Füchse stolpern auf der Zielgeraden
Von Michael Schlick und Frank Thümmler
Drei Punkte waren gestern Abend eingeplant, gegen ein Team, das als Tabellenzwölfter 17 Punkte Rückstand auf den achten Tabellenplatz und damit keine realistischen Chancen auf die Playoffs mehr hatte. Aber: Vorsicht war geboten. Zwar hatten die Lausitzer Füchse die beiden ersten Spiele noch im Herbst 2004 knapp gewonnen, beim letzten Aufeinandertreffen in Bad Tölz aber eine deftige 7:1-Klatsche bezogen.
Konzentration von der ersten Sekunde an hieß also die Devise. Die Füchse begannen aber so schlecht, wie wohl in der gesamten Saison noch nicht. Es sah fast nach Arbeitsverweigerung aus! Nichts klappte, Kombinationen waren Mangelware und nur Goalie Sebastian Elwing schien um die Playoff-Teilnahme zu kämpfen. Er rettete zweimal in starker Manier gegen Rod Stevens (2.) und gegen den allein vor ihm auftauchenden Kanadier Jeff Hoad.
Auch Füchse-Verteidiger Sean Gagnon, der in den letzten Wochen stark spielte, bewegte nichts. Vielleicht war er ja in Gedanken noch bei seiner Fahrerlaubnis, die ihm nach dem Crimmitschau-Spiel wegen Alkohol am Steuer entzogen worden war? Erklärungen für die schwache Füchse-Leistung zu finden, dürfte jedenfalls schwer fallen. Die solide spielenden Tölzer Löwen erzielten kurz vor Ende des Auftaktdrittels ihren zweiten Treffer und gingen verdient mit zwei Toren Vorsprung in die Drittelpause.
Wer auf einen Sekera-Kabinendonner und wie ausgewechselt spielende Füchse hoffte, wurde im zweiten Drittel bitter enttäuscht. Das Mitteldrittel war fast ein Spiegelbild des ersten. Die Tölzer Löwen schlugen nach wenigen Sekunden in Überzahl (Martin Sekera saß auf der Strafbank) ein weiters Mal zu. Den Füchse fiel in der Offensive so gut wie nichts ein, die besten Chancen hatten noch Sean Gagnon (28.) und Dirk Rohrbach (31.), die aber an Gästegoalie Patrick Couture scheiterten. Die Lausitzer Füchse blieben damit das siebente Drittel in Folge (!) ohne eigenen Torerfolg. So würde es nichts mit den Playoffs werden, war die einhellige Meinung unter den knapp 2 000 Zuschauern.
Etwas Hoffnung kam dann im Schlussdrittel doch noch einmal auf. Mathias Wikström hatte nach schöner Vorarbeit von Dirk Rohrbach die zweieinhalb Stunden andauernde Torflaute beendet. Aber nur 46 Sekunden nach dem Anschlusstreffer war alles schon wieder vorbei. Nach einer fast peinlichen Unachtsamkeit im neutralen Drittel lief Jeff Hoad allein auf Elwing zu und ließ sich dieses Mal die Chance nicht entgehen.
Nach dem erneuten Anschlusstreffer der Füchse durch Markus Kempf versuchten die Füchse noch einmal, für die Wende zu sorgen, drückten endlich einmal auf das Tölzer Tor. Aber gelingen wollte nichts mehr, auch wenn die Füchse in den letzten zwei Minuten Überzahl hatten und dann auch Goalie Sebastian Elwing vom Eis nahmen. Nach der über fast das gesamte Spiel extrem schwachen Leistung hatten sie sich allerdings auch keinen Punktgewinn verdient.
Nun gilt es, am Sonntag in Weiden unbedingt zu gewinnen. Beim Vorletzten der Tabelle, der sich gestern in Regensburg eine Klatsche abholte, muss das auch möglich sein. Sonst müssen die Füchse um die Playoff-Teilnahme wohl ernsthaft fürchten. Leichter werden die Gegner nicht mehr.
Trainerstimmen:
Horymir Sekera (Lausitzer Füchse): Das Spiel hat für uns gleich miserabel begonnen. Die ersten beiden Tore dürfen nicht passieren. Ich kann mir das auch nicht erklären. Wir sind zwei Drittel überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Nichts hat geklappt. Wir haben im letzten Drittel noch versucht, ins Spiel zu kommen, aber da war es schon zu spät. Wenn du drei so billige Tore kassierst, kannst du einfach nicht gewinnen. Zum Glück haben unsere Konkurrenten für uns gespielt. Wir brauchen immer noch drei Siege aus den letzten sieben Spielen.
Peter Obresa (Tölzer Löwen): Von uns war das von Anfang an ein gutes Spiel. Wir haben Weißwasser nie in Schwung kommen lassen. Alle meine 22 Spieler haben einen guten Job gemacht. Das war ein sehr gutes Auswärtsspiel von uns. Natürlich bin ich sehr zufrieden.
Zum Glück haben unsere Konkurrenten für uns gespielt. Das kann moin anders aussehen. Wird das ne Enge Kiste um Platz 8, obwohl keiner mit den PO gerechnet hat vor der Saison, stehn wir als 9. wie die Idioten da. Also gewinnt!!!!
2 | Matzl | 19.02.2005 @ 12:51
Und unser Möchtegern-Trainer kann sich mal wieder nichts erklären. Siehe oben. Meine Fresse:-(
3 | Keven1987 | 19.02.2005 @ 14:00
usner trainer macht die erste reihe kaputt und läst die anderen zu wenig spielen! wie soll die erste reihe richtig spielen wie am anfang wenn die von 60min spielzeit immer über die hälfte aufm eis stehen das is doch beklopt ey!
4 | Matzl | 19.02.2005 @ 14:31
Wir haben doch die ganze Saison mit 2,5 Reihen gespielt. Brauchten aber keine Verstärkungen. Obwohl sie extern finanziert worden wären.
5 | drummer | 19.02.2005 @ 14:46
Da gibts tatsächlich Leute die beim 2:0 klatschen. Mir wird übel. Und Pfiffe haben eine verunsicherte Mannschaft noch nie aufgebaut. (Soll nicht heißen, dass das Team an der schlechten Leistung nicht selbst schuld war !!!)
6 | Brian | 19.02.2005 @ 15:31
Wenn ich das hier von nvon 2 bis 4 lese wird mir schlecht. Soviel Bullshit.
7 | Matzl | 19.02.2005 @ 18:08
Wenn ich dein Mist lese (6) wird mir noch schlechter. Mach mich nicht an! Ich werde hier meine Meinung sagen und du wirst es nicht verhindern. Wir sind jetzt 16 Jahre weiter!
8 | Brian | 20.02.2005 @ 21:00
Junge Junge sowie du hier schreibst bist du noch nicht mal 16 Jahre alt. Verstärkung siehe Finanzprobleme. 2,5 Reihen noch mal Quatsch. Worauf (Fakten) beziehen sich deine Aussagen. Weiter. Hätten wir verloren weil in einer brenzligen Situation nicht die 1.Reihe sondern eine Schlechtere gespielt hätte. Was wäre dann gewesen? Nur so nebenbei bei uns spielen alle Reihen Unterzahl wie auch Überzahl. So und jetzt nachdenken, nochmal nachdenken. Dann posten. Versuch es du kannst es schaffen.
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Von Michael Schlick und Frank Thümmler
Drei Punkte waren gestern Abend eingeplant, gegen ein Team, das als Tabellenzwölfter 17 Punkte Rückstand auf den achten Tabellenplatz und damit keine realistischen Chancen auf die Playoffs mehr hatte. Aber: Vorsicht war geboten. Zwar hatten die Lausitzer Füchse die beiden ersten Spiele noch im Herbst 2004 knapp gewonnen, beim letzten Aufeinandertreffen in Bad Tölz aber eine deftige 7:1-Klatsche bezogen.
Konzentration von der ersten Sekunde an hieß also die Devise. Die Füchse begannen aber so schlecht, wie wohl in der gesamten Saison noch nicht. Es sah fast nach Arbeitsverweigerung aus! Nichts klappte, Kombinationen waren Mangelware und nur Goalie Sebastian Elwing schien um die Playoff-Teilnahme zu kämpfen. Er rettete zweimal in starker Manier gegen Rod Stevens (2.) und gegen den allein vor ihm auftauchenden Kanadier Jeff Hoad.
