Auffällig oft rieb sich Klaus Dietze die Augen. Seine Stimme wirkte zittrig. Nervös setzte er seine Brille auf und ab. Es fiel ihm wohl doch nicht leicht, seinen Rückzug aus Weißwasser zu verkünden. Sechs Jahre arbeitete er als Manager in der Eishockey-Hochburg. Am 31. Juli endet sein Vertrag mit dem EHC Lausitzer Füchse, gab er gestern bekannt.Damit sind nun alle Spekulationen, die in den vergangenen Tagen Wellen schlugen, beendet. Zumindest von offizieller Seite. Weiter orakelt werden darf aber über die Hintergründe der Trennung. Dietze nannte sein gestörtes Verhältnis zur Stadtverwaltung Weißwasser als ausschlaggebenden Grund. „Ich möchte einem Neuanfang nicht im Wege stehen. Vielleicht können durch einen Führungswechsel die Disharmonien ausgeräumt werden. Ich bin mit meiner Art wohl öfters in der Stadt missverstanden worden“, meinte Dietze.
Von den Querelen zwischen der Profi-Abteilung und dem Gesamtverein ES Weißwasser war genauso wenig die Rede wie von dem voreilig abgeschlossenen Vorvertrag mit dem Bauunternehmer Walter Hellmich, den auch Dietze unterschrieb.
Die Stadt Weißwasser spielt für die Zukunft des Eishockey-Standortes durchaus eine wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Rolle. Speziell beim Thema Hallen-Betreibung. „Wir stellen eine genaue Kostenanalyse auf und suchen noch einmal das Gespräch“, sagte René Reinert, der das Management beim EHC übernimmt. Die Stadt will die jährlichen Zuschüsse von 400 000 Euro für die Betreibung streichen. Weder die Profi-Abteilung noch der Verein können den Eiskomplex in Eigenregie bewirtschaften. „Ohne Stütze geht es nicht“, betonte Reinert. Er verwies zudem noch einmal auf einen Stadtratsbeschluss von vor 15 Jahren, der dem Eishockey-Nachwuchs kostenloses Training garantiert. „Sollte der Beschluss aufgehoben oder ein neuer gefasst werden, müssten die Kosten vom Verein oder Eltern getragen werden. Wer soll das verantworten“, fragte Reinert. Eine Lösung muss aus seiner Sicht schnell her. Denn für das bevorstehende Lizenzierungsverfahren, das am 15. Mai beginnt, muss der EHC einen Spielort benennen. Ohne Bewirtschaftungskonzept gibt es diesen aber nicht – und erst recht keine neue Saison.
Der Geschäftsführer bestätigte zudem, dass die Lausitzer Füchse noch eine Etatlücke aus der abgelaufenen Saison im sechsstelligen Bereich füllen müssen. Die knapp 200 000 Euro, die durch einen abgesprungenen Sponsor fehlen, sollen noch im Sommer aufgebracht werden. Ob Dietze dabei hilft, blieb gestern offen. Logisch wäre es, denn schließlich „ist Weißwasser ein Stück meines Lebens“.
WAr der Autor gestern anwesend? Zum Hellmich-Vertrag wurde klar gesagt, das ein Vorvertrag unterzeichnet wurde und weiter Anhänge dieses Vertrages seitens der GmbH nicht unterzeichnet wurden und man nun eine vierwöchige Bedenkzeit habe. Und einen überaus nervösen Dietze habe ich auch nicht gesehen, im Gegenteil er wirkte nach der Bekanntgabe sogar recht gelöst. Der Artikel bietet wieder herrlichen Anlass zu Spekulationen, ganz so, wie es die Redner von gestern von gestern nicht wollten.
2 | Das Auge | 27.04.2005 @ 17:52
Tut mir leid, aber ich muß mich noch einmal zu Wort melden.
Wenn ich îmmer wieder von der Lücke des insolventen Sponsors höre wird mir übel. Jeder Interessierte solle sich doch einmal informieren wann dieser Sponser in die Insolvenz gegangen ist. Mit Fragezeichen wird man feststellen müssen, dass dies bereits zu der Zeit war, als die Lizenz für die vergangene Saison beantragt wurde. Das ist schon sehr wunderlich.......????????????????ß
3 | Kasatonov | 28.04.2005 @ 09:49
@2: was is n da wunderlich, der LT hat den ehemaligen Manager doch stark angegriffen. Die dabei aufgestellte Behauptung wollte keiner wahrhaben, bekommt mit solchen Details dann aber doch immer mehr Konturen. Es ist wohl doch so, wie behauptet.
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Von den Querelen zwischen der Profi-Abteilung und dem Gesamtverein ES Weißwasser war genauso wenig die Rede wie von dem voreilig abgeschlossenen Vorvertrag mit dem Bauunternehmer Walter Hellmich, den auch Dietze unterschrieb.
Die Stadt Weißwasser spielt für die Zukunft des Eishockey-Standortes durchaus eine wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Rolle. Speziell beim Thema Hallen-Betreibung. „Wir stellen eine genaue Kostenanalyse auf und suchen noch einmal das Gespräch“, sagte René Reinert, der das Management beim EHC übernimmt. Die Stadt will die jährlichen Zuschüsse von 400 000 Euro für die Betreibung streichen. Weder die Profi-Abteilung noch der Verein können den Eiskomplex in Eigenregie bewirtschaften. „Ohne Stütze geht es nicht“, betonte Reinert. Er verwies zudem noch einmal auf einen Stadtratsbeschluss von vor 15 Jahren, der dem Eishockey-Nachwuchs kostenloses Training garantiert. „Sollte der Beschluss aufgehoben oder ein neuer gefasst werden, müssten die Kosten vom Verein oder Eltern getragen werden. Wer soll das verantworten“, fragte Reinert. Eine Lösung muss aus seiner Sicht schnell her. Denn für das bevorstehende Lizenzierungsverfahren, das am 15. Mai beginnt, muss der EHC einen Spielort benennen. Ohne Bewirtschaftungskonzept gibt es diesen aber nicht – und erst recht keine neue Saison.
Der Geschäftsführer bestätigte zudem, dass die Lausitzer Füchse noch eine Etatlücke aus der abgelaufenen Saison im sechsstelligen Bereich füllen müssen. Die knapp 200 000 Euro, die durch einen abgesprungenen Sponsor fehlen, sollen noch im Sommer aufgebracht werden. Ob Dietze dabei hilft, blieb gestern offen. Logisch wäre es, denn schließlich „ist Weißwasser ein Stück meines Lebens“.
von Sören Fiedler
Quelle: Sächsische Zeitung