Für Weißwassers Eishockeyteam hat das Saisontraining begonnen
Vier Wochen vor dem Saisonstart wird bei den Lausitzer Füchsen vorsichtiger Optimismus versprüht. Trainer Horymir Sekera indes ist bewusst, dass es trotz der acht Neuverpflichtungen dennoch eine schwierge Saison werden wird.
Fünf neue Lausitzer Füchse: Petr Bares, Michael Kreitl, Ronny Glaser, Mats Lindmark und Oliver Freymark (von links). Heute werden noch Mathias Wikström und Dorian Anneck in Weißwasser erwartet.
Die Führungscrew des Traditionsvereins ist zuversichtlich, die bevorstehende Saison mit Bravour zu absolvieren. «Vielleicht gelingt es uns, so erfolgreich wie die griechischen Fußballer bei der Europameisterschaft zu spielen – auf dem Eis» , so Manager Dr. Klaus Dietze schlitzohrig. Das neue Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Obwohl die Füchse eigentlich «nur» Liga-Nachrücker für den Insolvenzklub EC Bad Nauheim sind, musste dieses Privileg auch erarbeitet werden. «Unser Vorstoß ins Halbfinale der vergangenen Oberligarunde war der Grundstein dafür» , fuhr Dietze fort. Hinzu kommt, dass mehrere Neuzugänge frischen Wind bringen. Wobei nach Expertenansicht die Verpflichtungen des vormaligen Essener Stürmers Michael Kreitl (29) schon eine Sensation darstellt. Die Verpflichtung von Mats Lindmark (31) aus Landshut hätten andere Vereine der Bundesliga auch gern getätigt. Dass insgesamt acht Neue in die Lausitz kommen, hat aber einen weiteren Hintergrund: «Wir wirtschaften solide und – was auch nicht jeder Eishockeyklub tut – wir zahlen Spielergehälter pünktlich» , so Dietze weiter.
Insgesamt plant er mit einem Saison-Etat von 1,36 Millionen Euro, wobei ungefähr 360 000 Euro aus Zuschauereinnahmen kommen sollen. Im Klartext: Die Rechnung des Kassenwarts geht nur auf, wenn pro Heimspiel der Saison mindestens 1800 Fans in die Halle strömen.
Trainer Horymir Sekera hat inzwischen seine Schäfchen argwöhnisch begutachtet. Speziell ihre Freizeittätigkeit in den letzten Monaten nahm der Übungsleiter unter die Lupe. Viel sagend meinte der 55-Jährige gestern, dass die montäglichen Leistungstests seiner Cracks «noch nicht optimal verliefen» . Spieler selbst meinten später, dass Sekera in der Kabine deswegen ziemlich laut wurde.
Großer öffentlicher Druck
Der Tscheche weiß, dass seine Mannschaft bereits jetzt unter öffentlichem Druck steht. Dabei ist auch ihm klar, dass die Füchse trotz der Neuverpflichtungen vorrangig gegen den Abstieg spielen werden. Besonders interessant wird dabei, wie sich die Torleute präsentieren. Mit Sebastian Elwing (24) und Ronny Glaser (26) geht Weißwasser die Bundesliga mit einem deutschen Duo an. Selbst harsche Proteste aus der Fangemeinde änderten daran nichts. Sekera: «Ich vertraue den Jungs.» Auch Ronny Glaser strahlt Selbstbewusstsein aus: «Ich habe 150 Spiele ununterbrochen gespielt. Und die Auszeichnung als bester Keeper in der Regionalliga sagt auch viel» , klärte der Ex-Rostocker auf. Die Kapitänsbinde beim ESW ist gleichfalls noch nicht vergeben: «In drei Wochen wissen wir mehr» , meinte Sekera. «Bis dahin übernimmt wie gehabt Dirk Rohrbach dieses Amt – dann ist zu entscheiden.» Heute übrigens wird letztmalig Fußball gespielt – um 18 Uhr bei Rot-Weiß Bad Muskau. Morgen drehen dann die Füchse erstmals ihre Runden auf heimischem Eis.
«Vielleicht gelingt es uns, so erfolgreich wie die griechischen Fußballer bei der Europameisterschaft zu spielen – auf dem Eis» , so Manager Dr. Klaus Dietze schlitzohrig.
Hilfe, alles, aber nur nicht spielen wie diese Antifussballer. Das hiesse ja Antieishockey - sowas will ich nicht sehen. Lieber mit fliegenden Fahnen untergehen als so einen Sch...
2 | Mozart | 05.08.2004 @ 09:59
Genau, wir lassen uns zusammenschiessen, verlieren immer 6-8, steigen ab und machen hier das Licht aus... Nee, Dr.Dietze meinte diese Aussage mehr auf den Überraschungseffekt bezogen, nicht auf das Spielsystem...
Ciao Mozart!
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Vier Wochen vor dem Saisonstart wird bei den Lausitzer Füchsen vorsichtiger Optimismus versprüht. Trainer Horymir Sekera indes ist bewusst, dass es trotz der acht Neuverpflichtungen dennoch eine schwierge Saison werden wird.
Insgesamt plant er mit einem Saison-Etat von 1,36 Millionen Euro, wobei ungefähr 360 000 Euro aus Zuschauereinnahmen kommen sollen. Im Klartext: Die Rechnung des Kassenwarts geht nur auf, wenn pro Heimspiel der Saison mindestens 1800 Fans in die Halle strömen.
Trainer Horymir Sekera hat inzwischen seine Schäfchen argwöhnisch begutachtet. Speziell ihre Freizeittätigkeit in den letzten Monaten nahm der Übungsleiter unter die Lupe. Viel sagend meinte der 55-Jährige gestern, dass die montäglichen Leistungstests seiner Cracks «noch nicht optimal verliefen» . Spieler selbst meinten später, dass Sekera in der Kabine deswegen ziemlich laut wurde.
Großer öffentlicher Druck
Der Tscheche weiß, dass seine Mannschaft bereits jetzt unter öffentlichem Druck steht. Dabei ist auch ihm klar, dass die Füchse trotz der Neuverpflichtungen vorrangig gegen den Abstieg spielen werden. Besonders interessant wird dabei, wie sich die Torleute präsentieren. Mit Sebastian Elwing (24) und Ronny Glaser (26) geht Weißwasser die Bundesliga mit einem deutschen Duo an. Selbst harsche Proteste aus der Fangemeinde änderten daran nichts. Sekera: «Ich vertraue den Jungs.» Auch Ronny Glaser strahlt Selbstbewusstsein aus: «Ich habe 150 Spiele ununterbrochen gespielt. Und die Auszeichnung als bester Keeper in der Regionalliga sagt auch viel» , klärte der Ex-Rostocker auf. Die Kapitänsbinde beim ESW ist gleichfalls noch nicht vergeben: «In drei Wochen wissen wir mehr» , meinte Sekera. «Bis dahin übernimmt wie gehabt Dirk Rohrbach dieses Amt – dann ist zu entscheiden.» Heute übrigens wird letztmalig Fußball gespielt – um 18 Uhr bei Rot-Weiß Bad Muskau. Morgen drehen dann die Füchse erstmals ihre Runden auf heimischem Eis.
Quelle: Lausitzer Rundschau