Im zweiten Jahr in Folge haben die Lausitzer Eishockeyfüchse unter der Regie von Trainer Horymir Sekera das Saisonziel verpasst. Konnte im Vorjahr der Abstieg in die Oberliga nicht verhindert werden, so blieb dem EHC diesmal der sofortige Wiederaufstieg in Liga 2 verwehrt. „Am Trainer lag es nicht.“, stellte Manager Dr. Klaus Dietze unmittelbar nach dem Play-off-Aus gegen Essen (0:5; 3:4 n.P.) klar. Vieles deutet darauf hin, dass der alte Coach auch der neue ist. Deshalb sprach DNN mit dem Oberfuchs über Vergangenheit und Zukunft.
Wie bewerten Sie das Ende der Saison?
Klar bin ich erst mal enttäuscht. Am Sonntag haben wir alles versucht, was möglich war. Die Schiedsrichter haben in beiden Halbfinals nicht unbedingt für uns gepfiffen. Am Ende muss man ehrlich zugeben, dass Essen einen Tick abgebrühter spielte. Wir haben auf junge Spieler gesetzt. Das hat sich gelohnt. Insgesamt können wir mit der Saison zufrieden sein.
Allerdings liefen Vor- und Meisterrunde für einen Absteiger ziemlich problemreich...
Doch die Mannschaft hat sich im Verlauf der Saison deutlich stabilisiert. Bei Essen standen drei Akteure im Team, die unter 23 Jahre alt waren. Davon hat einer gespielt, Thomas Fischer. Wir haben sieben solch junge Leute im Aufgebot. Alle haben diese Saison Einsatzzeiten bekommen. Von denen kann ich noch nicht verlangen, dass sie Spiele entscheiden. Aber sie sind unser Pfand für die Zukunft. Mit Leyva, Mücke, Kuhlee, Linke, Wartenberg oder Ludwig muss deshalb unbedingt schnellstens geklärt werden, dass sie bei uns bleiben.
Heißt das, dass Sie Trainer bei den Füchsen bleiben?
Die Gespräche bisher mit den Verantwortlichen sind in dieser Richtung verlaufen. Unterschrieben ist noch nichts. Unabhängig davon wird die U23- Regelung der 2. Bundesliga dazu führen, dass junge Leute für diese Liga sehr interessant werden. Essen muss z.B. nachrüsten. Wir sollten unsere Talente schnellstens hier verpflichten.
Ihnen wird vorgeworfen, die Reihen zu oft durcheinandergewürfelt und damit eingespielte Formationen nicht gefördert zu haben!
Das hat mir meine Frau auch gesagt. Natürlich hatte ich mit festen Blocks geplant. Aber die Misere begann schon mit Dirk Rohrbachs schlimmer Verletzung im ersten Testspiel. Und wenn es nicht läuft, dann muss man einfach etwas verändern. Unser großes Problem waren die Linksaußen. Dennis Cardona und Daniel Bartell sind klar unter den Erwartungen geblieben. Weil mein Sohn Martin links oder rechts spielen kann, habe ich mit ihm variiert.
Und Veränderungen ziehen halt weitere Veränderungen nach sich.
Wenn Sie Trainer in Weißwasser bleiben: Wie soll es dann weitergehen?
Zunächst würde ich für die vielen einheimischen Akteure ein intensives Sommertraining anberaumen. 150 kg im Bankdrücken allein machen noch keinen guten Spieler aus. Dann müssen wir unbedingt die Verteidigung stabilisieren. Hinten muss ordentlich abgeräumt werden. Und von den Pässen der Defender lebt auch der Spielaufbau. Verstärkung muss auf den Ausländerpositionen her. Ich plädiere für eine ‚gemischte Gesellschaft’. Wir sollten uns mal in Skandinavien umschauen. Außerdem weiß noch keiner, was ab 1. Mai mit Tschechen und Slowaken möglich wird.
1 | Bart | 06.04.2004 @ 00:11
o.T. Sekara" ...Insgesamt können wir mit der Saison zufrieden sein...."
Nach dem ich vor lachen gerade einige Minuten bewußtlos war, lasse ich dies Aussage einfach mal kommentarlos im Raum stehen und wünsche uns allen, im wahrsten Sinne des Wortes eine Gute Nacht....
2 | klaus dieta | 06.04.2004 @ 00:39
dann nehm ich schon mal das Saisonziel dem Trainer vorraus: auf alle fälle Klassenerhalt.
darauf ein einfaches Sport frei!
3 | Lady Snyder | 06.04.2004 @ 00:45
In unserem Verein wird sich nie was aender. Der Trainer hat sich ja letztes Jahr ooch bloss geaendert, weil der Anton umgefallen is. Nee nee nee, wo sollen wir denn mit solchen Pappnasen hinkommen??? Zurueck auf den Braunsteich????? Das ich nicht lachen tu!!!!
