Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Nur ein Punkt – jetzt wird´s eng
26.02.2005 | 01:23 Uhr von
Ein Null-Punkte-Wochenende können sich die Lausitzer Füchse nicht leisten, sonst wird es mit den Playoffs noch viel enger. Also hieß es, auch gegen den Spitzenreiter aus Straubing zu Hause zu punkten, bevor es zur schweren Auswärtsaufgabe nach Schwenningen geht.

Die Zuschauer bekamen dann im ersten Drittel attraktives Eishockey geboten – mit Chancenvorteilen für die Füchse. Zwar scheiterte gleich in der ersten Minute Bill Trew allein vor dem cool bleibenden Sebastian Elwing, dann aber hatten Jörg Pohling, Pavel Vait (beide 4.), Markus Kempf (7.), Vadim Kulabuchov, der nach einem schönen Solo durch zwei Mann am Gästegoalie Gegenfurtner scheiterte (8.), genügend Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Die größte eröffnete sich den Füchsen allerdings, als sie ab der elften Minute für 105 Sekunden mit einer 5:3-Überzahl auf dem Eis standen. Daraus machten die Gastgeber aber viel zu wenig, schossen Andreas Gegenfurtner, die eigentliche Nummer zwei im Tor der Gäste (hinter dem Kanadier Mike Bales), so richtig warm. Dann rettete der ebenso starke Sebastian Elwing noch einmal gegen den allein vor ihm auftauchenden Travor Galant. Das 0:0 nach dem ersten Drittel war letztlich gerecht.

Das Mitteldrittel begann so ähnlich, wie das erste aufhörte. Weißwasser hatte die Riesenchance zur Führung. Jörg Pohling musste nach mustergültiger Vorarbeit von Martin Sekera eigentlich das 1:0 machen, vergab aber kläglich (25.). Und auch der bis dahin gefährlichste Fuchs Sean Gagnon scheiterte an Gegenfurtner (30.). Nach einem schwachen Überzahlspiel der Füchse, bei dem die Straubinger Tigers sogar die besseren Chancen hatten, zeigten die Gäste, wie man es richtig macht: Als Sean Gag- non auf der Bank saß, spielten sie die Füchse aus, Bill Trew vollendete aus Nahdistanz zum 0:1. Nur gut 40 Sekunden später das Gleiche noch einmal. Diesmal saß Kulabuchov, Norman Batherson traf zum 0:2. Allen war klar, dass es jetzt gegen den abgebrühten Spitzenreiter ganz schwer werden würde.

Die Füchse kamen aber noch einmal motiviert aus den Kabinen, versuchten gleich Druck zu machen, was ihnen zu Beginn des Schlussdrittels auch gelang. Trotzdem etwas überraschend fiel dann der Anschlusstreffer durch Dorian Anneck, der ein Kempf-Zuspiel verwertete. Jetzt wurden die Füchse deutlich stärker, mussten allerdings eine Schrecksekunde überstehen, als Jan Schinköthe eine hundertprozentige Chance für die Gäste vergab. Robert Bartlick schafft dann mit einem Fernschuss den viel umjubelten Ausgleich, bei dem Gäste-Goalie Gegenfurtner nicht gut aussah. Danach hatten beide Teams noch ihre Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Die größte dabei vergab wohl Jörg Pohling in der 54. Minute.

So ging es in die Verlängerung, aber ein Punkt für die Füchse war doch noch gesichert. In der Verlängerung passierte nur noch wenig. Im Penalty-Schießen trafen im erste Durchgang nur Dorian Anneck (als dritter Schütze) und mit dem letzten Penalty Andreas Lupzig für die Gäste. in der zweiten Runde traf Weißwasser bei drei Versuchen nicht, Trevor Gallant entschied das Spiel für Straubing. Weißwasser ist damit in dieser Saison acht Mal in die Verlängerung gegangen und hat daraus nur einen einzigen Zusatzpunkt geholt!

Trainerstimmen:
Horymir Sekera (Lausitzer Füchse): Mit dem einen Punkt bin ich zufrieden. Straubing steht nicht umsonst an der Tabellenspitze und hat auch ohne den sechs Stammspielern sehr kompakt gewirkt. Sebastian Elwing im Tor war wieder ein starker Rückhalt. Das Penaltyschießen ist dann immer auch eine Glückssache.

Dany Naud (Straubing Tigers): Bei uns haben viele Stammspieler gefehlt. Die, die auf dem Eis standen, haben aber ihre Sache gut gemacht. Unsere Stärke war heute das Über- und Unterzahlspiel. Dass es am Ende 2:2 stand, war trotzdem etwas glücklich, weil Weißwasser im Schlussdrittel stärker geworden ist.
(Von Michael Schlick und Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung (26.02.05)
616 mal gelesen
 
1 | Jörg | 26.02.2005 @ 08:39
So wie ich das Spiel gesehen habe, wäre nach dem 1. Drittel ein 3:1 für uns gerecht gewesen (bei u.a. zwei Pfostentreffern)... Aber für "Gerechtigkeit" gibt es keine Punkte!Nun geht das große Zittern endgültig los!
2 | Blaufuchs 999 | 26.02.2005 @ 10:01
Gerechtigkeit ? Das war Gestern doch kein Benefitz Spiel hier zählen TORE und dann die Punkte . Ein großer Eishocky- Gott hat mal gesagt " Wer 5:3 Überzahl nicht gewinnt kann auch ein Spiel nicht gewinnen" Für die Zuschauer schönes Spiel.
3 | Andi | 26.02.2005 @ 11:27
Na ja, 1 Punkt ist besser als nichts. Nur müssen wir jetzt in Schwenningen mindestens 2 Punkte holen und das wird ne ganz schwere Kiste! Das Spiel war in Ordnung, nur was die Straubinger für eine Hetzjagd auf Martin Sekera gemacht haben, war nicht mehr normal. Da hat der Schiri öfter mal ein Auge zugedrückt. Aber das kennen wir ja schon.
4 | turbotox | 28.02.2005 @ 07:29
Andi, als Schwalbenkönig der Liga (so wird er mittlerweile genannt) muß man halt damit leben.... ;-)
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION