Am Freitagabend gewannen die Lausitzer Füchse beim Tabellendritten, dem EV Regensburg mit 3:2 (1:0,0:2,1:1). In einer hart umkämpften und sehr spannenden Partie gingen die Spieler aus der Lausitzer Füchse bis an ihre Leistungsgrenzen. Besondere Akzente konnte dabei gestern die zweite Reihe setzen, im positiven wie im negativen Sinne. „Haudraufinix“ Sean Gagnon übernahm dabei leider wieder einmal den unrühmlichen Part des Prügelknaben. In der 23. Minute schlug er dem Regensburger Mark Woolf den Stock auf die Hand, und zwar so gründlich, dass bei Woolf später im Krankenhaus ein Fingerbruch diagnostiziert wurde. Die logische und folgerichtige Konsequenz: 5min + Spieldauer. Woolf hatte zwar zuvor mit Elle „angebandelt“, aber das rechtfertigt das Verhalten Gagnons nicht unbedingt, wobei wir wohl davon ausgehen dürfen, dass der „Dicke“ den Stockschlag nicht mit dem Vorsatz ausgeführt hat, dem Woolf den Finger zu brechen. Damit fehlt Gagnon am Sonntag wieder einmal gegen Duisburg.
Dennoch sahen die 3468 Zuschaue, darunter ca 200 Dynamo-Fans in der Donauarena von Beginn an ein schönes Spiel. Die Füchse begannen sehr druckvoll und prüften den Regensburg-Goalie Marc Cavallin in der Anfangsphase mehrfach. Während des gesamten ersten Drittels erkämpften sich die Füchse immer wieder gute Chancen, Cavallin blieb dabei meist der Sieger und hatte dabei auch mehrfach das Glück auf seiner Seite. Umso größer dann der Schock bei den Füchse-Anhängern als zehn Sekunden vor der ersten Drittelsirene Erwin Masek den Führungstreffer für die Eisbären machte. Mats Lindmark hatte sich Masek nicht konsequent genug entgegen gestellt und Elle den Puck im Kasten. Ein blödes Tor zu einem blöden Zeitpunkt.
Auch nach der Drittelpause spielten die Füchse couragiert weiter, bis das der „Dicke“ eben dem Woolf eins auf die Finger geklopft hat und der Finger nun kaputt ist und „Gags“ wieder mal ein Spiel gesperrt ist, unsinniger Weise.
Da Thiede auch schon auf der Bank saß, spielten die Füchse erstmal in 5:3-Unterzahl, dann 5:4 und das fünf Minuten lang. Aber das muss man den Jungs lassen, die haben sich so ins Zeug gehauen, dass Regensburg wirklich in den fünf Minuten nicht viel Luft hatte, was Gescheites auf Elles Tor abzugeben. Und wenn sich der Puck dann doch noch Richtung Füchse-Tor verirrte, hatte Elle keine Mühe, bis….ja bis zur 26. Minute. Da lag Elle nach einer Parade irgendwo einen Meter links vor dem Tor und im Gewühle war der Puck einfach nicht unter Kontrolle zu bringen. In der Not warf sich dann ein Füchse-Spieler (ich wage mal zu sagen, dass es Wikki war) vor das eigene Tor und fischte den Puck im letzten Moment mit der Hand von der Linie. Dem folgte regelgerecht ein Penalty gegen Weißwasser. Masek trat gegen Elle an und vergab. Die Füchse überlebten auch die letzten zwei Minuten der Unterzahl ganz bravourös. Die Füchse drängten dann weiter auf den Ausgleich und ausgerechnet dem „Pechvogel“ der letzten Wochen, Michael Kreitl gelang in der 30. min auf Vorlage von Pohling und Kempf der Ausgleichtreffer. Und das beflügelte die Füchse und so folgte völlig verdient in der 37. min der Führungstreffer für die Füchse. André Mücke war der Torschütze und machte nach einem herrlichen Solo seinen sechsten Saisontreffer. Und wenn es einen Preis für die schönsten Tore geben würde, müsste der wohl in diesem Jahr an Mücke gehen.
Die Füchse brachten ihre Führung dann auch bis in die zweite Drittelpause.
Regensburg kam nach der Pause wieder couragierter auf das Eis und kam in der 49. min nicht unverdient nach einer kleinen Unaufmerksamkeit von Elle zum Ausgleich durch Jason Miller. Nur noch zehn Minuten zu spielen und man sah bei den Füchsen die Kräfte schwinden. Die Eisbären hatten von ihrem Häuptling Erich Kühnhackl offensichtlich die nötige Motivation fürs letzte Drittel mit auf den Weg bekommen. Die Füchse wollten sich aber auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen und kämpften verbissen um die möglichen Punkte. Jeder, aber wirklich jeder einzelne rannte sich die Lunge aus dem Hals, keiner spielte für sich selbst, sondern jeder für jeden und alle für einen. In der letzten Spielminute zitterten die Fans das Ende herbei um wenigstens die ein oder zwei Punkte aus Verlängerung oder Penalty mit nach Hause zu nehmen. Und Marcel Linke machts dann doch noch, das Siegtor. 32 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Hammerschuss. Grenzenloser Jubel und die ein oder andere Freudenträne bei den Füchse-Fans. Die Füchse spielten ihre Führung die letzten Sekunden noch brav herunter, um sich anschließend ausgiebig gegenseitig und mit ihren Fans zu feiern. Ein ganz wichtiger Sieg für die Playoffs und wohl verdienter Lohn nach einem spannenden und sehenswerten Spiel. Und die drei Punkte sind außerdem ein wunderbares und wohltuendes Mittel gegen bayrische Hochnäsigkeit. Was anderes fällt mir zum Verhalten von Kühnhackl gegenüber unserer Mannschaft nicht ein, vielleicht bekommen wir noch raus, was der Coach dem Schiri zwischendurch immer so zu flüstern hatte.
Dem Referee von gestern wurden gelegentlich auch nette Worte hinterher gerufen, letztlich waren seine wichtigsten Entscheidungen (Spieldauer Gagnon und Penalty) den Regeln entsprechend. Zwischendurch hätte er sicherlich das ein oder andere pfeifen oder nicht pfeifen können, aber insgesamt haben wir wohl da in Regensburg schon wesentlich Schlimmeres gesehen.
1 | FuchsFranzi | 05.03.2005 @ 14:51
haben mein glückwünsche wiedereinmal glück gebracht :P
2 | cat | 05.03.2005 @ 15:44
mann, mann ich habe heut ne Stimme wie ein Reibeisen, tolle Stimmung gestern. Verdienter Sieg, da die Moral wieder mal 100%-ig gestimmt hat. Was Kühnhackl angeht, kotzt der bestimmt ab, das er gestern sein Geld nicht losgeworden ist , die Lusche.
mfG cat
3 | gizmo | 05.03.2005 @ 16:05
Mit der stimme geht es mir nich anders .Und zu Kühnhackl kann man nur noch sagen "Nicht genug gezahlt was ".
4 | kojoti | 05.03.2005 @ 17:26
Sollten wir aus unerfindlichen Gründen in den POs doch noch mal mit den Eisbären zusammentreffen, brennt garantiert der Wald. Aber immerhin wurde unser Trainer noch nich zu Lebzeiten zum unattraktivsten EH-Spieler Deutschlands gewählt.
5 | HeavensDJ | 06.03.2005 @ 00:40
hier de rlink zu diesem spiel!
und nebenbei sollte man mal die Krassen einträge im esbg forum gelesen -
6 | HeavensDJ | 06.03.2005 @ 00:40
haben
7 | Drahtknecht | 06.03.2005 @ 14:41
schöner Beitrag Kojoti und super Sieg. alle achtung füchse-damit habe ich nicht gerechnet
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Dennoch sahen die 3468 Zuschaue, darunter ca 200 Dynamo-Fans in der Donauarena von Beginn an ein schönes Spiel. Die Füchse begannen sehr druckvoll und prüften den Regensburg-Goalie Marc Cavallin in der Anfangsphase mehrfach. Während des gesamten ersten Drittels erkämpften sich die Füchse immer wieder gute Chancen, Cavallin blieb dabei meist der Sieger und hatte dabei auch mehrfach das Glück auf seiner Seite. Umso größer dann der Schock bei den Füchse-Anhängern als zehn Sekunden vor der ersten Drittelsirene Erwin Masek den Führungstreffer für die Eisbären machte. Mats Lindmark hatte sich Masek nicht konsequent genug entgegen gestellt und Elle den Puck im Kasten. Ein blödes Tor zu einem blöden Zeitpunkt.
