Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse staunen und hoffen in Pardubice
04.03.2004 | 14:42 Uhr von
Lausitzer Oberligist und tschechischer Spitzenklub denken über Zusammenarbeit nach / Weißwasser will neues Nachwuchs-Internat
Ein Traum“, schwärmte Dirk Rohrbach, und meinte die schmucke Eissporthalle in Pardubice mit ihren 9 300 Zuschauerplätzen. „Ein Traum“, schwelgte auch Ludwig Thomaschk und bezog das auf die öffentliche Unterstützung für den Eishockeysport in der ostböhmischen Stadt. Pardubice – da schnalzen nicht nur der Mannschaftskapitän und der Vereinsvorsitzende der Lausitzer Füchse mit der Zunge. Tesla Pardubice holte serienweise Meistertitel in der damaligen Tschechoslowakei, heute in der Tschechischen Republik. Auch momentan führt die jetzt nach ihrem Hauptsponsor in Moeller Pardubice umbenannte Mannschaft mit großem Vorsprung die Tabelle der obersten Spielklasse an. In Pardubice spielten einst der heutige Trainer der Lausitzer Füchse, Horymir Sekera, und vor ihm bereits sein Vater.
Auch Trainersohn Martin, heute gleichfalls bei den Füchsen unter Vertrag, lernte in der Stadt am Oberlauf der Elbe das Einmaleins des Eishockeysports.

Teams wollen Austausch beim Nachwuchs

Aber es war kein Wandeln auf den Spuren des Trainers, das Vereinsboss Thomaschk, Kapitän Rohrbach und weitere Vertreter des Lausitzer Eishockey-Oberligisten jüngst nach Pardubice führte. Sie nutzten ein tschechisch-deutsches Unternehmertreffen, um drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Erstens wollten sie mit den Verantwortlichen von Moeller Pardubice über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen, zweitens ging es um Sponsoren, und nicht zuletzt wollten sie sich bei dieser Gelegenheit auch ein Eishockeyspiel ansehen. Sie erlebten ein 3:3 zwischen den Gastgebern und Liberec.

Ludwig Thomaschk war zufrieden mit den Gesprächen bei den Verantwortlichen des tschechischen Spitzenklubs. Gemeinsame Trainingslager seien ebenso denkbar wie der Austausch von Spielern im Nachwuchsbereich. „Unser Ziel ist, auch Sportler aus der polnischen Grenzregion und vom Eishockeyverein Jonsdorf mit einzubeziehen“, sagt Thomaschk, der zugleich für die CDU im Sächsischen Landtag sitzt. Damit die Gäste in Weißwasser eine Bleibe haben, will der Verein wieder ein Eishockey-Internat schaffen, wie es das zu DDR-Zeiten schon einmal gab. Das könnte mit Beginn der Saison 2005/2006 in eine ehemalige Schule einziehen, sagte Thomaschk.

Verletzter Kapitän schreibt Konzept

Sachsens Kultusminister Karl Mannsfeld (CDU) will die Internat-Idee unterstützen, verlangt aber ein tragfähiges Konzept. An dem sitzt derzeit der gebürtige Weißwasseraner Dirk Rohrbach, der seine Mannschaft seit Monaten nicht auf dem Eis unterstützen kann. Ihm macht noch immer eine langwierige Verletzung zu schaffen. „In der kommenden Saison will ich aber wieder spielen, natürlich möglichst in der Zweiten Bundesliga“, hofft der 31-jährige Stürmer. Ob seine Mitstreiter auf dem Eis die Play-offs erreichen und mit dem Wiederaufstieg krönen, kann der Mannschaftskapitän nur von der Bande aus verfolgen.

„Sportlicher Ehrgeiz allein reicht aber nicht, um auf Dauer oben mitzuspielen“, weiß auch Vereinschef Thomaschk. „Wir haben nur eine Chance, wenn die ganze Region dahinter steht.“ Weder Fans noch potenzielle Sponsoren dürften vergessen, dass die Wiege des sächsischen Eishockeys in Weißwasser stand – und nicht in Dresden.

In Pardubice lernten die Füchse-Vertreter Sponsoren des Moeller-Teams kennen, die auch für Lausitzer Unternehmen zu Partnern werden könnten. So will Thomaschk jetzt einen tschechischen Kraftwerksausrüster und Füchse-Sponsor Vattenfall Europe miteinander bekannt machen.

Dirk Rohrbach muss im Moment wegen einer Verletzung dem Eis fernbleiben. Statt dessen schreibt der Füchse-Kapitän ein Konzept für ein neues Eishockey-Internat.

Quelle: sz-online
643 mal gelesen
 
1 | Manni | 04.03.2004 @ 15:33
moment mal....ist schon 1.april????? :o) wenns wirklich klappt wäre das ein riesenhammer und wahrscheinlich auch die fahrkarte zurück in die 1.liga......
2 | LEO | 04.03.2004 @ 16:33
ha,ha,-was wurde schon alles geschrieben? papier ist geduldig!natürlich wäre es schön, aber ich denke an andere schlagzeilen wie: riesen sportkomplex, neue eishalle usw.. es geht alles nur mit geld und der zusammenarbeit mit der stadt. da muss man nur an das kuturhaus denken. wie sieht es damit aus? also träumt schön weiter!!!
3 | MikeMussina | 04.03.2004 @ 19:04
ist sicher nicht alles leicht umsetzbar aber wer weiß was die nächsten jahren bringen... muss ja nicht immer abwärts gehen oder? ne zusammenarbeit mit pardubice wäre sicher ne gute sache
4 | kojoti | 04.03.2004 @ 20:23
ich finds auch nich schlecht wenigstens einen versuch ist es wert. nur die beteiligten bereiten mir kopf zerbrechen
5 | turbotox | 05.03.2004 @ 06:51
Von nichts kommt nichts ! Ziele stecken und darauf hin arbeiten, warum nicht? Für alle die jetzt hier und da schon wieder über die Ansätze negativ kommentieren ein Tip: Selber aktiv werden und es besser machen! „Du siehst Dinge und fragst: Warum? Ich träume von Dingen und frage: Warum nicht?“
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