Weitere Personalentscheidungen bei den Lausitzer Füchsen für Dienstag angekündigt
Bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser zeichnet sich die nächste spektakuläre Personalentscheidung ab. Nach dem Rücktritt von Ludwig Thomaschk als Präsident des Gesamtvereins verdichten sich die Anzeichen dafür, dass auch Klaus Dietze den Fuchsbau verlassen muss. Der Manager des Zweitliga-Profiteams ist durch die Ereignisse der letzten Tage schwer unter Druck geraten. In der nächsten Woche sollen weitere Personalentscheidungen bekannt gegeben werden. Fakt ist: Der Countdown läuft! Nur über das Ergebnis schweigen sich die handelnden Personen – zumindest öffentlich – noch aus. Klaus Dietze bestätigte der RUNDSCHAU lediglich, dass am Dienstag die Gesellschafter der Profi-Spielbetriebs-GmbH zu einer wahrscheinlich weg- weisenden Beratung zusammenkommen werden. Die dort getroffenen personellen Entscheidungen sollen anschließend auch öffentlich bekannt gegeben werden. Steht Dietze also vor dem Rückzug« Um die Schlammschlacht um seine Person zu beenden und den Weg für einen kompletten Neuanfang frei zu machen» «Dazu gebe ich keinen Kommentar ab» , erklärte der Manager gestern auf Nachfrage und bat um Ver ständnis für seine Haltung: «Ich werde mich erst in der nächsten Woche zu meiner Zukunft äußern.
Schwere Vorwürfe
In jedem Fall entzünden sich an seiner Person gleich mehrere Streitfälle. Der am Mittwoch zurückgetretene Ludwig Thomaschk sieht in Dietze den Hauptverantwortlichen für das gestörte Verhältnis zwischen dem Gesamtverein ES Weißwasser und der ausgegliederten Profi- Abteilung. Er wirft in einem Medienbericht Dietze sogar «kriminelle Energie» vor, mit welcher der Manager eigentlich dem Nachwuchs zustehende Gelder in Höhe von 21 000 Euro für den Haushalt des Profiteams verwendet haben soll. Dietze wies diesen schweren Vorwurf gestern gegenüber der RUNDSCHAU zurück. Auf eine juristische Aufarbeitung wolle er trotz der offenkundigen Rufschädigung in der Öffentlichkeit jedoch verzichten. «Ich möchte keine Schlammschlacht. Denn der Leidtragende wäre der Eissport in Weißwasser. Und das haben vor allem die Sponsoren und auch die treuen Fans nicht verdient.» Trotzdem ist das Verhältnis zwischen den beiden einstigen starken Männern im Verein nachhaltig beschädigt. Es gäbe, so Dietze, «kein Verhältnis mehr zu Herrn Thomaschk» .
Für heftige interne Diskussionen im Fuchsbau sorgten Thomaschk und Dietze auch durch ihre umstrittene Unterschrift unter den Vorvertrag mit dem Bauunternehmer Walter Hellmich, der in Weißwasser für 18 Millionen Euro eine neue Multifunktionsarena errichten will (die RUNDSCHAU berichtete). Dieser Vertrag war angeblich weder mit den ESW-Vorstandsmitgliedern noch mit den Gesellschaftern der Profiabteilung ausreichend abgestimmt. Erst als Dietze zum Leidwesen von Thomaschk eine zusätzliche Unterschrift unter den von Hellmich vorgelegten Ergänzungsvertrag verweigerte, wurden weitere Entscheidungsträger mit einbezogen und das Vertragswerk von unabhängigen Rechtsanwälten geprüft.
Hallenprojekt gestoppt
In der Zwischenzeit hatte die Unternehmensgruppe Hellmich die Planungen für den Hallenneubau allerdings bereits kräftig vorangetrieben. Um mögliche Schäden abzuwenden, ist das Projekt inzwischen durch die Füchse gestoppt worden. Beide Seiten haben sich Bedenkzeit erbeten. «Aus meiner Sicht ist das Projekt noch nicht gescheitert. Wir müssen uns jetzt schnell einen Gesamtüberblick verschaffen und werden uns dann positionieren» , betonte Füchse-Geschäftsführer René Reinert.
Der Logistik-Unternehmer hat sich in den vergangenen Tagen auffällig oft in das eigentlich von Manager Dietze verwaltete Tagesgeschäft eingeschaltet. Ein Indiz für mögliche personelle Änderungen? Auch Reinert verweist auf die nächste Woche: «Dann werden wir unsere Entscheidungen bekanntgeben.»
