Weißwasser geht optimistisch in das Viertelfinale gegen Schweinfurt
Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser fiebern der entscheidenden Saisonphase entgegen: Am Freitag startet der Traditionsverein in die Play-off-Runde der Eishockey-Oberliga. Viertelfinalkontrahent sind die Schweinfurt Mighty Dogs – und damit der heimliche Wunschgegner der Füchse. Ausgerechnet in der Stunde der vermeintlich schmerzenden Niederlage setzte Horymir Sekera sein Pokerface auf. Als der Trainer am Sonntag die 4:5-Schlappe seiner Mannschaft im Sachsenderby gegen Dresden erläutern sollte, verblüffte der 55-jährige Tscheche seine Zuhörer mit einer überraschenden Begründung. «Wir haben genau so gespielt, dass wir in den Play-offs auf Schweinfurt treffen. Also mussten wir diese Partie in Dresden verlieren.»
Sekera sprach's und grinste dazu wie der brave Soldat Schwejk aus seinem Heimatland. Die Zuhörerschaft durfte derweil rätseln: Hat der Sekera das wirklich ernst gemeint« Ist er so ein ausgebufftes Schlitzohr» Ein Schlitzohr, das seine Mannschaft – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der zeitgleich ausgetragenen anderen Partien – punktgenau ins Ziel steuert? Natürlich nicht! Und doch hatte Sekera nicht geflunkert, zumindest nicht ganz. Denn die Schweinfurt Migthy Dogs sind in der Tat so etwas wie der Wunschgegner für die Füchse, die im Play-off-Viertelfinale außerdem auf Essen, Bremerhaven und München hätten treffen können. Nun also wunschgemäß Schweinfurt. «Wir werden den Gegner ganz gewiss nicht unterschätzen» , sagt Sekera und blickt voller Optimismus auf die nach dem Modus «best of three» ausgetragenen Serie. «Schweinfurt ist mit Sicherheit eine lösbare Aufgabe. Wir haben gegen diesen Gegner zuletzt immer gut ausgesehen.»
Zur Erinnerung: In der Meisterrunde gewannen die Füchse beide Partien gegen die Mighty Dogs. Die ersten drei Punkte wurden ihnen jedoch später wieder aberkannt, weil für Abwehrroutinier Todd Gill keine gültige Spielgenehmigung vorlag. Für zusätzliche Brisanz in dieser Play-off-Serie sorgt die Tatsache, dass mit den Brüdern Jens und Lars Müller sowie Steffen Görlitz und Danny Albrecht gleich vier gebürtige Lausitzer in den Reihen der Migthy Dogs stehen.
Außerdem darf sich der Schatzmeister der Füchse die Hände reiben. Denn der Kontrahent aus dem Frankenland verfügt angeblich über die «besten Fans der Liga» (Eigenlob auf der Schweinfurter Homepage), die am kommenden Sonntag vermutlich auch in Weißwasser für einen Zahltag sorgen werden. Selbst zu dem für beide Teams bedeutungslosen letzten Meisterrunden-Spiel in München wurden die Migthy Dogs von 600 reisefreudigen Anhängern begleitet.
Die Vorfreude auf den Viertelfinal-Gegner ist übrigens beidseitig. Denn genau wie in Weißwasser hat man auch in Schweinfurt die Konstellation mit einigem Wohlwollen aufgenommen. Das Überraschungsteam der bisherigen Oberliga-Saison kokettiert trotz der besseren Platzierung nach der Meisterrunde mit der Rolle des Davids, der dem vermeintlichen Goliath ein Bein stellen möchte. «Es ist vielleicht gar nicht schlecht, dass wir nicht als Favorit starten» , meinte Jamie McKinley als Geschäftsführer der Migthy Dogs. Seine Prognose: «Wir haben gegen Weißwasser außer beim ersten Spiel immer gut ausgesehen. Es ist alles möglich. (Frank Noack) Quelle: lr-online
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Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser fiebern der entscheidenden Saisonphase entgegen: Am Freitag startet der Traditionsverein in die Play-off-Runde der Eishockey-Oberliga. Viertelfinalkontrahent sind die Schweinfurt Mighty Dogs – und damit der heimliche Wunschgegner der Füchse. Ausgerechnet in der Stunde der vermeintlich schmerzenden Niederlage setzte Horymir Sekera sein Pokerface auf. Als der Trainer am Sonntag die 4:5-Schlappe seiner Mannschaft im Sachsenderby gegen Dresden erläutern sollte, verblüffte der 55-jährige Tscheche seine Zuhörer mit einer überraschenden Begründung. «Wir haben genau so gespielt, dass wir in den Play-offs auf Schweinfurt treffen. Also mussten wir diese Partie in Dresden verlieren.»
Sekera sprach's und grinste dazu wie der brave Soldat Schwejk aus seinem Heimatland. Die Zuhörerschaft durfte derweil rätseln: Hat der Sekera das wirklich ernst gemeint« Ist er so ein ausgebufftes Schlitzohr» Ein Schlitzohr, das seine Mannschaft – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der zeitgleich ausgetragenen anderen Partien – punktgenau ins Ziel steuert? Natürlich nicht! Und doch hatte Sekera nicht geflunkert, zumindest nicht ganz. Denn die Schweinfurt Migthy Dogs sind in der Tat so etwas wie der Wunschgegner für die Füchse, die im Play-off-Viertelfinale außerdem auf Essen, Bremerhaven und München hätten treffen können. Nun also wunschgemäß Schweinfurt. «Wir werden den Gegner ganz gewiss nicht unterschätzen» , sagt Sekera und blickt voller Optimismus auf die nach dem Modus «best of three» ausgetragenen Serie. «Schweinfurt ist mit Sicherheit eine lösbare Aufgabe. Wir haben gegen diesen Gegner zuletzt immer gut ausgesehen.»
Zur Erinnerung: In der Meisterrunde gewannen die Füchse beide Partien gegen die Mighty Dogs. Die ersten drei Punkte wurden ihnen jedoch später wieder aberkannt, weil für Abwehrroutinier Todd Gill keine gültige Spielgenehmigung vorlag. Für zusätzliche Brisanz in dieser Play-off-Serie sorgt die Tatsache, dass mit den Brüdern Jens und Lars Müller sowie Steffen Görlitz und Danny Albrecht gleich vier gebürtige Lausitzer in den Reihen der Migthy Dogs stehen.
Außerdem darf sich der Schatzmeister der Füchse die Hände reiben. Denn der Kontrahent aus dem Frankenland verfügt angeblich über die «besten Fans der Liga» (Eigenlob auf der Schweinfurter Homepage), die am kommenden Sonntag vermutlich auch in Weißwasser für einen Zahltag sorgen werden. Selbst zu dem für beide Teams bedeutungslosen letzten Meisterrunden-Spiel in München wurden die Migthy Dogs von 600 reisefreudigen Anhängern begleitet.
Die Vorfreude auf den Viertelfinal-Gegner ist übrigens beidseitig. Denn genau wie in Weißwasser hat man auch in Schweinfurt die Konstellation mit einigem Wohlwollen aufgenommen. Das Überraschungsteam der bisherigen Oberliga-Saison kokettiert trotz der besseren Platzierung nach der Meisterrunde mit der Rolle des Davids, der dem vermeintlichen Goliath ein Bein stellen möchte. «Es ist vielleicht gar nicht schlecht, dass wir nicht als Favorit starten» , meinte Jamie McKinley als Geschäftsführer der Migthy Dogs. Seine Prognose: «Wir haben gegen Weißwasser außer beim ersten Spiel immer gut ausgesehen. Es ist alles möglich. (Frank Noack)
Quelle: lr-online