„Vielleicht gibt es ja da oben doch jemanden, der das alles steuert und solch unerwarteten Konstellationen Sinn verleiht.“, schickte Weißwassers Manager Dr. Klaus Dietze – ein Heide durch und durch – ein Stoßgebet gen Himmel. Soeben hatten die Lausitzer Füchse mit dem Sachsenderby (4:5) auch das zweite Wochenendspiel (zuvor 2:5 gegen Bremerhaven) verloren. Doch statt des zu befürchtenden Absturzes auf Rang 7 oder 8 blieben die Gelb- Blauen Sechster und treffen nun auf den Play- off- Viertelfinal- Wunschgegner ERV Schweinfurt.
Dennoch tat die Niederlage gegen den sächsischen Erzrivalen aus Dresden weh. Auch, weil die Art und Weise des 2:5 am Freitag gegen die Fischtown Pinguins einem spielerischen Offenbarungseid gleich kam und eine echte Wiedergutmachung im letzten Meisterrundenspiel ausblieb. Schuld daran war einmal mehr das Defensivverhalten der Mannschaft, was gehobenen Oberligaansprüchen in dieser Saison nur selten genügte. Deshalb droht EHC- Coach Horymir Sekera seinen Schützlingen in dieser Woche auch mit „Grusel- TV“: „Das Video vom Bremerhaven- Spiel werden wir uns Minute für Minute anschauen, damit jeder sehen kann, wo er versagt hat. Ausreden zählen dann nicht mehr.“ Eventuell sollte der Oberfuchs die „Schreckensszenen“ aus dem Sachsenderby gleich nachlegen. Auch da waren es unfassbare Abwehrschnitzer (Bartlick, Cardona, Gill), die den ESC zum Toreschießen einluden und Füchse- Keeper Iiro Itämies zum „ärmsten Kerl“ auf dem Eis werden ließen. Mindestens achtmal sah der am Wochenende gegnerische Stürmer allein auf sein Gehäuse zugefahren kommen. „Nur Dank Iiro ist es heute knapp geblieben. Vorwärts rennen können bei uns alle. Aber zurück wird nicht konsequent gearbeitet.“, war der Trainer nach der Partie gegen die Löwen angefressen. Wenn er dennoch das Wort „zufrieden“ in den Mund nahm, dann nur angesichts der unerwarteten Konstellation, die den Weißwasseranern wegen der Siege von Essen in Hannover und Peiting gegen Ravensburg doch noch Schweinfurt als Gegner in der ersten Play- off- Runde bescherte. Gegen die Mighty Dogs wird zum Glück Todd Gill mitwirken können, der mit Prügeleinlagen gegen Bremerhavens Stasiuk und Dresdens Hoffmann regelrecht um Spieldauerdisziplinarstrafen und Sperre „gebettelt“ hatte, aber keine bekam. „Todd kann uns nicht von der Strafbank helfen. Vielleicht ist er körperlich am Ende.“, rätselte Sekera über die zuletzt durchwachsenen Leistungen des NHL- Stars. Vor den Duellen mit Schweinfurt (Freitag, 20.00 Uhr auswärts; Sonntag, 17.00 in Weißwasser) sollten die Lausitzer Füchse die Warnung von Löwen- Coach Jiri Kochta erhören: „Auch gegen die muss man erstmal gewinnen. Wunschgegner hin oder her- auf dem Eis muss man zeigen, dass man der Bessere ist.“
1 | Drahtknecht | 23.03.2004 @ 06:54
dann muß man eben den Verteidigern nen Gummiseil antüdeln :-) und nur zu dumm, dass zwar alle nach vorne rennen können, doch wo bleiben die Tore ?
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Dennoch tat die Niederlage gegen den sächsischen Erzrivalen aus Dresden weh. Auch, weil die Art und Weise des 2:5 am Freitag gegen die Fischtown Pinguins einem spielerischen Offenbarungseid gleich kam und eine echte Wiedergutmachung im letzten Meisterrundenspiel ausblieb. Schuld daran war einmal mehr das Defensivverhalten der Mannschaft, was gehobenen Oberligaansprüchen in dieser Saison nur selten genügte. Deshalb droht EHC- Coach Horymir Sekera seinen Schützlingen in dieser Woche auch mit „Grusel- TV“: „Das Video vom Bremerhaven- Spiel werden wir uns Minute für Minute anschauen, damit jeder sehen kann, wo er versagt hat. Ausreden zählen dann nicht mehr.“ Eventuell sollte der Oberfuchs die „Schreckensszenen“ aus dem Sachsenderby gleich nachlegen. Auch da waren es unfassbare Abwehrschnitzer (Bartlick, Cardona, Gill), die den ESC zum Toreschießen einluden und Füchse- Keeper Iiro Itämies zum „ärmsten Kerl“ auf dem Eis werden ließen. Mindestens achtmal sah der am Wochenende gegnerische Stürmer allein auf sein Gehäuse zugefahren kommen. „Nur Dank Iiro ist es heute knapp geblieben. Vorwärts rennen können bei uns alle. Aber zurück wird nicht konsequent gearbeitet.“, war der Trainer nach der Partie gegen die Löwen angefressen. Wenn er dennoch das Wort „zufrieden“ in den Mund nahm, dann nur angesichts der unerwarteten Konstellation, die den Weißwasseranern wegen der Siege von Essen in Hannover und Peiting gegen Ravensburg doch noch Schweinfurt als Gegner in der ersten Play- off- Runde bescherte. Gegen die Mighty Dogs wird zum Glück Todd Gill mitwirken können, der mit Prügeleinlagen gegen Bremerhavens Stasiuk und Dresdens Hoffmann regelrecht um Spieldauerdisziplinarstrafen und Sperre „gebettelt“ hatte, aber keine bekam. „Todd kann uns nicht von der Strafbank helfen. Vielleicht ist er körperlich am Ende.“, rätselte Sekera über die zuletzt durchwachsenen Leistungen des NHL- Stars. Vor den Duellen mit Schweinfurt (Freitag, 20.00 Uhr auswärts; Sonntag, 17.00 in Weißwasser) sollten die Lausitzer Füchse die Warnung von Löwen- Coach Jiri Kochta erhören: „Auch gegen die muss man erstmal gewinnen. Wunschgegner hin oder her- auf dem Eis muss man zeigen, dass man der Bessere ist.“