Tolle Füchse: Unfassbare Aufholjagd und clever im Derby
Mit vier Punkten aus zwei die Fans erneut begeisternden Spielen konnten die Lausitzer Eishockeyfüchse am Wochenende Tabellenplatz zwei in der 2. Eishockey-Bundesliga behaupten und sogar bis auf einen Zähler an Spitzenreiter EHC Straubing heranrücken. Erst egalisierten die Weißwasseraner in einer furiosen Aufholjagd binnen 56 Sekunden gegen den SC Bietigheim-Bissingen einen 0:3-Rückstand, wobei die Gäste im Penaltyschießen doch noch das bessere Ende für sich hatten. Dann spielten die Lausitzer das Sachsenderby beim ETC Crimmitschau im "Stil der Westsachsen" herunter und siegten verdient mit 3:2.
"Am Ende der Saison werden die Punkte zusammengezählt und nicht die Anzahl der schönen Spiele." Weißwassers Trainer Horymir Sekera ließ sich den Gewinn der drei Punkte - ausgerechnet auch noch am 56. Geburtstag - bei seinem alten Arbeitgeber nicht vom Statement des Crimmitschauer Coaches Jiri Ehrenberger vermiesen. Aus Sicht des Eispiraten-Chefs hatte die bessere Mannschaft verloren und die glücklichere gewonnen. "Vielleicht hatte der ETC im Abschluss etwas Pech. Aber wir haben taktisch hervorragend gespielt, hatten mit Sebastian Elwing den besseren Torwart und auch etwa die gleichen Spielanteile", resümierte Horymir Sekera, der diesmal mit seinen Füchsen so gewann, wie es die Westsachsen über Jahre gerade gegen Weißwasser immer wieder schafften: Den Gegner möglichst früh attackieren, im Verteidigungsdrittel wenig Risiko eingehen und schnell kontern. Wartenberg, Rohrbach und Martin Sekera schossen bis zur 44. Minute einen beruhigenden 3:0-Vorsprung heraus. Richtig spannend wurde es nur, als der ETC ohne Keeper und mit sechs gegen drei Feldspielern 36 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:3-Anschluss traf. Ohne Panik brachten die Lausitzer Cracks den kostbaren Vorsprung über die Zeit.
Wie schnell selbst drei Tore aufgeholt sein können, bewies gerade Weißwasser gegen Bietigheim. 3:0 lagen die Steelers in der 58. Spielminute vorn und die Füchse-Fans feierten ihr Team angesichts der Siegesserie zuvor und der nun drohenden Niederlage mit "Wir sind stolz auf unser Team..."-Gesängen. Was dann geschah, konnte kaum einer fassen. Das "Protokoll des Wahnsinns": 57:48 min. - 1:3 (Thiede); 58.09 min. - Auszeit EHC und Torwart raus; 58:16 min. - 2:3 (Lindmark) und Auszeit Bietigheim; 58:44 min. - 3:3 (Rohrbach). Noch in der regulären Spielzeit und den fünf Verlängerungsminuten vergaben die Lausitzer mehrere hochkarätige Chancen zur Entscheidung. Die Strafe folgte im Penaltyschießen, als kein Akteur in Gelb-Blau traf. "So etwas habe auch ich noch nicht erlebt", staunte Horymir Sekera und zog sein Wochenendfazit: "Gegen Bietigheim haben wir sicher schöner gespielt, als in Crimmitschau. Aber unschön war erfolgreicher."
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten
1 | LEVIT19 | 09.11.2004 @ 07:57
Konnten die Füchse nicht Tabellenplatz 2 behaupten?
2 | Jörg | 09.11.2004 @ 09:28
Habe gerade nochmal mit dem Konspekt des Autors verglichen: Der hatte Tabellenplatz 2 vermeldet und statt des "Juri" den Jiri Ehrenberger zum Eispiraten- Chef (nicht "Espiraten...") ernannt. Da muss der Dreckfuhlertefeul wieder erbarmungslos zugeschlagen haben...
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Mit vier Punkten aus zwei die Fans erneut begeisternden Spielen konnten die Lausitzer Eishockeyfüchse am Wochenende Tabellenplatz zwei in der 2. Eishockey-Bundesliga behaupten und sogar bis auf einen Zähler an Spitzenreiter EHC Straubing heranrücken. Erst egalisierten die Weißwasseraner in einer furiosen Aufholjagd binnen 56 Sekunden gegen den SC Bietigheim-Bissingen einen 0:3-Rückstand, wobei die Gäste im Penaltyschießen doch noch das bessere Ende für sich hatten. Dann spielten die Lausitzer das Sachsenderby beim ETC Crimmitschau im "Stil der Westsachsen" herunter und siegten verdient mit 3:2.
"Am Ende der Saison werden die Punkte zusammengezählt und nicht die Anzahl der schönen Spiele." Weißwassers Trainer Horymir Sekera ließ sich den Gewinn der drei Punkte - ausgerechnet auch noch am 56. Geburtstag - bei seinem alten Arbeitgeber nicht vom Statement des Crimmitschauer Coaches Jiri Ehrenberger vermiesen. Aus Sicht des Eispiraten-Chefs hatte die bessere Mannschaft verloren und die glücklichere gewonnen. "Vielleicht hatte der ETC im Abschluss etwas Pech. Aber wir haben taktisch hervorragend gespielt, hatten mit Sebastian Elwing den besseren Torwart und auch etwa die gleichen Spielanteile", resümierte Horymir Sekera, der diesmal mit seinen Füchsen so gewann, wie es die Westsachsen über Jahre gerade gegen Weißwasser immer wieder schafften: Den Gegner möglichst früh attackieren, im Verteidigungsdrittel wenig Risiko eingehen und schnell kontern. Wartenberg, Rohrbach und Martin Sekera schossen bis zur 44. Minute einen beruhigenden 3:0-Vorsprung heraus. Richtig spannend wurde es nur, als der ETC ohne Keeper und mit sechs gegen drei Feldspielern 36 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:3-Anschluss traf. Ohne Panik brachten die Lausitzer Cracks den kostbaren Vorsprung über die Zeit.
Wie schnell selbst drei Tore aufgeholt sein können, bewies gerade Weißwasser gegen Bietigheim. 3:0 lagen die Steelers in der 58. Spielminute vorn und die Füchse-Fans feierten ihr Team angesichts der Siegesserie zuvor und der nun drohenden Niederlage mit "Wir sind stolz auf unser Team..."-Gesängen. Was dann geschah, konnte kaum einer fassen. Das "Protokoll des Wahnsinns": 57:48 min. - 1:3 (Thiede); 58.09 min. - Auszeit EHC und Torwart raus; 58:16 min. - 2:3 (Lindmark) und Auszeit Bietigheim; 58:44 min. - 3:3 (Rohrbach). Noch in der regulären Spielzeit und den fünf Verlängerungsminuten vergaben die Lausitzer mehrere hochkarätige Chancen zur Entscheidung. Die Strafe folgte im Penaltyschießen, als kein Akteur in Gelb-Blau traf. "So etwas habe auch ich noch nicht erlebt", staunte Horymir Sekera und zog sein Wochenendfazit: "Gegen Bietigheim haben wir sicher schöner gespielt, als in Crimmitschau. Aber unschön war erfolgreicher."
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten