Wir wollen, nachdem nun ein Viertel der Hauptrunde absolviert ist, mal ein kleines Fazit ziehen. Jetzt, wo es bei den Füchsen recht gut läuft, kann man auch mal einen Blick über den Tellerrand hinaus werfen und eine kleine Bilanz über den Stand in der 2. Bundesliga ziehen.
Beginnen wir mal mit einem Blick auf die Tabellenspitze. Im Breisgau läuft offensichtlich alles nach Plan, auch wenn man sich derzeit nach der jüngsten Niederlage in Weißwasser nur auf dem 3. Platz wieder findet, mit einem Zähler weniger als Duisburg und Straubing auf den Plätzen 1 und 2, wobei die Tigers ja ein Spiel weniger haben. Die drei genannten Teams konnte sich quasi als kleine Spitzengruppe absetzen und erfüllen damit alle in sie gesetzten Erwartungen. Die beiden besten Scorer Fox (21) und Hölscher (15) sind neben dem Goalie Bronsard die wichtigsten Garanten für den Erfolg. Denn bisher mussten sich die Wölfe auch mit reichlich Verletzungspech rumschlagen, so knaupelt Ravil Khaidarov seit der Saisonvorbereitung immer wieder mit Problemen im Knie und einem gebrochenem Brustbein. Wenn in Freiburg die Verletzungsmisere mal ein Ende hat, dürften die Wölfe wieder die Tabellenspitze im Visier haben.
Auch die Straubing Tigers liegen momentan voll im Soll. Zehn von elf Spielen gewonnen, sechs Auswärtsspiele in Folge gewonnen und punktgleich mit der Tabellenspitze und einem Spiel weniger. Trainer Gaudet ist bemüht seine Spieler auf dem Boden der Tatsachen zu halten, findet aber dennoch anerkennende Worte für sein Team. Nach etlichen Jahren des Kummers, was die Verpflichtung ausländischer Goalies anbelangt, hat man in dieser Saison mit dem Kanadier Mike Bales nun endlich den richtigen Mann gefunden. Er wird derzeit als Ligenbester Goalie gewertet. Als allgemein verbesserungswürdig wird bei den Tigers das Überzahlspiel gesehn.
Auch beim derzeitigen Tabellenführer, den Duisburger Füchsen, gibt’s keinen Grund zur Klage. Offensichtlich zahlt es sich aus, dass man das Team vor der Saison nicht sehr umgestaltet hat, sondern auf fast die selben Leute gebaut hat wie in der letzten Saison. Die Duisburger sind neben den hiesigen Füchsen und Weiden das einzige Team der Liga, welches auf ein rein deutsches und dazu noch sehr junges Keepergespann setzt und das sehr erfolgreich wie man am Beispiel von Koslov und Janker sehen kann. Auch mit der Verpflichtung des Kanadiers Hugo Boisvert (AHL) hat man in Duisburg ein glückliches Händchen gehabt, mit 27 Punkten derzeit Topscorer der Liga.
Die ärgsten Verfolger des Spitzentrios sind Weißwasser, Schwenningen, Regensburg und Landshut auf den Plätzen 4-7, dicht gedrängt mit 25-23 Punkten, wobei auch hier zu beachten gilt das Schwenningen und die Füchse noch ein Spiel weniger haben.
Die Wild Wings brauchten am letzten Sonntag nicht gegen Kaufbeuren antreten, die hatten kurzfristig wegen Torwartmangels abgesagt, die Schwenninger Fans nahmen es mit rabenschwarzem Humor und veranstalteten im eigenen Forum einen sehr amüsanten „Liveticker“.
In einem haben die Schwaben auf jeden Fall die Nase vorn, in der Zuschauerstatistik. Durchschnittlich 3088 Fans sehen die Heimspiele der Wild Wings. Auch die Mischung aus jung und alt im Team stimmt, immerhin haben die Schwäne 12 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs unter Vertrag neben dem wohl ältesten Spieler der Liga, Walli Schreiber mit 42 Lenzen. Der Oldie präsentiert sich aber immer noch in herausragender Form. Ian MacNeil führt derzeit die Scorerwertung der Wild Wings mit 15 Punkten.
Die Eisbären aus Regensburg rangieren derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und erfüllen damit alle Erwartungen, noch. Denn nach einem sehr guten Start in die Saison hat sich an der Donau ein wenig der Schlendrian eingeschlichen. Einige der Kontingentspieler befinden sich derzeit fernab ihrer normalen Form. Ryan Smith wurde vom Trainer auf die Bank gesetzt und Keeper Cavallin räumte gegen den REV nach drei eilig kassierten Toren freiwillig den Kasten. Die allgemeine Verunsicherung hat sich im Team breit gemacht, denn den vielen Siegen zum Saisonbeginn für die Eisbären folgte auch die ein oder andere deftige Schlappe. Mit Jason Miller, auch die Torfabrik genannt, Mark Woolf und dem scorerfreudigen Defender Ancicka haben die Eisbären aber Spieler in ihren Reihen, die die Moral des Teams hoch halten. Wenn es Erich Kühnhackl gelingt, der Mannschaft wieder mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu vermitteln, dann dürfte es bald wieder bergauf gehen.
Hinter den Regensburgern haben sich die Landshut Cannibals vorerst auf dem siebenten Tabellenplatz eingenistet und liegen damit vielleicht ein klein wenig hinter den allgemeinen Erwartungen zurück, denn alle Eishockeypropheten handelten vor Saisonbeginn die Cannibals als größten Aufstiegsaspiranten neben Freiburg. Manager Bernd Truntschka stellte sich genau wie Bernie Engelbrecht demonstrativ hinter sein Team, welches in den Medien und bei den Landshuter Fans schon die ersten Unmutsbekundungen hervor gerufen hat. Doch bisher läufts noch nicht wie am Schnürchen bei den Bayern. Mehrere Ausfälle im Sturm und die mangelhafte Form einiger Leistungsträger sorgten für das kurzfristige Tief bei den Landshutern. Da sich das Lazarett aber in absehbarer Zeit lichtet, dürfte mit den Cannibals bald wieder zu rechnen sein. Aki Tuominen und Thomas Daffner sorgen derzeit für die meisten Tore bei den Cannibals, sind aber in der Ligenwertung auch erst auf den Plätzen 26 und 27 zu finden.
Teil 2 folgt am Donnerstag
1 | Gaggi | 27.10.2004 @ 04:56
Hoi ... mussten nicht die Joker nach Schwenningen? Ich denke schon oder ...? Auch finde ich den einen oder anderen Punkt etwas "gewagt" ausgedrückt... Schlendrian in Regensburg ...tztztzt also ich weiß ja nicht. Formtief ok, SCHLENDRIAN - NEIN! ;-)
2 | Gaggi | 28.10.2004 @ 06:18
@kojoti BITTE für den Hinweis!
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Die ärgsten Verfolger des Spitzentrios sind Weißwasser, Schwenningen, Regensburg und Landshut auf den Plätzen 4-7, dicht gedrängt mit 25-23 Punkten, wobei auch hier zu beachten gilt das Schwenningen und die Füchse noch ein Spiel weniger haben.
In einem haben die Schwaben auf jeden Fall die Nase vorn, in der Zuschauerstatistik. Durchschnittlich 3088 Fans sehen die Heimspiele der Wild Wings. Auch die Mischung aus jung und alt im Team stimmt, immerhin haben die Schwäne 12 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs unter Vertrag neben dem wohl ältesten Spieler der Liga, Walli Schreiber mit 42 Lenzen. Der Oldie präsentiert sich aber immer noch in herausragender Form. Ian MacNeil führt derzeit die Scorerwertung der Wild Wings mit 15 Punkten.
Teil 2 folgt am Donnerstag