Der Back-up-Goalie zeigt sich fürs Derby am Sonntag gerüstet
Gegenfurtner bewahrt nach Patzer kühlen Kopf und rettet Zusatzpunkt
Straubing gewinnt bei den Lausitzer Füchsen mit 3:2 nach Penaltyschießen
Die Schwarzseher hatten Hochkonjunktur. Straubing ohne sechs Stammspieler (Bales, Elfring, Mann, Dunham, Wilhelm, Seyller) und dann noch mit einem unerfahrenen Back-up-Goalie - das ließ wenig Gutes hoffen gegen ein Team, das mit Macht um einen Platz in den Top acht kämpft. Doch die Pessimisten wurden eines besseren belehrt. Straubing absolvierte mit dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen bei den Lausitzer Füchsen eine erfolgreiche Generalprobe fürs Derby am Sonntag. Und Torhüter Andi Gegenfurtner, der den Zusatzpunkt festhielt, durfte sich über die Ehrung als Straubinger Spieler des Abends freuen. Bemerkenswert war die Nervenstärke des 21-Jährigen, der sich auch von seinem dicken Patzer zum 2:2-Ausgleichstreffer nicht aus der Bahn werfen ließ und in der turbulenten Schlussphase sowie im Penaltyschießen kühlen Kopf bewahrte. Sieben Schützen der Hausherren hatten ihn nicht überwinden können, nur Anneck traf gegen ihn, und weil für Straubing Lupzig und Gallant erfolgreich waren, gingen zwei Punkte an die Gäste, die damit die Tabellenführung auf drei Punkte ausbauen konnten.
Der Schlüssel zum Straubinger Zwei-Punkte-Erfolg lag auch in der Stärke der Special-Teams. In Unterzahl hielten sich die Tiger schadlos und in Überzahl waren sie zweimal - durch Trew und Batherson - erfolgreich.
Nicht gänzlich zufrieden sein konnte
Trainer Dany Naud mit der Abwehrarbeit. Vor allem in der Anfangsphase und gegen Ende der Partie erlaubten die Gäste den Hausherren zuviele Chancen.
Zum Spiel: Dass Gegenfurtner im Blickpunkt des Interesses stehen würden, war schon vor Spielbeginn klar. Dass er aber in den ersten zehn Spielminuten zur Hauptfigur auf dem Eis avancieren würde, hatte er so wohl nicht erwartet. Schuld daran war das nachlässige Abwehrverhalten seiner Vorderleute, die den Weißwasseranern zu viele Freiräume gestatteten. Doch auf den jungen Back-up-Goalie war Verlass. Dass dieser schon nach wenigen Sekunden seine erste Bewährungsprobe bei einem Rohrbach-Schuss bestanden hatte, gab ihm das nötige Selbstvertrauen, um dann gegen Mücke (3.) und Pohling (4.) prächtig abzuwehren. Auch eine Minute später gegen Vait klärte Gegenfurtner - diesmal im Nachfassen. Das Glück des Tüchtigen stand ihm bei, als Kempf nach seinem Alleingang knapp verzog (7.) und Kulabuchov bei seinem Lupfer nur den Pfosten traf. Straubing hatte bis dato nur durch eine Großchance von Trew auf sich aufmerksam gemacht, als der Kanadier nach einem Alleingang an Elwing scheiterte. Erst ab Drittelhälfte fand Straubing besser ins Spiel und vor allem die Defensive mehr und mehr zur gewohnten Stärke zurück. Vor allem bei einer 5:3-Überzahl der Hausherren - die dauerte 1:45 Minuten - verteidigte Straubing äußerst geschickt. Kaum war sein Team wieder komplett, hatte Gallant die Führung auf dem Schläger, doch ES-Goalie Elwing blieb Sieger. Zwei dicke, nahezu identische Chancen prägten den Beginn des Mittelabschnitts. Zunächst hatte Kulzer, als er einen Querpass von Gallant direkt nahm, knapp verzogen, dann rettete auf der Gegenseite Gegenfurtner mit einem klasse Reflex gegen Rohrbach, den Sekera bedient hatte. Gefordert waren die Tiger im Anschluss bei zwei Powerplaysituationen der Gastgeber, doch erneut stemmten sie sich mit Erfolg gegen die Lausitzer Übermacht. Bei etwas mehr Glück wäre sogar der Führungstreffer fällig gewesen, als zunächst der von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrte Borberg nur den Posten traf und wenig später Elwing mit einem herrlichen Reflex eine Breakchance von Trew entschärfte.
