Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wenn ein Fan zum Manager wird
04.05.2005 | 08:33 Uhr von Admin
Offiziell tritt Dietze zurück, weil "eine vernünftige Zusammenarbeit zwischen der Kommune und mir zur Zeit nicht mehr möglich ist", hatte der umtriebige Manager verlauten lassen. Er fühle sich als Reizfigur, die einer Einigung mit der Stadt über das Eishockey in der Zukunft im Wege stehe.
Hintergrund: Die Stadt will sich aus der Betreibung der Eishalle komplett zurückziehen, keinen Cent der bisher rund 400.000 Euro im Jahr mehr ausgeben. Trotzdem dürfte das Verhältnis Dietze`s zur Stadt nicht der wahre Rücktrittsgrund sein: Vielmehr können sich Füchse-Gesellschafter Reinert und Manager Dietze nicht riechen. Als Dietze Ende 2003 einen schweren Herzinfarkt erlitten hatte, war Reinert zur Stelle und übernahm die Geschäftsführung. Dietze sah seine Felle davonschwimmen und meldete sich schneller wieder gesund als erwartet. Seitdem fungieren beide, der Logistik-Unternehmer und Füchse-Fan Reinert gemeinsam mit dem Sportmanager-Profi Dietze offiziell als Geschäftsführer der EHC Lausitzer Füchse GmbH. Reinert ließ seine Beziehungen nach Kanada spielen und brachte Todd Gill und Thomas Kirton (Anfang 2004) sowie Sean Gagnon (Ende 2004) nach Weißwasser. Dietze und auch Trainer Horymir Sekera zeigten sich wenig begeistert und kritisierten die Neuzugänge hinter vorgehaltener Hand: Gill, ein paar Spiele ganz gut, dann abgebaut, Kirton, ein totaler Fehleinkauf und Gagnon übergewichtig und überbezahlt.
Dietze und Sekera, die eine tiefe Männerfreundschaft verbindet, sollen dafür die Gesellschafter (neben Reinert noch Tiefbau-Unternehmer Bernd Nadebor, Fenster-und Türenbauer Ernst Nickel, Wolfgang Stiehler von Kreba-Fisch und die Olaf GmbH) bei Spielerverpflichtungen vor vollendete Tatsachen gestellt haben. Die von Dietze und dem ebenfalls zurückgetretenen Vereinspräsidenten Ludwig Thomaschk unterschriebene Vorverträge mit Bauunternehmer Walter Hellmich aus Dinslaken brachten jetzt das Fass zum Überlaufen: Gesellschafter Reinert soll gesagt haben: "Entweder geht Dietze oder ich!"

Das (vorläufige) Ende ist bekannt. Reinert ist Alleingeschäftsführer.
Ein Eishockey-Fan, der als Sponsor schon einiges für die Lausitzer Füchse getan hat und der das Beste für das Eishockey in Weißwasser will - aber ohne jegliche Erfahrung im Sport-Management und auch ohne die Ausstrahlung des gewieften Manager-Fuchses Klaus Dietze.

Quelle: Bild-Zeitung vom 3.5.2005 (Sport in der Lausitz)
Foto: www.es-weisswasser.de
1221 mal gelesen
 
1 | kojoti | 04.05.2005 @ 08:46
Ich moniere an diesem Artikel lediglich den "schweren" HI und den Übergewichtigen, der schon seit September 2004 hier war.
2 | krutov | 04.05.2005 @ 09:13
Für Bild-Zeitungsverhältnisse ein erstaunlich sachlicher Artikel ;-)
3 | Yoshi | 04.05.2005 @ 09:17
Is mal interessant zu lesen. Hoffentlich gibts jetz keine neuen Diskussionen zu den Dingen der Vergangenheit. Nach vorne kucken, denn es gibt noch viel zu tun.
4 | elFranzo | 04.05.2005 @ 10:07
Keine neuen Erkenntnisse aber der Artikel kommt für einige wohl grade Recht. Die können jetzt wieder ganz oben auf der Welle schwimmen, wo grade alles etwas ruhiger wurde. Ps Gill & Gagnon waren für mich eine Bereicherung im Weißwasseraner Eishockey, auch wenn zum Ende bei beiden die Leistung nicht mehr so war wie zu Beginn ;-)
5 | Mozart | 04.05.2005 @ 10:13
Finde den Artikel völlig hirnrissig. Gerade jetzt wo es um Kosolidierung geht, kommt nach über einer Woche so ein Artikel, der nur im Dreck wühlt. Das Motto muss eigentlich heissen: "Nach vorne schauen und vergangenes abhaken!". Scheinbar scheint der Verfasser nicht auf der PK gewesen zu sein, denn da wurde extra drum gebeten, nicht solche Scheisshausparolen zu verbreiten. Und RR stellt man auch ein super Zeugnis aus. Die besten Voraussetzungen für einen Neustart. *kopfschüttel* Ciao Mozart!
6 | Schinzi | 04.05.2005 @ 10:20
...BILD-Zeitung...da steht doch eh nur Müll, ins Klo mit dem Wisch! Macht in Ruhe Eure Hausaufgaben und fertsch! Gruß
7 | Kasatonov | 04.05.2005 @ 11:11
Bestaetigung fuer die Leute, die das Management angriffen dafuer Sturm ernteten und in den Foren massiv verunglimpft wurden. Eigentlich egal, solange der Laden laeuft und den Fans einer abgeht. Das Ende is bekannt. Ich wuensch dem neuen Management den noetigen Sachverstand und einen vertrauensbezeichnenden starken Zuspruch beim Sponsoring. Der Rest wird sich zeigen.
8 | Frank | 04.05.2005 @ 13:27
Ich finde es gut, dass man die Bild-nennen wir sie-Zeitungs-Niveau-Diskussion im Forum gestoppt hat, mit sachlicher Kritik hatten die wenigsten der besagten Einträge etwas zu tun.
9 | Matze82 | 04.05.2005 @ 16:12
Der artikel is ja nun ein Witz, den schreiber sollte man standrechtlich er....... Für mich waren Gill und Gagnon eine totale bereicherung und vorallen die besten verteidiger in der jeweiligen Saison. Glaub nicht das da irgendjemand was gesagt hat. Aber naja ist halt die Blöd Zeitung.
10 | rene72 | 07.05.2005 @ 10:32
Naja, beide waren schon recht teuer und haben das Gehaltsgefüge mächtig gesprengt. Und es geht wohl mehr um die Alleingänge bei der Verpflichtung, als um ihre Qualität. Allerdings kommt der Artikel doch recht spät. Jetzt sollten alle die "neue" Führung unterstützen, um das Schiff in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION