Nur noch 35 Punkte bis zum Klassenerhalt
Füchse gehen als Tabellenzweiter in die Spielpause
Es gab am Sonntag gleich mehrere Dinge zu feiern in der Kabine der Lausitzer Füchse. Durch den 3:2- Erfolg im sächsischen Derby beim ETC Crimmitschau geht der Aufsteiger in die 2. Liga als Tabellenzweiter in die Punktspielpause.
Dass mit Martin Sekera und Dirk Rohrbach zwei Ex-Crimmitschauer als Torschützen erfolgreich waren, machte den Weißwasseraner Triumph im Sahnpark um so schöner. Und schließlich beging Trainer Horymir Sekera seinen 56. Geburtstag. «Wir hatten alle viel Spaß. Die Stimmung in der Kabine war super und auch die anschließende Heimfahrt sehr gemütlich» , erklärte der Coach gestern mit einem verschmitzten Lächeln. Als Siegprämie hatte er der Mannschaft an seinem Ehrentag zwei Kästen Bier spendiert. Und auch sonst, so Sekera, sei «freie Wahl der Getränke» angesagt gewesen. So viele Freiräume gibt der Füchse-Trainer seinen Profis nur selten. Doch besondere Situationen erfordern eben besondere Maßnahmen. Denn die Bilanz des Neulings in den ersten 18 Saisonspielen kommt durchaus einer Sensation gleich. Zwölf Siege und Platz zwei mit nur einem Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Straubing hätten selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten. Was aber noch wichtiger ist: Auf den neunten Rang, wo das Feld der Abstiegskandidaten beginnt, haben die Lausitzer schon 15 Punkte Vorsprung.
Sekeras «Geheimplan»
Deshalb hält Horymir Sekera zwar noch am ursprünglichen Saisonziel, dem Klassenerhalt, fest – er sagt aber auch: «Mit dieser Riesenserie haben wir einen großen Schritt in Richtung der Play-off-Runde gemacht.»
Auch innerhalb der Mannschaft wird das Thema zunehmend offensiver diskutiert. «Ganz, ganz vorsichtig» , so betont Kapitän Mattias Wikström dürfe man jetzt «nach den Play-off-Plätzen schauen.» Dirk Rohrbach zeigt sich ebenfalls optimistisch: «Wenn wir so weitermachen, können wir die Abstiegsrunde vermeiden.»
Der «Geheimplan» für das Unternehmen Play-off-Runde ist bereits geschmiedet. Nach den Berechnungen von Trainer Sekera müssen die Füchse aus den verbleibenden 34 Spielen noch 35 Punkte holen, um sicher die Play-offs zu erreichen. «Das ist absolut machbar. Aber wir alle müssen realistisch bleiben» , fordert der Coach aus Tschechien.
Klärendes Gespräch
In jedem Fall können die Füchse gelassen in die bevorstehende elftägige Pause gehen. Zumal offenbar die Spannungen hinter den Kulissen etwas abgebaut wurden. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Geschäftsführern Klaus Dietze und René Reinert gekommen. Auf der jüngsten Gesellschafter -Versammlung einigten sich Dietze, der die Füchse seit fünf Jahren durch schwieriges Fahrwasser führt, und der zuletzt für frischen Wind sorgende Reinert auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit, um den sportlichen Erfolg nicht zu gefährden. „Wir sollten alle fair miteinander umgehen. Es zählt einzig und allein das Wohl der Füchse, persönliche Befindlichkeiten dürfen dabei keine Rolle spielen“, betonte Reinert. «Wie in anderen Unternehmen auch gab es unterschiedliche Auffassungen zu betriebswirtschaftlichen Fragen. Diese Dinge sind geklärt. Es ziehen jetzt alle an einem Strang» , versicherte Dietze gestern auf Nachfrage.
(Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau
1 | Senator | 09.11.2004 @ 16:02
Dietze und Reinert ist jeweils viel zu verdanken.
Die Herren sollten sich aber gefaelligst zusammenreissen. Der sportliche Hoehenflug muss ausgenutzt werden. Eigentlich muesste man Sponsorensuche und Umfeldbau genauso aggressiv betreiben wie zu Zeiten der Insolvenz. nur mit dem Unterschied jetzt bessere Chancen zu haben.
2 | Jörg | 09.11.2004 @ 17:51
@Senator: Bringe das den Streithähnen mal konstruktiv nahe... Finde es ohnehin wieder peinlich, dass irgendein Maulwurf Vereinsinterna der Presse gesteckt hat. Mal angenommen, so etwas wäre in der "freien Wirtschaft" passiert und man hätte rausbekommen, wer hier die Firma nach Außen verheizt, der könnte schon mal seinen Arbeitsplatz räumen. In Eishockey- WSW wird das scheinbar "normal"- siehe Ryan Johnston.
3 | Jacqua | 10.11.2004 @ 08:50
@Jörg: Ganz deiner Meinung! Vereinsinterne Sachen haben überhaupt nicht nach draußen zu gelangen und schon garnicht an die Presse. Jedes Mal entstehen Gerüchte die nur schwer wieder zu dementieren sind. Außerdem ist es unnötige Panikmache. Möcht mal wissen, wer der Maulwurf oder das Plappermaul im Verein ist. Und außerdem Meinungsverschiedenheiten gibt es schließlich überall, also ist dieser Aufriss jedesmal überflüssig! Ich hoffe das liest auch mal die Presse hier!