Ich hoffe, daß nächste Woche nun endlich Klartext geredet wird. Diese Geschichte schadet nur dem ganzen Verein und die sehr gute Saison wird daurch nur zerstört. Man sollte sich auch mal darauf konzentrieren eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Spielzeit zusammenzustellen.
2 | Bernd Schmidt | 23.04.2005 @ 13:59
ja!
3 | kleiner | 23.04.2005 @ 20:08
Hey, langsam bekomme ich es mit der Angst zutun!!! Es hört sich so an als unser Vorstand darüber nachdenkt ob nächstes Jahr überhaupt Eishockey gespielt wird in Weißwasser!!! Was soll das nur werden ohne Eishockey??? Langsam macht es auch keinen Spaß das mehr, jedes Jahr kommt was neues!!! Oder seht ihr das anders??? Die können doch gleich sagen der Doc tritt zurück und dann endlich klar Text reden!!! Das hält doch keiner aus!!! Die sollen endlich mal an uns Fans denken und die Wahrheit sagen!!
4 | Klaus | 23.04.2005 @ 20:27
Nein, ich sehe es auch nicht anders. Die Gefahr, dass es nächstes Jahr kein Eishockey in der 2.BL gibt ist nicht gering. Es wäre schon bitter wenn Crimmitschau am grünen Tisch den Platz des ESW einnehmen würde.
5 | Mozart | 23.04.2005 @ 20:37
Erstmal würde Hannover den Platz einnehmen. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Jetzt heißt es Kräfte und Ideen bündeln und kämpfen!
Ciao Mozart!
6 | turbotox | 23.04.2005 @ 20:46
Keine Angst meine Herren die Lösung ist ganz einfach, es gibt Eis, die Blue Trucks wollen schließlich auch spielen stimmt's RR ;-) „Ich habe eine Diät gemacht und fettem Essen und Alkohol abgeschworen - in zwei Wochen verlor ich 14 Tage.“ In diesem Sinne!
7 | spreefurther | 23.04.2005 @ 20:54
in 2 wochen verlor ich 14tage he?
8 | turbotox | 23.04.2005 @ 21:18
Aber spreefurther, so schwer ist des Rätsels Lösung nicht..... „Wir lieben die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - falls sie das gleiche denken wie wir.“ In diesem Sinne. Sport Frei!
9 | eis-fuchsi | 24.04.2005 @ 16:49
Reinert als Nachfolger?!?! Also bitteschön, er hat ja mitm "elog24" auch nich grad die bessere Erfahrungen als Dietze gemacht ;-) ..wen ich für kompetent (und reich!) halte ist der Herr Nadebor ... oder hat da jemand mehr Ahnung :-)
10 | speedster | 24.04.2005 @ 16:56
Namen sind das eine, aber es muss auch etwas an der Arbeits- und Denkweise geändert werden. Da halte ich beispielsweise einen Gesellschafter der Profi-GmbH für unpassend, denn diese hätten schon lange die Möglichkeit gehabt, korrigierend einzugreifen - haben dies aber bisher unterlassen...
11 | turbotox | 24.04.2005 @ 18:05
9) „Ich bin nicht sexistisch, ich sage nur, daß Frauen keine Ahnung von allem haben !“ :-) elog24 war letztendlich Mühl AG dazu nur so viel.... und BN ist dicke Tinte mit dem Doc. Da hätte ich wenn der Doc gehen muß eher Bedenken, daß Nadebor sich in Zukunft mehr um die Fußballer von Rot/Weiß sowie um Handball kümmert als um die Füchse...10) Damit fängt glaub ich RR ja nun gerade an, was ja bei Dietze seinem Führungsstiel nicht so einfach war ;-) Also insgesamt ne heiße Kiste was da kommt...
12 | kojoti | 24.04.2005 @ 20:21
Das mit der dicken Tinte is auch nur bedingt richtig und BN bleibt dem Eissport in gewohnter Form erhalten. Und wer BN kennt, der weiß, das jener welcher sich aus Personalentscheidungen (auch Spieler) freiwillig raus gehalten hat und einen Teufel tun wird das Zepter in die Hand zu nehmen.
13 | Drahtknecht | 24.04.2005 @ 21:41
Welcome Füchse in Aachen oder Eschweiler, oder wer weiss wo-hatte ich schon vor langer, langer Zeit erwähnt. Schade um Weißwasser und der Tradition wegen, aber wenn man nicht will-will man in WSW nicht.
