Nach überstandenem Kreuzbandriss hat sich Eishockey-Stürmer Dirk Rohrbach zurückgemeldet. Am Sonntag will er gegen seinen Ex-Verein treffen.
Früher hat Uwe Kröber viel Zeit in Kauf genommen. Er wartete und harrte aus am Treppenaufgang zu den Kabinen im Crimmitschauer Sahnpark. Es war für ihn nach jedem Spiel das übliche Prozedere: Seinem Lieblingsspieler Dirk Rohrbach auf die Schulter klopfen und mit ihm plauschen. Mittlerweile hat Kröber das Warten aufgegeben, seit zwei Jahren schon kommt „sein“ Stürmer nicht mehr aus der Kabinentür. Noch heute ist er verbittert. „Ich bin der Überzeugung, dass es der größte Fehler war, diesen Führungsspieler ziehen zu lassen“, sagt Uwe Kröber.
Er ist Fan des Eishockey-Zweitligisten ETC Crimmitschau und leidet. Seitdem Rohrbach geschasst wurde, sind die Westsachsen im Niemandsland der 2. Bundesliga verschwunden, haben fünf Trainer verschlissen. Einen Kapitän, der auch mal auf den Tisch haut, fand der ETC bisher nicht wieder.
Für Dirk Rohrbach ist das Schnee von gestern. Er ist mittlerweile dort angekommen, wo er Eishockey von der Pieke auf gelernt hat. In der alten Heimat Weißwasser richtete er sich neu ein. „Es war die richtige Entscheidung, hierher zu kommen. In Weißwasser kann man noch was bewegen“, meint Rohrbach. Zunächst wollte er das sportlich tun. Nach einem Jahr Oberliga warf ihn aber ein Kreuzbandriss im Spätsommer 2003 aus der Bahn. Die letzte Saison war gelaufen, bevor sie begann. Doch Rohrbach schaute nach vorn. Er fand andere Betätigungsfelder, kümmerte sich mit um das Junioren-Team, arbeitete übergangsweise als Vizepräsident im Verein, assistierte seinem Trainer Horymir Sekera und baute nebenbei noch ein Haus. „Aber alles war so geregelt, dass ich ohne Probleme mein Reha-Training durchziehen konnte“, betont der Hobby-Fußballer.
Ans Aufhören verschwendete der 32-Jährige nie einen Gedanken. Ein Karriereende wegen einer Verletzung – das passt einfach nicht zu dem selbstbewussten Stürmer. Er ackerte erfolgreich. Mit zwei Toren im Pokal und in der Meisterschaft meldete er sich zurück. Nur die Kapitänsbinde fehlte. „Das ist gut so. Ich will zuerst meine Leistung stabilisieren“, sagt der Kämpfer Rohrbach, den auch eine neuerliche Adduktorenzerrung nicht an seinem Tatendrang hindert.
Pünktlich zum Sachsenderby am Sonntag im Fuchsbau ist Rohrbach wieder bereit. „Die Spiele sind immer Höhepunkte. Ich freue mich darauf“, meint er. Übrigens: Mit dem ETC-Fan Uwe Kröber telefoniert Rohrbach heute noch regelmäßig. „Der Kontakt hält“, bestätigt Kröber. Bei ihm werden am Sonntag zwei Herzen in der Brust schlagen.
Zwei Tore + 2 Vorlagen in BiBi: ich lach mich jetzt noch kaputt über seine Kritiker vor der Saison (zu langsam, nix für die 1. Reihe ...). Mach so weiter Rohre !
2 | Brian | 25.09.2004 @ 01:10
Sorry war dabei. Tja mit konstanter Leistung kann man jedem Kritiker die Argumente nehmen.
3 | oli81 | 25.09.2004 @ 01:42
Rohre wurde am Mannschaftsbus noch zum Spieler des Abend's gewählt, da alle Bietigheimer das Eis verlassen hatten ;-)
4 | Senator | 25.09.2004 @ 11:10
@2 Hut ab Brian ! Nicht jeder würde sowas zugeben. Ach nach solche Siegen ist sowas ja auch etwas einfacher :-)
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Früher hat Uwe Kröber viel Zeit in Kauf genommen. Er wartete und harrte aus am Treppenaufgang zu den Kabinen im Crimmitschauer Sahnpark. Es war für ihn nach jedem Spiel das übliche Prozedere: Seinem Lieblingsspieler Dirk Rohrbach auf die Schulter klopfen und mit ihm plauschen. Mittlerweile hat Kröber das Warten aufgegeben, seit zwei Jahren schon kommt „sein“ Stürmer nicht mehr aus der Kabinentür. Noch heute ist er verbittert. „Ich bin der Überzeugung, dass es der größte Fehler war, diesen Führungsspieler ziehen zu lassen“, sagt Uwe Kröber.
Er ist Fan des Eishockey-Zweitligisten ETC Crimmitschau und leidet. Seitdem Rohrbach geschasst wurde, sind die Westsachsen im Niemandsland der 2. Bundesliga verschwunden, haben fünf Trainer verschlissen. Einen Kapitän, der auch mal auf den Tisch haut, fand der ETC bisher nicht wieder.
Für Dirk Rohrbach ist das Schnee von gestern. Er ist mittlerweile dort angekommen, wo er Eishockey von der Pieke auf gelernt hat. In der alten Heimat Weißwasser richtete er sich neu ein. „Es war die richtige Entscheidung, hierher zu kommen. In Weißwasser kann man noch was bewegen“, meint Rohrbach. Zunächst wollte er das sportlich tun. Nach einem Jahr Oberliga warf ihn aber ein Kreuzbandriss im Spätsommer 2003 aus der Bahn. Die letzte Saison war gelaufen, bevor sie begann. Doch Rohrbach schaute nach vorn. Er fand andere Betätigungsfelder, kümmerte sich mit um das Junioren-Team, arbeitete übergangsweise als Vizepräsident im Verein, assistierte seinem Trainer Horymir Sekera und baute nebenbei noch ein Haus. „Aber alles war so geregelt, dass ich ohne Probleme mein Reha-Training durchziehen konnte“, betont der Hobby-Fußballer.
Ans Aufhören verschwendete der 32-Jährige nie einen Gedanken. Ein Karriereende wegen einer Verletzung – das passt einfach nicht zu dem selbstbewussten Stürmer. Er ackerte erfolgreich. Mit zwei Toren im Pokal und in der Meisterschaft meldete er sich zurück. Nur die Kapitänsbinde fehlte. „Das ist gut so. Ich will zuerst meine Leistung stabilisieren“, sagt der Kämpfer Rohrbach, den auch eine neuerliche Adduktorenzerrung nicht an seinem Tatendrang hindert.
Pünktlich zum Sachsenderby am Sonntag im Fuchsbau ist Rohrbach wieder bereit. „Die Spiele sind immer Höhepunkte. Ich freue mich darauf“, meint er. Übrigens: Mit dem ETC-Fan Uwe Kröber telefoniert Rohrbach heute noch regelmäßig. „Der Kontakt hält“, bestätigt Kröber. Bei ihm werden am Sonntag zwei Herzen in der Brust schlagen.
Quelle: www.sz-online.de