf die Tribüne verbannt werden: „Ich brauche die besten Akteure im Feld. Insofern will ich eigentlich Sebastian Elwing ins Tor stellen.“, erläuterte der Trainer der Lausitzer seine Gedankenspiele. (jur)
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.