Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau: Lausitzer Rundschau vom 30.12.04
30.12.2004 | 10:15 Uhr von
Füchse weiter auf Wolke fünf
Weißwasser hat Play-offs im Visier / Trainer Sekera verzichtet auf Neuverpflichtungen

Die Lausitzer Füchse reisen heute mit viel Selbstvertrauen zum Tabellenzehnten SC Bietigheim/Bissingen (20 Uhr). Denn mit dem 3:2-Heimsieg am Dienstag gegen Vizemeister Landshut Cannibals wahrte der Aufsteiger seine guten Chancen auf den Einzug in die Play-off-Runde und schwebt deshalb weiterhin auf Wolke fünf, sprich dem fünften Platz, durch die 2. Liga. Zudem stärkte Trainer Horymir Sekera seinen Spielern noch einmal den Rücken, indem er freiwillig auf Neuverpflichtungen verzichtet.
«Ich sehe keinen Grund, neue Spieler zu verpflichten. Die derzeitige Mannschaft funktioniert hervorragend. Sie hat sich in der 2. Liga sehr gut zurechtgefunden» , lobte Sekera. Er geht damit einen anderen Weg als viele seiner Trainerkollegen. Denn egal ob beim Dienstag-Gegner Lands hut, in Bremerhaven, Weiden oder Bietigheim – überall wird derzeit über eine Nachbesserung des Kaders debattiert und spekuliert. Die einzige Personalie, die im Fuchsbau kurz vor dem Jahreswechsel vermeldet wurde, ist die Vertragsverlängerung von Stürmer Daniel Bartell bis zum Saisonende. Auch auf der Torhüterposition sehen die Verantwortlichen in Weißwasser keinen Handlungsbedarf. Im Gegenteil! «Sebastian Elwing und Ronny Glaser haben unsere Erwartungen bislang absolut erfüllt» , betonte Sekera.
Statt sich den Kopf über Personalfragen zu zerbrechen, darf im Fuchsbau über die Fortsetzung des Höhenfluges gejubelt werden. Denn auch in der Partie gegen Landshut stellte der Aufsteiger vor allem in den ersten beiden Dritteln sein spielerisches Potenzial unter Beweis. Dass die Füchse am Schluss die Rekord-Kulisse von 2750 Zuschauern sowie auch ihren Trainer noch einmal mächtig zittern ließen, nahm Horymir Sekera mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis. «Ich habe heute wieder einige graue Haare mehr bekommen. Aber das gehört zu diesem Job dazu. Wahrscheinlich bin ich am Ende meiner Trainerkarriere ganz weiß auf dem Kopf» , flachste Sekera mit Blick auf die umkämpfte Schlussphase, in der Torhüter Ronny Glaser seiner Mannschaft mit einer bravourösen Leistung die drei Punkte festhielt.
«Die Füchse haben verdient gewonnen, weil sie den knappen Vorsprung über die Zeit gerettet haben. Meine Mannschaft war in der Anfangsphase mit ihren Gedanken offenbar noch im Bus und ist deshalb frühzeitig in Rückstand geraten» , erklärte der Landshuter Trainer Bernie Engelbrecht. Schon nach elf Minuten stand es 3:1 für Weißwasser. Der zweite Gäste-Treffer durch Markus Hundhammer in der 36. Minute verwandelte die Partie dann aber zum offenen Schlagabtausch.
Spätestens beim Blick auf die Tabelle wich jedoch die Anspannung im Lager der Füchse. Denn der Abstand zu Platz neun und damit der Abstiegsrunde wurde wieder auf elf Punkte ausgebaut. Dieser Vorsprung soll auch heute in Bietigheim, das ist das erklärte Ziel der Füchse, nicht schrumpfen. Zumal am Sonntag mit dem Sachsenderby gegen den ETC Crimmitschau bereits das nächste attraktive Heimspiel auf dem Programm steht. Horymir Sekera und seiner Mannschaft winkt dann sogar der Sprung auf Wolke vier oder drei.

VON FRANK NOACK

Quelle: Lausitzer Rundschau
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