4 | turbotox | 10.11.2004 @ 13:03
@jacqua: ....das liest auch mal die Presse hier!... Besser nicht denn die piesel'n sich ein vor Lachen! Mensch das ist die Realität, die leben davon!
5 | Andi | 10.11.2004 @ 13:03
Unterschiedliche Meinungen sind doch auf alle Fälle was gutes. Nur so kann ein kreativer Entwicklungsprozess einsetzten. Man stelle sich mal vor alle hätten die selben Vorstellungen, dann wären wir ja wieder in der DDR mit Wahlergebnissen von 99,999 %. Ein gesunder Konkurenzkampf der beiden kann nur förderlich sein. Allerdings sollten dabei die langfristigen Ziele des Vereins nicht vergessen werden.
6 | Senator | 10.11.2004 @ 16:10
Stimmt alles. vor allem das mit dem Maulwurf. sonderbar das es immer solche Plabberkoeppe gibt. Naja, alles im allen wohl weniger als ein Sturm im Wasserglas.
7 | Mozart | 13.11.2004 @ 16:28
Bitte keine weiteren Anschuldigungen, gegen wen auch immer. Wer Maulwürfe suchen will, sollte auf eine Wiese gehen. ;-) Ansonsten sehen wir uns gezwungen, weiterhin Beiträge löschen zu müssen.
Ciao Mozart!
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Füchse gehen als Tabellenzweiter in die Spielpause
Es gab am Sonntag gleich mehrere Dinge zu feiern in der Kabine der Lausitzer Füchse. Durch den 3:2- Erfolg im sächsischen Derby beim ETC Crimmitschau geht der Aufsteiger in die 2. Liga als Tabellenzweiter in die Punktspielpause.
Dass mit Martin Sekera und Dirk Rohrbach zwei Ex-Crimmitschauer als Torschützen erfolgreich waren, machte den Weißwasseraner Triumph im Sahnpark um so schöner. Und schließlich beging Trainer Horymir Sekera seinen 56. Geburtstag. «Wir hatten alle viel Spaß. Die Stimmung in der Kabine war super und auch die anschließende Heimfahrt sehr gemütlich» , erklärte der Coach gestern mit einem verschmitzten Lächeln. Als Siegprämie hatte er der Mannschaft an seinem Ehrentag zwei Kästen Bier spendiert. Und auch sonst, so Sekera, sei «freie Wahl der Getränke» angesagt gewesen.
So viele Freiräume gibt der Füchse-Trainer seinen Profis nur selten. Doch besondere Situationen erfordern eben besondere Maßnahmen. Denn die Bilanz des Neulings in den ersten 18 Saisonspielen kommt durchaus einer Sensation gleich. Zwölf Siege und Platz zwei mit nur einem Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Straubing hätten selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten. Was aber noch wichtiger ist: Auf den neunten Rang, wo das Feld der Abstiegskandidaten beginnt, haben die Lausitzer schon 15 Punkte Vorsprung.
Sekeras «Geheimplan»
Deshalb hält Horymir Sekera zwar noch am ursprünglichen Saisonziel, dem Klassenerhalt, fest – er sagt aber auch: «Mit dieser Riesenserie haben wir einen großen Schritt in Richtung der Play-off-Runde gemacht.»
Auch innerhalb der Mannschaft wird das Thema zunehmend offensiver diskutiert. «Ganz, ganz vorsichtig» , so betont Kapitän Mattias Wikström dürfe man jetzt «nach den Play-off-Plätzen schauen.» Dirk Rohrbach zeigt sich ebenfalls optimistisch: «Wenn wir so weitermachen, können wir die Abstiegsrunde vermeiden.»
Der «Geheimplan» für das Unternehmen Play-off-Runde ist bereits geschmiedet. Nach den Berechnungen von Trainer Sekera müssen die Füchse aus den verbleibenden 34 Spielen noch 35 Punkte holen, um sicher die Play-offs zu erreichen. «Das ist absolut machbar. Aber wir alle müssen realistisch bleiben» , fordert der Coach aus Tschechien.
Klärendes Gespräch
In jedem Fall können die Füchse gelassen in die bevorstehende elftägige Pause gehen. Zumal offenbar die Spannungen hinter den Kulissen etwas abgebaut wurden. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Geschäftsführern Klaus Dietze und René Reinert gekommen. Auf der jüngsten Gesellschafter -Versammlung einigten sich Dietze, der die Füchse seit fünf Jahren durch schwieriges Fahrwasser führt, und der zuletzt für frischen Wind sorgende Reinert auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit, um den sportlichen Erfolg nicht zu gefährden. „Wir sollten alle fair miteinander umgehen. Es zählt einzig und allein das Wohl der Füchse, persönliche Befindlichkeiten dürfen dabei keine Rolle spielen“, betonte Reinert. «Wie in anderen Unternehmen auch gab es unterschiedliche Auffassungen zu betriebswirtschaftlichen Fragen. Diese Dinge sind geklärt. Es ziehen jetzt alle an einem Strang» , versicherte Dietze gestern auf Nachfrage.
(Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau