Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Die "Griechen des Eishockeys"
08.03.2005 | 11:49 Uhr von
"Vielleicht schaffen wir es, die Griechen des Eishockeys zu werden", hatte Weißwassers Manager Klaus Dietze in Anspielung auf den überraschenden EM-Gewinn der Fußballer aus Hellas vor der Eishockey-Zweitligasaison orakelt. Inzwischen sind die Füchse auf guten "griechischen Pfaden", sprich: Auf dem Weg in die Playoffs. Dietze feierte am Sonnabend seinen 61. Geburtstag und wurde reichlich beschenkt. Erst gab es vorab drei Siegpunkte aus Regensburg (3:2). Nachträglich folgte der nächste Dreier mit einem überragenden 7:1-Erfolg über den EV Duisburg. Um die Play-offs auch theoretisch zu sichern, müssen die Füchse (momentan Siebter mit vier Punkten Vorsprung auf den Neunten Bietigheim) noch einmal drei Zähler einfahren. Das soll nun am Freitag im Heimspiel gegen Kaufbeuren gelingen. Der Stadion-Diskjockey sucht bereits die passende Musik heraus: "Griechischer Wein..." Dabei schienen die Lausitzer nach zuvor sechs Niederlagen in den letzten sieben Spielen mit ihrem "Griechisch" am Ende. Ausgerechnet in den schweren Duellen mit dem Dritten EV Regensburg und dem Zweiten EV Duisburg kamen die Füchse zurück wie "Phönix aus der Asche". Freilich war der Sieg bei den Eisbären glücklich. Zunächst überstanden die Ostsachsen ein fünfminütiges Überzahlspiel nach der Spieldauerdisziplinarstrafe für Sean Gagnon (Stockschlag mit Verletzungsfolge) ebenso unbeschadet,wie einen Penalty von Ervin Masek. Mit unbändigem Kampfgeist zerstörte der EHC die Angriffsbemühungen der Gastgeber und erspielte sich selbst gute Möglichkeiten. Die Entscheidung besorgte Marcel Linke 32 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem fulminanten Schlagschuss in den rechten Winkel.


Mit dem neuen Selbstbewusstsein überrannten die Weißwasseraner am Sonntag den EV Duisburg, der nur nach dem 1:2-Anschlusstreffer in der 24. Minute an einem Punktgewinn schnuppern konnte. Rohrbachs Tor zum 3:1 - nur drei Minuten später - ließ alle Dämme brechen. Mit "Zauber"-Eishockey zerlegten die Lausitzer Füchse ihre tierischen Namensvetter nach Belieben. "Weißwasser hat überragend gespielt und war heute in allen Belangen besser", gab Duisburgs Trainer Didi Hegen unumwunden zu. EHC-Coach Horymir Sekera sah sich in seiner Auffassung bestätigt, dass die zuletzt erfolgloseren Zeiten kein Problem körperlichen Abbaus, sondern des Kopfes waren: "Vielleicht glaubten einige schon, die Playoffs seien sicher. Mit dieser Einstellung gewinnt es sich schwer."


Nun aber haben die "Griechen des Eishockeys" das Abstiegsgespenst fast sicher gebannt. Der Fuchs, das EHC-Maskottchen, schlittert vor den Spielen inzwischen mit griechischer Fahne übers Eis.

Quelle: DNN-online
749 mal gelesen
 
1 | Jörg | 08.03.2005 @ 12:50
Als Feiertrunk gibt's angeblich Ouzo...
2 | SvenSchimanski | 08.03.2005 @ 13:04
Taube aufn Dach? Spatz in der Hand? Oder doch umgekehrt? keine Ahnung aber im Moment haben wir noch nichts - sind aber soooo nah dran! Hoffe es kommt nicht zum Endspiel in Essen.
3 | Partisan | 08.03.2005 @ 13:24
nichts ist spannender als eine saison mit dem esw...
4 | netti2207 | 08.03.2005 @ 13:40
Wollen wir hoffen, dass alles gut wird. Noch sind wir nicht drin und gegen die "schwächeren" Mannschaften wie Kaufbeuren sind sicherlich Punkte drin - aber wir haben´s auch schon vergeigt gerade gegen die im unteren Tabellenbereich. Hoffe nur, dass es Freitag entschieden wird und nicht erst Sonntag in Essen! Also: Auf gehts Füchse auf gehts!
5 | Keven1987 | 08.03.2005 @ 15:25
wird schon werden :)
6 | Kasatonov | 09.03.2005 @ 09:59
Erfolg hin, Erfolg her - wenn mich jemand als Fussballer mit der griechischen Nationalmannschaft vergleichen wuerde - wuerde ich das als Schimpfwort empfinden. Zwischen den Zeilen gesagt: na du Antifussballer! Ich denke nicht, dass die Mannschaft des ESW eine Antieishockeymannschaft ist. Der Vergleich ist eher peinlich.
7 | Andi | 09.03.2005 @ 14:58
Es geht doch bei dem Vergleich nicht um die Art des spielens, sondern um den beiderseits vorhandenen sensationellen Erfolg.
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