Auch nach der Drittelpause spielten die Füchse couragiert weiter, bis das der „Dicke“ eben dem Woolf eins auf die Finger geklopft hat und der Finger nun kaputt ist und „Gags“ wieder mal ein Spiel gesperrt ist, unsinniger Weise.
Da Thiede auch schon auf der Bank saß, spielten die Füchse erstmal in 5:3-Unterzahl, dann 5:4 und das fünf Minuten lang. Aber das muss man den Jungs lassen, die haben sich so ins Zeug gehauen, dass Regensburg wirklich in den fünf Minuten nicht viel Luft hatte, was Gescheites auf Elles Tor abzugeben. Und wenn sich der Puck dann doch noch Richtung Füchse-Tor verirrte, hatte Elle keine Mühe, bis….ja bis zur 26. Minute. Da lag Elle nach einer Parade irgendwo einen Meter links vor dem Tor und im Gewühle war der Puck einfach nicht unter Kontrolle zu bringen. In der Not warf sich dann ein Füchse-Spieler (ich wage mal zu sagen, dass es Wikki war) vor das eigene Tor und fischte den Puck im letzten Moment mit der Hand von der Linie. Dem folgte regelgerecht ein Penalty gegen Weißwasser. Masek trat gegen Elle an und vergab. Die Füchse überlebten auch die letzten zwei Minuten der Unterzahl ganz bravourös. Die Füchse drängten dann weiter auf den Ausgleich und ausgerechnet dem „Pechvogel“ der letzten Wochen, Michael Kreitl gelang in der 30. min auf Vorlage von Pohling und Kempf der Ausgleichtreffer. Und das beflügelte die Füchse und so folgte völlig verdient in der 37. min der Führungstreffer für die Füchse. André Mücke war der Torschütze und machte nach einem herrlichen Solo seinen sechsten Saisontreffer. Und wenn es einen Preis für die schönsten Tore geben würde, müsste der wohl in diesem Jahr an Mücke gehen.
Die Füchse brachten ihre Führung dann auch bis in die zweite Drittelpause.
Regensburg kam nach der Pause wieder couragierter auf das Eis und kam in der 49. min nicht unverdient nach einer kleinen Unaufmerksamkeit von Elle zum Ausgleich durch Jason Miller. Nur noch zehn Minuten zu spielen und man sah bei den Füchsen die Kräfte schwinden. Die Eisbären hatten von ihrem Häuptling Erich Kühnhackl offensichtlich die nötige Motivation fürs letzte Drittel mit auf den Weg bekommen. Die Füchse wollten sich aber auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen und kämpften verbissen um die möglichen Punkte. Jeder, aber wirklich jeder einzelne rannte sich die Lunge aus dem Hals, keiner spielte für sich selbst, sondern jeder für jeden und alle für einen. In der letzten Spielminute zitterten die Fans das Ende herbei um wenigstens die ein oder zwei Punkte aus Verlängerung oder Penalty mit nach Hause zu nehmen. Und Marcel Linke machts dann doch noch, das Siegtor. 32 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Hammerschuss. Grenzenloser Jubel und die ein oder andere Freudenträne bei den Füchse-Fans. Die Füchse spielten ihre Führung die letzten Sekunden noch brav herunter, um sich anschließend ausgiebig gegenseitig und mit ihren Fans zu feiern. Ein ganz wichtiger Sieg für die Playoffs und wohl verdienter Lohn nach einem spannenden und sehenswerten Spiel. Und die drei Punkte sind außerdem ein wunderbares und wohltuendes Mittel gegen bayrische Hochnäsigkeit. Was anderes fällt mir zum Verhalten von Kühnhackl gegenüber unserer Mannschaft nicht ein, vielleicht bekommen wir noch raus, was der Coach dem Schiri zwischendurch immer so zu flüstern hatte.
Dem Referee von gestern wurden gelegentlich auch nette Worte hinterher gerufen, letztlich waren seine wichtigsten Entscheidungen (Spieldauer Gagnon und Penalty) den Regeln entsprechend. Zwischendurch hätte er sicherlich das ein oder andere pfeifen oder nicht pfeifen können, aber insgesamt haben wir wohl da in Regensburg schon wesentlich Schlimmeres gesehen.