Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Weißwasser zähmt zahme Teufel
04.10.2004 | 08:28 Uhr von
Füchse schlagen «Devils» Weiden 3:0 / Zwei Spiele, sechs Punkte – diese makellose Bilanz konnten die Lausitzer Füchse in der 2. Bundesliga am Wochenende auf ihrem Konto verbuchen.
Dem 4:3-Auswärtserfolg beim EC Bad Tölz folgte gestern der nächste «Dreier» auf heimischem Eis beim 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) gegen die «Blauen Teufel» aus Weiden. Die zu zähmen war indes nicht allzu schwer. Denn mehr als biederes Eishockey boten die Oberfranken im Fuchsbau nicht. Lediglich Torwart Reinhard Haider ragte aus der eher grauen Masse seines Teams durch mehrfach tolle Abwehrleistungen heraus.
Vadim Kulabuchov blieb es vorbehalten, die Hausherren knapp zwei Minuten nach Anpfiff in Führung zu schießen. «Danach hätten die Weißwasseraner aber den Sack eher zubinden müssen» , meinte Deutschlands ehemaliger internationaler Vorzeige-Referee Peter Slapke (55). Der heutige Bad Tölzer und ehemalige Weißwasseraner Kapitän besuchte nach vier Jahren erstmals wieder seine Geburtsstadt.
Die Füchse taten ihm und den 1850 Zuschauern diesen Gefallen aber nicht. Dabei hatten sie genügend Gelegenheiten, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Allein Jörg Pohling besaß im ersten und im zweiten Abschnitt drei Hochkaräter, die er nicht nutzte, eine vierte Möglichkeit endete am Pfosten.
Weidens Spieler versuchten speziell im zweiten Drittel, dem Match eine Wende zu geben. Das aber gelang ihnen nicht. Nach torlosem Abtasten im zweiten Drittel machten die Weißwasseraner im Schlussabschnitt die erforderlichen Nägel mit Köpfen. Erst markierte Mattias Wikström das nötige 2:0 für die Gastgeber. Dann hatte Vadim Kulabuchov, diesmal sehr engagiert, eigentlich das 3:0 erzielt. Aber dem regulären Treffer wurde von Referee Deubert die Anerkennung versagt. So blieb es Martin Sekera kurz vor Ultimo vorbehalten, mit einem mächtigen «Hammer» das 3:0 zu erzielen.
«Für mich hat Ronny Glaser erneut eine tolle Leistung im ESW-Kasten vollbracht» , meinte Weißwassers Torwartlegende Klaus Hirche. Keine Frage, der Zweikampf zwischen den beiden Füchse-Keepern Elwing und Glaser bleibt spannend.
Quelle: lr-online
von Joachim Langner
627 mal gelesen
 
1 | Frank | 04.10.2004 @ 11:23
"Dann hatte Vadim Kulabuchov, diesmal sehr engagiert, eigentlich das 3:0 erzielt." - Torjubel allein reicht (meistens) nicht für die Anerkennung, da muss der Puck schon hinter die Linie, und das war er wohl nicht. "Wir" im Block D haben ihn am Pfosten gesehen.
2 | Andi | 04.10.2004 @ 16:49
Also wenn ich einen Puck an den Pfosten gehen, dann nehme ich gewöhnlich mit meinem Hörorgan ein deutliches Plong war. Und wenn der Puck an den Pfosten geprallt wäre, dann müßte der Puck laut Physik (Einfallswinkel = Ausfallswinkel) in die andere Richtung geprallt sein. Also für mich war es ein klares Tor. Aber alles egal - gwonnen ist gewonnen.
3 | tanngrismir | 04.10.2004 @ 16:53
Na ich weeß ja nicht. Ich steh an der Treppe zwischen Block C und D und alle (bis auf eine Ausnahme) um mich herum stehenden ham die Scheibe IM Tor gesehen. Die sprang von innen wieder raus. Aber egal eigentlich, oder?
4 | RadioWSW | 04.10.2004 @ 21:52
Wir haben uns das Tor von Vadim nochmal ganz in Ruhe in Zeitlupe angesehen- und .... Puck war drin. Wer es sehen will: Ab morgen im Lokal TV von RadioWSW.
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