Die Eisarena
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Elia Ostwald – ein Jungfuchs träumt von der NHL
30.04.2005 | 09:18 Uhr von
„Der Junge hat die Maße eines modernen Eishockeyspielers“, sagt das Weißwasseraner Trainer-Urgestein Rainer Mann, der Heimtrainer von Elia Ostwald ist. 1,98 Meter groß und 94 Kilogramm schwer lauten die beeindruckenden Zahlen des jungen Mittelstürmers.

Aber allein deswegen schafft man noch lange nicht den Sprung in die Nachwuchs-Auswahlmannschaften des deutschen Eishockeybundes. „Elia kann das Spiel lesen und damit eine Sturmreihe führen, selbst Tore schießen, natürlich körperbetont spielen und sich auch an ein vorgegebenes Spielsystem anpassen“, nennt Rainer Mann die Stärken seines Schützlings.

Bewiesen hat Elia Ostwald das alles zuletzt bei der U18-Weltmeisterschaft in Tschechien, zu der er als einer von vier jahrgangsjüngeren Spielern in der deutschen Nationalmannschaft mitwirkte. Und nicht etwa als Bankdrücker, sondern als Mittelstürmer der zweiten Reihe. Ein Tor (bei der 2:3-Niederlage gegen Schweden) gelang ihm dabei auch. Die Trainer Jim Setters und Rick Böhm bescheinigten ihm eine gute Leistung, mit der er wesentlich zum angestrebten Klassenerhalt der Deutschen in der A-Gruppe beitrug.

Diese Leistungen des Weißwasseraner Talentes kommen natürlich nicht von ungefähr. Elia steht auf den Kufen, seit er fünf Jahre alt ist. Das Training ist in dieser Zeit immer intensiver geworden. Heute gibt es praktisch kaum noch einen Tag ohne Eishockey oder dem genauso wichtigem Fitness-, Kraft-, Koordinations- oder Ausdauertraining. „Für andere Hobbys oder auch eine Freundin bleibt da kaum Zeit“, sagt der Gymnasiast, der die hohen Belastungen auch deshalb auf sich nimmt, weil er ein klein wenig an den ganz großen Traum glaubt: „Das Allergrößte wäre natürlich, wenn man es bis in die nordamerikanische Profiliga NHL schaffen könnte“.

Wer jetzt denkt, der junge Lausitzer sei abgehoben, täuscht sich. Denn der bleibt ganz auf dem Teppich, will nächstes Jahr erst einmal „sein Abitur bauen“, in der U18-Nationalmannschaft weiter voran kommen und mit ihr bei der nächsten Weltmeisterschaft in Schweden wieder die Klasse halten.

Eine zusätzliche Motivation gibt es auch noch: Der Trainer der „großen“ Lausitzer Eishockey-Füchse Horymir Sekera will Elia Ostwald neben zwei anderen Weißwasseraner Nachwuchstalenten in den Bundesliga-Kader für die kommende Saison aufnehmen. Zumindest im Fall Elia Ostwald nicht nur für das Spielprotokoll, sondern „weil ich laut Horymir Sekera schon kommende Saison die Chance habe, den Sprung in die Mannschaft zu schaffen. Für mich ist das natürlich eine große Ehre und zusätzlicher Ansporn“, sagt Elia.

Die Chancen, den Sprung ganz nach oben tatsächlich einmal zu schaffen, sind auch aus Sicht von Rainer Mann nicht schlecht: „Natürlich muss Elia ganz konzentriert und konsequent auf dieses Ziel hinarbeiten, jede freie Stunde nutzen, um sich weiter zu verbessern. Heute spielt er mir fast noch ein wenig zu lieb.“ Mann muss es wissen, schließlich haben andere seiner Schützlinge eine viel beachtete Profilaufbahn eingeschlagen. Der bekannteste ist Mirko Lüdemann, der wohl derzeit beste deutsche Verteidiger.
(Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung Regionalsport vom 30.04.05
911 mal gelesen
 
1 | back-to-nirvana | 30.04.2005 @ 09:40
na dann wünsch ich dem Hüne aus meinem Englischleistungskurs mal viel glück bei seinen aufgaben;)
2 | Keven1987 | 30.04.2005 @ 19:57
naja es gibt auch so talente in weißwasser + umgebung nur die werden nicht gefördert :-P
3 | Klaus | 01.05.2005 @ 08:55
Wenn er seinen Traum von der NHL verwirklichen will, muß er sofort weg aus WSW. Er sollte sein letztes DNL Jahr in Mannheim oder Berlin spielen um eine DEL FöLi zu bekommen. Wenn er es schaffen sollte über das Sprungbrett FöLi in die DEL zu kommen und dort Stammspieler zu werden, könnte es evtl. klappen.
4 | Cryper | 01.05.2005 @ 12:55
Blödsinn. Die NHL findet dich überall. Hauptsache du bist gut.
5 | cat | 03.05.2005 @ 17:48
Der Junge setzt sich Ziele, alle Achtung. Wenn er sein Traum erreichen will, sollten ihn auch in WSW alle Chancen dafür eingeräumt werden. Ich wünsche ihn jedenfalls alles gute dafür und drücke ihm die Daumen. Und was Klaus da schwätzt, mit WSW sofort verlassen ist der größte Schmarn, den man vom Stapel lassen kann. Tschüß Klaus.
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