4 | exilfuchs | 06.04.2004 @ 07:30
kommt mir irgendwie vor wie früher. die partei hat immer recht vor allem heute und egal was gestern richtig war.
5 | Manni | 06.04.2004 @ 13:44
nehmt euch doch mal ein beispiel am fc st. pauli.....die sind von der ersten bis in die regionalliga abgestiegen.....innerhalb von zwei jahren....das haben wir nicht geschafft....also kann man alles in allem schon zufrieden sein
6 | tanngrismir | 06.04.2004 @ 14:39
Ich weeß nich, ob man mit der Saison zufrieden sein konnte. Einer "bescheidenen" Vorrunde folgte eine noch "bescheidenere" Meisterrunde und schließlich mit dem Aus gegen Essen das verfehlen des Saisonziels! Das ist alles andere als erfolgreich und zufriedenstellend. Da bin ich ja mal gespannt, wie da der neue Kader aussehen soll.
7 | HeavensDJ | 06.04.2004 @ 22:41
Es ,uß unbedingt ein neuer Goalie her! also ich schau mal in die stats. Elwe auf 3 und Itämies auf dem 3 vorletzten... sorry aber wie soll man spielen wenn man sich nich auf den schlussmann verlassen kann?
8 | Thorben | 07.04.2004 @ 06:48
Das liegt wohl nicht nur am Tormann. Uns Verteidigung hat auch nicht gerade Messen gerissen!
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Wie bewerten Sie das Ende der Saison?
Klar bin ich erst mal enttäuscht. Am Sonntag haben wir alles versucht, was möglich war. Die Schiedsrichter haben in beiden Halbfinals nicht unbedingt für uns gepfiffen. Am Ende muss man ehrlich zugeben, dass Essen einen Tick abgebrühter spielte. Wir haben auf junge Spieler gesetzt. Das hat sich gelohnt. Insgesamt können wir mit der Saison zufrieden sein.
Allerdings liefen Vor- und Meisterrunde für einen Absteiger ziemlich problemreich...
Doch die Mannschaft hat sich im Verlauf der Saison deutlich stabilisiert. Bei Essen standen drei Akteure im Team, die unter 23 Jahre alt waren. Davon hat einer gespielt, Thomas Fischer. Wir haben sieben solch junge Leute im Aufgebot. Alle haben diese Saison Einsatzzeiten bekommen. Von denen kann ich noch nicht verlangen, dass sie Spiele entscheiden. Aber sie sind unser Pfand für die Zukunft. Mit Leyva, Mücke, Kuhlee, Linke, Wartenberg oder Ludwig muss deshalb unbedingt schnellstens geklärt werden, dass sie bei uns bleiben.
Heißt das, dass Sie Trainer bei den Füchsen bleiben?
Die Gespräche bisher mit den Verantwortlichen sind in dieser Richtung verlaufen. Unterschrieben ist noch nichts. Unabhängig davon wird die U23- Regelung der 2. Bundesliga dazu führen, dass junge Leute für diese Liga sehr interessant werden. Essen muss z.B. nachrüsten. Wir sollten unsere Talente schnellstens hier verpflichten.
Ihnen wird vorgeworfen, die Reihen zu oft durcheinandergewürfelt und damit eingespielte Formationen nicht gefördert zu haben!
Das hat mir meine Frau auch gesagt. Natürlich hatte ich mit festen Blocks geplant. Aber die Misere begann schon mit Dirk Rohrbachs schlimmer Verletzung im ersten Testspiel. Und wenn es nicht läuft, dann muss man einfach etwas verändern. Unser großes Problem waren die Linksaußen. Dennis Cardona und Daniel Bartell sind klar unter den Erwartungen geblieben. Weil mein Sohn Martin links oder rechts spielen kann, habe ich mit ihm variiert.
Und Veränderungen ziehen halt weitere Veränderungen nach sich.
Wenn Sie Trainer in Weißwasser bleiben: Wie soll es dann weitergehen?
Zunächst würde ich für die vielen einheimischen Akteure ein intensives Sommertraining anberaumen. 150 kg im Bankdrücken allein machen noch keinen guten Spieler aus. Dann müssen wir unbedingt die Verteidigung stabilisieren. Hinten muss ordentlich abgeräumt werden. Und von den Pässen der Defender lebt auch der Spielaufbau. Verstärkung muss auf den Ausländerpositionen her. Ich plädiere für eine ‚gemischte Gesellschaft’. Wir sollten uns mal in Skandinavien umschauen. Außerdem weiß noch keiner, was ab 1. Mai mit Tschechen und Slowaken möglich wird.