14 | Kiesi71 | 25.04.2005 @ 09:45
ich bin der meinung der verein sollte die chance zum neuanfang endlich nutzen, der hätte schon vor jahren erfolgen müssen
in meinen augen wäre reinert der richtige mann, ein knallharter geschäftsmann
15 | Klaus | 25.04.2005 @ 10:19
Warum sollte ein "knallharter" (was auch immer darunter zu verstehen ist) Geschäftsmann sich in solch ein Abenteuer stürzen??? Um als Geschäftsmann noch mehr zu verdienen? Oder um sich als Person zu zeigen? Neuanfang??? Ich sehe wenig Chancen.
16 | Klaus | 25.04.2005 @ 10:22
Wie sieht denn der Vertrag zwischen Dr. Dietze und der GmbH aus? Was ist mit evtl. Folgeprovisionen aus zukünftigen Sponsorengeldern, die Dietze als Manager besorgt hat? Ich denke mal, so einfach wird das alles nicht.
17 | Blaufuchs 999 | 25.04.2005 @ 11:15
Leute ruhe bewahren nichts genaues weiß man nicht,was sagt denn das Auge dazu?
18 | turbotox | 25.04.2005 @ 12:50
16) Vielleicht geht’s ja am Ende schneller und leichter als man denkt, denn wenn an der immer so gescholtenen Gerüchteküche wieder etwas dran ist kümmert sich ja nun auch das Finanzamt um manche Vorgänge.... „Manche Frauen tun für ihr Äußeres Dinge, für die ein Gebrauchtwagenhändler ins Gefängnis käme...“ In Diesem Sinne! Sport Frei!
19 | speedster | 25.04.2005 @ 12:57
Das Dr. Dietze Ärger mit dem Finanzamt bekommen könnte, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen... ;-).
20 | Brau-Fuchs | 25.04.2005 @ 13:22
Ich bin kein Dietze-Sympathisant, aber dem Mann nun plötzlich alles schlecht nach zu reden finde ich nicht in Ordnung. Vor drei Jahren nach der Pleite haben ihn alle in den Himmel gelobt. Wenn er jetzt geht, dann ist es die richtige Zeit, Steine muß man ihm nich hinterher schmeißen. Wenn Behörden der Meinung sind, dass es etwas zu ermitteln gibt, dann sollen sie es tun. Aber das die Ratten jetzt wieder aus den Löchern gekrochen kommen war eigentlich zu erwarten....
21 | turbotox | 25.04.2005 @ 13:36
19) Hat auch keiner gesagt...;-)
22 | Brau-Fuchs | 25.04.2005 @ 14:25
Galt wohl auch eher meinem Vorredner als Dir.. ;-)
23 | speedster | 25.04.2005 @ 14:40
Du bist etwas realtitätsfern. Das Finanzgebahren von Herrn Dietze wurde nicht erst seit gestern kritisiert... Das war och auch ein grund für seinen Rausschmiss in Leipzig, oder? Und dass ihn hier alle nach der Pleite in den Himmel gelobt haben, ist wohl mehr ein schlechter Witz. Die die etwas kritisches gesgat haben wurden damals nur niedergemacht, nun reagiert das Umfeld viel sensibler, was auch gut so ist. Herr Dietzes Zeit ist schon lange abgelaufen gewesen.
24 | Brau-Fuchs | 25.04.2005 @ 14:50
Kotz dich ruhig aus Junge, vielleicht darfste ja zu rnächsten Saison wieder in die Eishalle und den Profis zu sehen. Aber es freut mich, dass ich dir eine Inspiration für deinen erneuten wundersamen Newsletter sein durfte. Dich muss der Himmel wieder pünktlich zur Unterhaltung aller ins Sommerloch geschickt haben.
25 | speedster | 25.04.2005 @ 14:59
Nimmst du dich nicht etwas zu wichtig? Glaube nicht, dass du für mich eine Inspiration in auch nur irgendeiner Sache sein könntest. Das mit dem Stadionverbot hat sich doch eh gegessen, es war rechtswidrig und deshalb nichtig.
26 | Klaus | 25.04.2005 @ 15:27
Stadionverbot??? Weswegen? Es gab Mitte der 70er mal einen Fall, da hat einer "DDR-Verbot" bekommen. Weswegen??? Rechtlich aber nicht anfechtbar, da das Beugen des Rechtes alltäglich war.
27 | Andi | 27.04.2005 @ 08:33
@23: Wenn du hier mal wieder auf die Vorwürfe der Leipziger gegen Dietze anspielst, solltest du auch dazu sagen, dass das Verfahren wegen mangelnder Beweise eingestellt wurde. Also lasst die alte Geschichte und bewerft den Doc nicht mit Dreck. Er hat viel für den Verein getan und ich find es eigentlich traurig, dass er jetzt so einen Abgang hinnehmen muss.