Eine Lehrstunde in effektivem Überzahlspiel erteilten dann die Tiger den Füchsen. Nachdem im Spiel fünf gegen vier zunächst Kulzer und dann zweimal Janke gescheitert waren, bugsierte im dritten Nachschuss Trew die Scheibe ins leere Tor zum 0:1 (37.). Nur 42 Sekunden später nutzte Batherson ein neuerliches Powerplay zum 0:2. Hier stand ihm allerdings Fortuna zur Seite, denn nach seinem Schuss prallte der Puck von Elwings Schulter als Bogenlampe ins Hausherrentor.
Die Anfangsphase des Schlussdrittels ließ nicht darauf schließen, dass Straubing in diesem Spiel noch Probleme bekommen könnte. Doch eine Schlafphase der Gästeabwehr brachte Weißwasser wieder zurück. Anneck konnte unbedrängt ins Straubinger Drittel fahren und frei vor Gegenfurtner zum 1:2 (47.) einschießen. Straubing hätte bei einem Break alles klar machen können, doch Schinköthe probierte es selbst anstatt zum mitgelaufenen Trew zu spielen. Dann stand erneut der Gästetorhüter im Blickpunkt. In Unterzahl rettete er mit einem phantastischen Reflex die Führung, die er allerdings kurz darauf bei einem harmlosen Schuss von Bartlick versemmelte. Aus der Fanghand rutschte ihm der Puck ins Netz zum 2:2. Doch dass er seine Nerven mittlerweile im Zaum hat, bewies der junge Goalie in der Folgezeit, als er das Remis bei einer Riesenchance von Rohrbach über die reguläre Spielzeit rettete und dann in der Verlängerung prächtig gegen Kulabuchov parierte. Und im anschließenden Penaltyschießen zog er den Füchsen die Zähne.
Gegenfurtner bewahrt nach Patzer kühlen Kopf und rettet Zusatzpunkt
Straubing gewinnt bei den Lausitzer Füchsen mit 3:2 nach Penaltyschießen
Die Schwarzseher hatten Hochkonjunktur. Straubing ohne sechs Stammspieler (Bales, Elfring, Mann, Dunham, Wilhelm, Seyller) und dann noch mit einem unerfahrenen Back-up-Goalie - das ließ wenig Gutes hoffen gegen ein Team, das mit Macht um einen Platz in den Top acht kämpft. Doch die Pessimisten wurden eines besseren belehrt. Straubing absolvierte mit dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen bei den Lausitzer Füchsen eine erfolgreiche Generalprobe fürs Derby am Sonntag. Und Torhüter Andi Gegenfurtner, der den Zusatzpunkt festhielt, durfte sich über die Ehrung als Straubinger Spieler des Abends freuen.
Bemerkenswert war die Nervenstärke des 21-Jährigen, der sich auch von seinem dicken Patzer zum 2:2-Ausgleichstreffer nicht aus der Bahn werfen ließ und in der turbulenten Schlussphase sowie im Penaltyschießen kühlen Kopf bewahrte. Sieben Schützen der Hausherren hatten ihn nicht überwinden können, nur Anneck traf gegen ihn, und weil für Straubing Lupzig und Gallant erfolgreich waren, gingen zwei Punkte an die Gäste, die damit die Tabellenführung auf drei Punkte ausbauen konnten.
Der Schlüssel zum Straubinger Zwei-Punkte-Erfolg lag auch in der Stärke der Special-Teams. In Unterzahl hielten sich die Tiger schadlos und in Überzahl waren sie zweimal - durch Trew und Batherson - erfolgreich.
Nicht gänzlich zufrieden sein konnte
Trainer Dany Naud mit der Abwehrarbeit. Vor allem in der Anfangsphase und gegen Ende der Partie erlaubten die Gäste den Hausherren zuviele Chancen.
