Wahlen zum "Spieler des Monats" sind immer problematisch. Erst Recht ,wenn die Fans die "Wähler" sind. Gerade im Eishockey kann man die Leistungen nicht nur nach Toren und Assistpunkten bewerten. Den Fehler eines Stürmerst im Defensivverhalten sieht der Laie kaum. Dagegen sind Schnitzer des Torwarts oder ein Fehlpass eines Verteidigers auch für das "ungeübte Auge" offenkundig. Und trotzdem sind derartige Wahlen faszinierend, ihre Ergebnisse regelmäßig überraschend. So wählten die Anhänger der Lausitzer Füchse einen Akteur zum "Spieler des Monats Februar", der - wäre es nach den EHC-Verantwortlichen gegangen - schon im Dezember hätte den Verein verlassen können. Dennis Cardona, der inzwischen liebevoll "Kampfschwein" genannt wird, lag in der Gunst der Wähler vorn. Sicher: Der Deutsch- Kanadier ist nicht der absolute Leistungsträger, dafür aber hat er die steilste Entwicklung aller Cracks der Lausitzer genommen und ist aus der Stammformation nicht mehr wegzudenken. Mit wie viel Gespür für Leistungswillen und Einsatzbereitschaft die Fans werten, zeigen auch die Akteure auf den Rängen 2 und 3. Da nämlich kamen ein wieder erstarkter Iiro Itämies und der "Jung- Wirbelwind" Andre Mücke ein. Etablierte Spieler,die das Team führen sollen und müssen, wie Todd Gill (Rang 6) und Martin Sekera (8.) landeten nur im Hinterfeld . Insbesondere ein Martin Sekera wird allerdings regelmäßig unterbewertet. Mit einem Tor und vier Assists hatte der EHC- Topscorer großen Anteil am 6:4- Heimsieg über den ERVSchweinfurt. Das Match gegen die Mighty Dogs war insofern besonders "lehrreich", weil sich die Bayern, in deren Reihen auch mehrere junge Akteure standen, zwei Drittel als das deutlich clevere Team erwiesen. Erst als Coach Horymir Sekera den Angriff als beste Verteidigung vorgab, stürmten die Füchse im furiosen Schlussdrittel zum Sieg. Auch beim Tabellenführer in Essen waren die Gelb- Blauen zwei Drittel lang in der Nähe eines Punktgewinns. Das 1:3 in der 37. Minute war dann allerdings der Genickbruch. Danach bewahrte Keeper Sebastian Elwing mit zahlreichen Glanzparaden seine Farben vor einerdeutlicheren Pleite und ließ sich nur noch einmal überwinden. Wegen des schwachen Schlussabschnitts der Weißwasseraner war das 4:1 der Moskitos am Ende auch verdient. Die Chance auf das Erreichen von mindestens Rang 4 haben sich die Füchse weiter bewahrt, Play- off- Heimrecht ist noch aus eigener Kraft zu schaffen. Übrigens: Inzwischen läuft im Fuchsbau die Wahl zum "Fuchs des Jahres". Entweder in den Drittelpausen der Heimspiele oder per E-Mail können die Fans nun jenen Crack wählen, der über die gesamte Spielzeit die besten Leistungen brachte. Zum engeren Favoritenkreis zählen ganz sicher neben Martin Sekera auch Jörg Pohling und Todd Gill.
1 | Brian | 09.03.2004 @ 10:36
Stimmt schon mit Sekera seine konstanten Top- Leistungen sind wir schon so gewohnt das sie garnicht mehr in der Spieler des Monats Wahl so richtig objektiv berücksichtigt werden. Aber trotzdem wissen wir alle was wir an ihm haben. Wenn ich da nur an die Vorlage zum 3.Tor denke gegen Schweinfurt. VOM FEINSTEN:
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