Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Arbeitsentwurf DNN-Artikel vom 02.03.04
02.03.2004 | 00:13 Uhr von
Spieler und Fans der Lausitzer Eishockeyfüchse haben am vergangenen Wochenende ganze Arbeit geleistet. Während die Mannschaft mit Siegen beim SC Mittelrhein (5:4) und daheim gegen Peiting (7:1) die geforderten sechs Pflichtpunkte holte, „vernichteten“ die EHC- Schlachtenbummler im Sonderzug nach Neuwied sage und schreibe über 1000 Liter Bier! Selbst Coach Horymir Sekera, der anfangs der Fahrt seiner Cracks mit der Eisenbahn nicht so viel abgewinnen konnte, wurde zum „Sonderzug- Fan“: „Es war wirklich eine tolle Sache, von so vielen Anhängern unterstützt zu werden. Und der Erfolg spricht ja für sich. Vielleicht sollte unser Managment ab sofort an jedem Wochenende einen Sonderzug buchen.“

Allerdings durfte bei den Bären bis zum Beginn des Schlussdrittels ordentlich gezittert werden. Dann brachten Cardona und Kulabuchov mit zwei Treffern binnen 53 Sekunden zum 5:3 die Weißwasseraner auf die Siegerstraße. Zwar wurde es nach dem 4:5 nochmal spannend und eng. Aber auch Dank Torhüter Iiro Itämies konnten die Füchse den Vorsprung über die Zeit retten. Gemeinsam mit den Schlachtenbummlern des SC Mittelrhein hatten die Füchse- Fans für den Erhalt der Neuwieder Eissporthalle demonstriert. Deshalb gab es trotz des Sieges des EHC, der für den SCM das Aus in Sachen Play- offs bedeuten dürfte, eine große gemeinsame Party. Die fand ihre Fortsetzung im Zug, wo Coach Sekera allerdings mit Argusaugen wachen musste: „Kein Problem, dass die Spieler mit Bier ihren Flüssigkeitsverlust ausgeglichen haben. Als aber Schnaps ins Spiel kam, musste ich eingreifen. Hochprozentiger Alkohol hat im Sport nichts zu suchen.“, sagte der Oberfuchs, der am Sonntag trotz des klaren 7:1 nicht restlos zufrieden war. Schließlich konnte Peiting nur mit 13 Feldspielern antreten, die sich- so lange die Kraft reichte- tapfer der Weißwasseraner Übermacht entgegenstemmten. Und so stand es nach dem ersten Drittel nur 1:1, weil der Gegner nicht konsequent gedeckt worden war. Und bei zwei Alleingängen durch Müller (15.) und Maurer (22.) reagierte Iiro Itämies glänzend, verhinderte den da durchaus möglichen Rückstand. Insofern war die Wahl des kleinen Finnen zum besten EHC- Spieler kein Zufall. Am Ende kroch nach langer Zeit mal wieder die „EHC- Raupe“ durch den Fuchsbau. Mit den zwei Siegen konnten die Lausitzer den Anschluss an die obere Tabellenhälfte wahren. Ein Grund zum Feiern war das allemal. Angesichts der an den Folgewochenenden deutlich stärkeren Gegner der Lausitzer bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Vielleicht geht ja trotzdem alles noch mal so einfach wie zuletzt: Sechs Punkte fordern- und alle sechs gewinnen. (jur)
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