Zum Spiel: Dass Gegenfurtner im Blickpunkt des Interesses stehen würden, war schon vor Spielbeginn klar. Dass er aber in den ersten zehn Spielminuten zur Hauptfigur auf dem Eis avancieren würde, hatte er so wohl nicht erwartet. Schuld daran war das nachlässige Abwehrverhalten seiner Vorderleute, die den Weißwasseranern zu viele Freiräume gestatteten. Doch auf den jungen Back-up-Goalie war Verlass. Dass dieser schon nach wenigen Sekunden seine erste Bewährungsprobe bei einem Rohrbach-Schuss bestanden hatte, gab ihm das nötige Selbstvertrauen, um dann gegen Mücke (3.) und Pohling (4.) prächtig abzuwehren. Auch eine Minute später gegen Vait klärte Gegenfurtner - diesmal im Nachfassen. Das Glück des Tüchtigen stand ihm bei, als Kempf nach seinem Alleingang knapp verzog (7.) und Kulabuchov bei seinem Lupfer nur den Pfosten traf. Straubing hatte bis dato nur durch eine Großchance von Trew auf sich aufmerksam gemacht, als der Kanadier nach einem Alleingang an Elwing scheiterte. Erst ab Drittelhälfte fand Straubing besser ins Spiel und vor allem die Defensive mehr und mehr zur gewohnten Stärke zurück. Vor allem bei einer 5:3-Überzahl der Hausherren - die dauerte 1:45 Minuten - verteidigte Straubing äußerst geschickt. Kaum war sein Team wieder komplett, hatte Gallant die Führung auf dem Schläger, doch ES-Goalie Elwing blieb Sieger. Zwei dicke, nahezu identische Chancen prägten den Beginn des Mittelabschnitts. Zunächst hatte Kulzer, als er einen Querpass von Gallant direkt nahm, knapp verzogen, dann rettete auf der Gegenseite Gegenfurtner mit einem klasse Reflex gegen Rohrbach, den Sekera bedient hatte. Gefordert waren die Tiger im Anschluss bei zwei Powerplaysituationen der Gastgeber, doch erneut stemmten sie sich mit Erfolg gegen die Lausitzer Übermacht. Bei etwas mehr Glück wäre sogar der Führungstreffer fällig gewesen, als zunächst der von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrte Borberg nur den Posten traf und wenig später Elwing mit einem herrlichen Reflex eine Breakchance von Trew entschärfte.
Eine Lehrstunde in effektivem Überzahlspiel erteilten dann die Tiger den Füchsen. Nachdem im Spiel fünf gegen vier zunächst Kulzer und dann zweimal Janke gescheitert waren, bugsierte im dritten Nachschuss Trew die Scheibe ins leere Tor zum 0:1 (37.). Nur 42 Sekunden später nutzte Batherson ein neuerliches Powerplay zum 0:2. Hier stand ihm allerdings Fortuna zur Seite, denn nach seinem Schuss prallte der Puck von Elwings Schulter als Bogenlampe ins Hausherrentor.
Die Anfangsphase des Schlussdrittels ließ nicht darauf schließen, dass Straubing in diesem Spiel noch Probleme bekommen könnte. Doch eine Schlafphase der Gästeabwehr brachte Weißwasser wieder zurück. Anneck konnte unbedrängt ins Straubinger Drittel fahren und frei vor Gegenfurtner zum 1:2 (47.) einschießen. Straubing hätte bei einem Break alles klar machen können, doch Schinköthe probierte es selbst anstatt zum mitgelaufenen Trew zu spielen. Dann stand erneut der Gästetorhüter im Blickpunkt. In Unterzahl rettete er mit einem phantastischen Reflex die Führung, die er allerdings kurz darauf bei einem harmlosen Schuss von Bartlick versemmelte. Aus der Fanghand rutschte ihm der Puck ins Netz zum 2:2. Doch dass er seine Nerven mittlerweile im Zaum hat, bewies der junge Goalie in der Folgezeit, als er das Remis bei einer Riesenchance von Rohrbach über die reguläre Spielzeit rettete und dann in der Verlängerung prächtig gegen Kulabuchov parierte. Und im anschließenden Penaltyschießen zog er den Füchsen die Zähne.
Lausitzer Füchse: Elwing - Gagnon, Bartlick; Wartenberg, Freymark; Bares, Vait - Rohrbach, Wikström, Sekera; Kempf, Kreitl, Pohling; Anneck, Mücke, Kulabuchov;
Straubing Tigers: Gegenfurtner - Lehner, Borberg; Fallscheer, Schönmoser; Schinköthe, Janke - Lupzig, Batherson, Hede; Kulzer, Gallant, Trew; Endraß, Koslow, Lavallee;
Tore: 0:1 (36:55) Trew (Janke, Kulzer) 5-4, 0:2 (37:37) Batherson (Lupzig, Lehner) 5-4, 1:2 (46:48) Anneck (Kempf), 2:2 (50:34) Bartlick; Penaltyschießen: Gallant für Straubing;
Strafminuten: Weißwasser 8 - Straubing 10;
Schiedsrichter: Kleiner;
Zuschauer: 1900.
Quelle: Straubinger Tagblatt (26.02.05)