Die Lausitzer Füchse haben ihren Anhängern eine schlaflose Nacht beschert – allerdings im positiven Sinne: Etwa 150 Fans bereiteten der Mannschaft gestern um 3 Uhr einen begeisterten Empfang nach der Rückkehr aus Bayern und feierten gemeinsam mit den Spielern das Wunder von Weißwasser. Denn durch die beiden Auswärtssiege in Landshut (4:2) und Straubing (4:2) kletterte der Aufsteiger bis auf den zweiten Tabellenplatz nach oben. Der Aufsteiger gewann alle drei Spiele des Wochenendes.
Mit Wunderkerzen, bengalischen Fackeln und Siegesgesängen machten die Anhänger die Nacht zum Freudentag. Selbst die Stadiongaststätte im Fuchsbau öffnete kurzfristig ihre Türen, so dass auch das Freibier fließen konnte. «Wir können alle noch gar nicht so richtig fassen, was hier im Moment passiert» , freute sich Manager Klaus Dietze mit Blick auf die Erfolgsserie von neun Siegen aus den letzten zehn Spielen. «Ich bin jetzt seit fünf Jahren in Weißwasser – solch eine Euphorie habe ich hier noch nicht erlebt.» Auch die Mannschaft war überwältigt vom Empfang mitten in der Nacht. «Ich kann im Namen der Jungs nur Danke sagen. Das war einfach überragend» , sagte Kapitän Mattias Wikström gestern nach einer sehr kurzen Nacht. Und Torhüter Sebastian Elwing ergänzte: «Klar hatten wir mit dem ein oder anderen Fan gerechnet. Aber dass es so viele waren, ist der pure Wahnsinn. Dabei haben wir ja eigentlich noch gar nichts erreicht.» Durch den Erfolg beim Tabellenführer in Straubing haben die Füchse zumindest ihre Ausgangsposition im Kampf gegen den Abstieg weiter verbessert. Um ganz sicher zu gehen, müssten sie am Ende der Hauptrunde mindestens Platz acht belegen. Der Abstand zu Rang neun beträgt derzeit komfortable 16 Punkte.
Hier einige Gründe für den derzeitigen Aufschwung in Weißwasser.
Die Geschlossenheit des Teams:
Lange Zeit schoss die erste Reihe die Füchse oft im Alleingang zum Sieg. Inzwischen ist die Verantwortung auf vielen Schultern verteilt. Von den 13 Treffern am zurückliegenden Neun-Punkte-Wochenende ging nur einer auf das Konto der Topreihe. Den Großteil der Treffer steuerten diesmal die zweite und dritte Reihe bei. Auch sie präsentieren sich nach anfänglichen Problemen inzwischen als funktionierende Einheit und machen das Spiel für die Gegner damit weniger ausrechenbar.
Die Konstanz der Torhüter:
Anders als die meisten Teams der Liga setzen die Füchse mit Sebastian Elwing und Ronny Glaser auf zwei junge deutsche Torhüter. Mit dieser Besetzung der wichtigsten Position im Team sind die Verantwortlichen ein gewisses Risiko eingegangen, da beiden Keepern die Erfahrung in der 2. Liga fehlt. Bisher haben Elwing und Glaser das Vertrauen mit ihren konstanten Leistungen eindrucksvoll bestätigt. In Landshut glänzte Elwing mit einer starken Vorstellung, in Straubing zog Glaser auf hohem Niveau nach.
Die Klasse der Neuzugänge:
So gut wie in diesem Sommer haben die Verantwortlichen lange nicht mehr eingekauft. Denn fast alle Neuzugänge sind dank ihrer individuellen Klasse auf Anhieb zu Leitfiguren geworden. Kapitän Mattias Wikström und Mats Lindmark prägen das Spiel der ersten Reihe. Auch Dorian Anneck und Michael Kreitl kommen immer besser in Schwung.