Auch Füchse-Verteidiger Sean Gagnon, der in den letzten Wochen stark spielte, bewegte nichts. Vielleicht war er ja in Gedanken noch bei seiner Fahrerlaubnis, die ihm nach dem Crimmitschau-Spiel wegen Alkohol am Steuer entzogen worden war? Erklärungen für die schwache Füchse-Leistung zu finden, dürfte jedenfalls schwer fallen. Die solide spielenden Tölzer Löwen erzielten kurz vor Ende des Auftaktdrittels ihren zweiten Treffer und gingen verdient mit zwei Toren Vorsprung in die Drittelpause.
Wer auf einen Sekera-Kabinendonner und wie ausgewechselt spielende Füchse hoffte, wurde im zweiten Drittel bitter enttäuscht. Das Mitteldrittel war fast ein Spiegelbild des ersten. Die Tölzer Löwen schlugen nach wenigen Sekunden in Überzahl (Martin Sekera saß auf der Strafbank) ein weiters Mal zu. Den Füchse fiel in der Offensive so gut wie nichts ein, die besten Chancen hatten noch Sean Gagnon (28.) und Dirk Rohrbach (31.), die aber an Gästegoalie Patrick Couture scheiterten. Die Lausitzer Füchse blieben damit das siebente Drittel in Folge (!) ohne eigenen Torerfolg. So würde es nichts mit den Playoffs werden, war die einhellige Meinung unter den knapp 2 000 Zuschauern.
Etwas Hoffnung kam dann im Schlussdrittel doch noch einmal auf. Mathias Wikström hatte nach schöner Vorarbeit von Dirk Rohrbach die zweieinhalb Stunden andauernde Torflaute beendet. Aber nur 46 Sekunden nach dem Anschlusstreffer war alles schon wieder vorbei. Nach einer fast peinlichen Unachtsamkeit im neutralen Drittel lief Jeff Hoad allein auf Elwing zu und ließ sich dieses Mal die Chance nicht entgehen.
Nach dem erneuten Anschlusstreffer der Füchse durch Markus Kempf versuchten die Füchse noch einmal, für die Wende zu sorgen, drückten endlich einmal auf das Tölzer Tor. Aber gelingen wollte nichts mehr, auch wenn die Füchse in den letzten zwei Minuten Überzahl hatten und dann auch Goalie Sebastian Elwing vom Eis nahmen. Nach der über fast das gesamte Spiel extrem schwachen Leistung hatten sie sich allerdings auch keinen Punktgewinn verdient.
Nun gilt es, am Sonntag in Weiden unbedingt zu gewinnen. Beim Vorletzten der Tabelle, der sich gestern in Regensburg eine Klatsche abholte, muss das auch möglich sein. Sonst müssen die Füchse um die Playoff-Teilnahme wohl ernsthaft fürchten. Leichter werden die Gegner nicht mehr.
Trainerstimmen:
Horymir Sekera (Lausitzer Füchse): Das Spiel hat für uns gleich miserabel begonnen. Die ersten beiden Tore dürfen nicht passieren. Ich kann mir das auch nicht erklären. Wir sind zwei Drittel überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Nichts hat geklappt. Wir haben im letzten Drittel noch versucht, ins Spiel zu kommen, aber da war es schon zu spät. Wenn du drei so billige Tore kassierst, kannst du einfach nicht gewinnen. Zum Glück haben unsere Konkurrenten für uns gespielt. Wir brauchen immer noch drei Siege aus den letzten sieben Spielen.
Peter Obresa (Tölzer Löwen): Von uns war das von Anfang an ein gutes Spiel. Wir haben Weißwasser nie in Schwung kommen lassen. Alle meine 22 Spieler haben einen guten Job gemacht. Das war ein sehr gutes Auswärtsspiel von uns. Natürlich bin ich sehr zufrieden.
Quelle: Sächsische Zeitung (19.02.05)