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Bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser zeichnet sich die nächste spektakuläre Personalentscheidung ab. Nach dem Rücktritt von Ludwig Thomaschk als Präsident des Gesamtvereins verdichten sich die Anzeichen dafür, dass auch Klaus Dietze den Fuchsbau verlassen muss. Der Manager des Zweitliga-Profiteams ist durch die Ereignisse der letzten Tage schwer unter Druck geraten. In der nächsten Woche sollen weitere Personalentscheidungen bekannt gegeben werden. Fakt ist: Der Countdown läuft! Nur über das Ergebnis schweigen sich die handelnden Personen – zumindest öffentlich – noch aus. Klaus Dietze bestätigte der RUNDSCHAU lediglich, dass am Dienstag die Gesellschafter der Profi-Spielbetriebs-GmbH zu einer wahrscheinlich weg- weisenden Beratung zusammenkommen werden. Die dort getroffenen personellen Entscheidungen sollen anschließend auch öffentlich bekannt gegeben werden. Steht Dietze also vor dem Rückzug« Um die Schlammschlacht um seine Person zu beenden und den Weg für einen kompletten Neuanfang frei zu machen» «Dazu gebe ich keinen Kommentar ab» , erklärte der Manager gestern auf Nachfrage und bat um Ver ständnis für seine Haltung: «Ich werde mich erst in der nächsten Woche zu meiner Zukunft äußern.
Schwere Vorwürfe
In jedem Fall entzünden sich an seiner Person gleich mehrere Streitfälle. Der am Mittwoch zurückgetretene Ludwig Thomaschk sieht in Dietze den Hauptverantwortlichen für das gestörte Verhältnis zwischen dem Gesamtverein ES Weißwasser und der ausgegliederten Profi- Abteilung. Er wirft in einem Medienbericht Dietze sogar «kriminelle Energie» vor, mit welcher der Manager eigentlich dem Nachwuchs zustehende Gelder in Höhe von 21 000 Euro für den Haushalt des Profiteams verwendet haben soll. Dietze wies diesen schweren Vorwurf gestern gegenüber der RUNDSCHAU zurück. Auf eine juristische Aufarbeitung wolle er trotz der offenkundigen Rufschädigung in der Öffentlichkeit jedoch verzichten. «Ich möchte keine Schlammschlacht. Denn der Leidtragende wäre der Eissport in Weißwasser. Und das haben vor allem die Sponsoren und auch die treuen Fans nicht verdient.» Trotzdem ist das Verhältnis zwischen den beiden einstigen starken Männern im Verein nachhaltig beschädigt. Es gäbe, so Dietze, «kein Verhältnis mehr zu Herrn Thomaschk» .
Für heftige interne Diskussionen im Fuchsbau sorgten Thomaschk und Dietze auch durch ihre umstrittene Unterschrift unter den Vorvertrag mit dem Bauunternehmer Walter Hellmich, der in Weißwasser für 18 Millionen Euro eine neue Multifunktionsarena errichten will (die RUNDSCHAU berichtete). Dieser Vertrag war angeblich weder mit den ESW-Vorstandsmitgliedern noch mit den Gesellschaftern der Profiabteilung ausreichend abgestimmt. Erst als Dietze zum Leidwesen von Thomaschk eine zusätzliche Unterschrift unter den von Hellmich vorgelegten Ergänzungsvertrag verweigerte, wurden weitere Entscheidungsträger mit einbezogen und das Vertragswerk von unabhängigen Rechtsanwälten geprüft.
Hallenprojekt gestoppt
In der Zwischenzeit hatte die Unternehmensgruppe Hellmich die Planungen für den Hallenneubau allerdings bereits kräftig vorangetrieben. Um mögliche Schäden abzuwenden, ist das Projekt inzwischen durch die Füchse gestoppt worden. Beide Seiten haben sich Bedenkzeit erbeten. «Aus meiner Sicht ist das Projekt noch nicht gescheitert. Wir müssen uns jetzt schnell einen Gesamtüberblick verschaffen und werden uns dann positionieren» , betonte Füchse-Geschäftsführer René Reinert.
Der Logistik-Unternehmer hat sich in den vergangenen Tagen auffällig oft in das eigentlich von Manager Dietze verwaltete Tagesgeschäft eingeschaltet. Ein Indiz für mögliche personelle Änderungen? Auch Reinert verweist auf die nächste Woche: «Dann werden wir unsere Entscheidungen bekanntgeben.»
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau