Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
5:4-Derbysieg mit schalem Beigeschmack
22.03.2004 | 07:55 Uhr von
Die Dresdner Eislöwen treffen als Fünfter der Oberliga-Meisterrunde in den Playoffs auf das viertplatzierte Team aus München. Die Füchse aus Weißwasser (Platz sechs) müssen gegen den Dritten Schweinfurt ran. Während es bei den Löwen nach dem gestrigen 5:4 (2:2, 1:0, 2:2)-Derbysieg über den Nachbarn aus der Lausitz eher verhaltenen Jubel gab, bekamen die Sekera-Mannen ihren Wunschgegner. Die Münchner hingegen schmecken den Dresdnern gar nicht, denn zweimal gab es in dieser Serie schon eine Niederlage gegen die Bayern.

Am Freitag unterlagen die Elbestädter beim Spitzenreiter Moskitos Essen knapp mit 2:3 (0:2, 0:1, 2:0). Vor reichlich 1800 Fans erwischten die Gastgeber, die konzentriert und aggressiv begannen, den deutlich besseren Start. Schon in der 6. Minute erzielte Thomas Popiesch bei einem Überzahlspiel seiner Mannschaft das 1:0 für die Gastgeber. Weitere Möglichkeiten machte der Dresdner Goalie Norbert Pascha vorerst zunichte. Doch wenige Sekunden vor der ersten Pausensirene konnte Chris Peyton für die "Stechmücken" auf 2:0 erhöhen. Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Hausherren das Geschehen, wobei die Partie durch zahlreiche Strafen immer zerrissener wurde. Pech hatten die Elbestädter dann, als sie zwar ins Tor trafen, doch der Duisburger Schiedsrichter Rolf Zupp den Treffer wegen abseits nicht anerkannten. Bei anderen Chancen der Dresdner zeichnete sich Moskito-Schlussmann Dominic Lonscher mehrfach aus. Bei einem erneuten Powerplay der Essener gelang Tray Tuomie in der 31. Minute das 3:0. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Zwar drehten die Kochta-Schützlinge im letzten Drittel noch einmal richtig auf, doch die Aufholjagd kam wohl zu spät. Mit einem Doppelschlag in der 49. und 50 Minute brachten Jedrzej Kasüerczyk und Verteidiger Robert Hoffmann die Eislöwen noch einmal heran, aber den Sieg ließen sich die Gastgeber nicht mehr streitig machen. Bei einer der vielen kleinen "Nicklichkeiten" wurde auch noch Jan Welke am Auge verletzt, so dass der Stürmer gegen die Lausitzer Füchse gestern nicht auflaufen konnte. Trainer Jiri Kochta meinte: "Wir haben leider nicht von Anfang an genügend Druck ausgeübt, später dann aus einigen guten Möglichkeiten kein Kapital geschlagen." Damit hatten die Dresdner auch die letzte Chance, doch noch Platz vier zu erreichen, verspielt.


Gestern Abend sahen 3200 Zuschauer in Dresden (ausverkauft) ein dramatisches Spiel. Jörg Pohling schoss die am Freitag ebenfalls sieglosen Gäste (2:5 gegen Bremerhaven) zunächst in Front (2.), doch Pavel Vit glich rasch aus (4.). Daniel Bartell brachte die Gäste erneut in Führung (5.), doch Richard Richter gab in der 19. Minute die richtige Antwort. Im Mittelabschnitt war es Robert Hoffmann, der nach Calce-Pass erstmals die Löwen in Führung brachte (25.), bevor Stephan Kuhlee wieder ausglich (47.). Luigi Calce (51.) und Richard Richter (59.) gelang dann die Vorentscheidung, EHC-Kapitän Jörg Pohling (Hanusch ist verletzt) nur noch der Anschluss (60.).

Quelle. Dresdner Neueste Nachrichten
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