Die Akribie von Trainer Sekera:
Horymir Sekera hatte schon immer klare Vorstellungen von erfolgreichem Eishockey. Im dritten Jahr in Weißwasser hat er endlich auch die Spielertypen, um seine Philosophie umzusetzen. Zudem gilt der 55-jährige Tscheche als akribischer Arbeiter bei der Spielvor- und Nachbereitung. Das derzeitige Offensiv-Eishockey trägt die Handschrift von Sekera.
VON FRANK NOACK
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Mit Wunderkerzen, bengalischen Fackeln und Siegesgesängen machten die Anhänger die Nacht zum Freudentag. Selbst die Stadiongaststätte im Fuchsbau öffnete kurzfristig ihre Türen, so dass auch das Freibier fließen konnte. «Wir können alle noch gar nicht so richtig fassen, was hier im Moment passiert» , freute sich Manager Klaus Dietze mit Blick auf die Erfolgsserie von neun Siegen aus den letzten zehn Spielen. «Ich bin jetzt seit fünf Jahren in Weißwasser – solch eine Euphorie habe ich hier noch nicht erlebt.» Auch die Mannschaft war überwältigt vom Empfang mitten in der Nacht. «Ich kann im Namen der Jungs nur Danke sagen. Das war einfach überragend» , sagte Kapitän Mattias Wikström gestern nach einer sehr kurzen Nacht. Und Torhüter Sebastian Elwing ergänzte: «Klar hatten wir mit dem ein oder anderen Fan gerechnet. Aber dass es so viele waren, ist der pure Wahnsinn. Dabei haben wir ja eigentlich noch gar nichts erreicht.» Durch den Erfolg beim Tabellenführer in Straubing haben die Füchse zumindest ihre Ausgangsposition im Kampf gegen den Abstieg weiter verbessert. Um ganz sicher zu gehen, müssten sie am Ende der Hauptrunde mindestens Platz acht belegen. Der Abstand zu Rang neun beträgt derzeit komfortable 16 Punkte.
Hier einige Gründe für den derzeitigen Aufschwung in Weißwasser.
Die Geschlossenheit des Teams:
Lange Zeit schoss die erste Reihe die Füchse oft im Alleingang zum Sieg. Inzwischen ist die Verantwortung auf vielen Schultern verteilt. Von den 13 Treffern am zurückliegenden Neun-Punkte-Wochenende ging nur einer auf das Konto der Topreihe. Den Großteil der Treffer steuerten diesmal die zweite und dritte Reihe bei. Auch sie präsentieren sich nach anfänglichen Problemen inzwischen als funktionierende Einheit und machen das Spiel für die Gegner damit weniger ausrechenbar.
Die Konstanz der Torhüter:
Anders als die meisten Teams der Liga setzen die Füchse mit Sebastian Elwing und Ronny Glaser auf zwei junge deutsche Torhüter. Mit dieser Besetzung der wichtigsten Position im Team sind die Verantwortlichen ein gewisses Risiko eingegangen, da beiden Keepern die Erfahrung in der 2. Liga fehlt. Bisher haben Elwing und Glaser das Vertrauen mit ihren konstanten Leistungen eindrucksvoll bestätigt. In Landshut glänzte Elwing mit einer starken Vorstellung, in Straubing zog Glaser auf hohem Niveau nach.
Die Klasse der Neuzugänge:
So gut wie in diesem Sommer haben die Verantwortlichen lange nicht mehr eingekauft. Denn fast alle Neuzugänge sind dank ihrer individuellen Klasse auf Anhieb zu Leitfiguren geworden. Kapitän Mattias Wikström und Mats Lindmark prägen das Spiel der ersten Reihe. Auch Dorian Anneck und Michael Kreitl kommen immer besser in Schwung.
Die Akribie von Trainer Sekera:
Horymir Sekera hatte schon immer klare Vorstellungen von erfolgreichem Eishockey. Im dritten Jahr in Weißwasser hat er endlich auch die Spielertypen, um seine Philosophie umzusetzen. Zudem gilt der 55-jährige Tscheche als akribischer Arbeiter bei der Spielvor- und Nachbereitung. Das derzeitige Offensiv-Eishockey trägt die Handschrift von Sekera.
VON FRANK NOACK