Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau: Lausitzer Rundschau 06.01.05
06.01.2005 | 13:08 Uhr von
Vor und hinter der Bande - Spaß am offenen Vollzug
Freiluft-Eishockey im Nieskyer Stadion zwischen Tornados und Lausitzer Füchsen


Das Ergebnis war zweitrangig, der Spaß stand im Vordergrund. 5:1 gewannen die Lausitzer Füchse (derzeit Tabellenfünfter der 2. Bundesliga) gegen den Regionalligisten Tornados Niesky. Knapp 1000 zahlende Zuschauer waren am Ende sichtlich zufrieden.Von Joachim LangnerEs ist wie eine Reise in die Vergangenheit, Eishockey unter freiem Himmel, so Weißwassers Torwartlegende Klaus Hirche. Der kümmerte sich am Dienstag darum, dass seine Nachfolger in den Pausen heißen Tee schlürfen konnten. Doch das Nieskyer Stadion hat trotz des fehlenden Daches hohes Niveau, fuhr er fort. Zu Hirches Zeiten hingen Lampen über der Eisfläche, statt der heute gängigen Flutlichtanlagen. Wenn die Lampen bei Wind schaukelten, hattest du als Torwart ganz schlechte Karten. Auch Markus Kempf vom aktuellen Füchse-Team stimmte in das Loblied auf die Nieskyer Eissportanlage ein. Tolle Stimmung hier, meinte der verletzte Stürmer. Allerdings möchte er Freitag in Bad Tölz wieder mit von der Partie sein.
Vollständig abgemeldet hatte sich auch Weißwassers Gala-Sturm mit Mattias Wickström, Dirk Rohrbach und Martin Sekera. Auch Mats Lindmark, der Verteidiger, versuchte sich diesmal in der Zuschauerrolle, sein Kollege Petr Bares ebenso. Verletzungen und diverse andere Wehwehchen machten deren dienstägliche Auftritte beim offenen Vollzug unmöglich. Dennoch, alle Fans aus beiden Lagern waren sichtlich damit zufrieden, was ihnen die Cracks anboten. Insbesondere die ESW-Kanadier Dorian Anneck und Sean Gagnon genossen offenbar das ungewöhnliche Spiel in ungewohnter Umgebung. Auch auf Nieskyer Spielerseite herrschte eitel Sonnenschein. Marcel Hirsch hatte sich schon vor Wochen auf ein Schlägerkreuzen mit seinem alten Kumpel Stephan Kuhlee gefreut. Beide erlernten - wie viele andere Tornados ebenfalls - das Schlittschuh-Abc im Fuchsbau. Zum aktuellen Nieskyer Aufgebot zählen auch beide Torleute. Ex-Nationalkeeper Thomas Bresagk bewies zuerst seine Klasse, dann durfte Martin Niemz ran. Auf Weißwasseraner Seite teilte sich auch ein Duo in die Kasten-Rolle. Ein Drittel lang machte Sebastian Elwing die Schotten dicht. In der Drittelpause bekam er von Trainer Horymir Sekera schon die Erlaubnis, unter die Dusche gehen zu dürfen. Ronny Glaser brachte den Abend zu Ende.
Leiser SekeraApropos Horymir Sekera. Der hielt sich diesmal mit Anweisungen von der Bande aus auffallend zurück. Ich wollte sehen, wie die Jungs ohne taktische Erklärungen zurecht kommen, klärte er später auf. Ob das Vorhaben erfolgreich war, ließ Sekera sen. offen. Es ist allerdings anzunehmen, dass der Übungsleiter schon am Sonntag im Heimspiel gegen Weiden in gewohnter lauter Art seinen Schäfchen Dampf macht.
Wie die Nieskyer Tornados verlauten ließen, wird der Großteil der Spieleinnahmen auf ein Spendenkonto für die Flutopfer in Südostasien überwiesen. Auch diese Geste nahmen alle Beteiligten im Nieskyer Waldbadstadion mit Applaus zur Kenntnis. (Joachim Langner)

Am Rande
Von Toren, Reisen und Motivationen
Torfolge beim Spiel in Niesky: 0:1 Bartell (10.), 0:2 Kreitl (23.), 0:3 Mücke (30.), 1:3 Michalk (30.), 1:4 Wartenberg (42.), 1:5 Anneck (53.).
Die längste Anreise zum Match am Dienstag im Waldbadstadion hatte Roland Mühle (44) aus Rostock. Der Schiffsbauingenieur ist seit vielen Jahren ein ESW-Fan. Ich hatte beruflich in Görlitz zu tun. Da konnte ich den kleinen Abstecher nach Niesky machen, so Mühle.
Motiviert zeigte sich im Team der Lausitzer Füchse Ales Stribrny. Der 21-jährige Tscheche durfte angesichts der zahlreichen Ausfälle im Team von Anbeginn stürmen.
Glückwünsche vor dem Match gab es für Petr Bares. Der Füchse-Verteidiger feierte seinen 35. Geburtstag. Die nächsten Januar-Geburtstagskinder sind André Mücke (er wird am 27. Januar 22 Lenze) und Kapitän Mattias Wickström tags darauf (32).
Referee Ulf Uhlmann aus Chemnitz hatte einen relativ geruhsamen Abend. Obwohl beide Mannschaften motiviert zur Sache gingen, gab es keine heftigen Rangeleien zwischen Tornados und Lausitzer Füchsen.
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