Nach den jüngsten Entscheidungen des Stadtrates zum Eishockey-Modell gibts es wieder Hoffnung auf die Bundesliga.
Die Nachricht vom späten Mittwochabend aus dem geschlossenen Teil der Stadtratssitzung hatte sich schnell herumgesprochen: Die Stadt prüft eine Haushaltserweiterung um 150 000 Euro. Diese Summe soll zur Finanzierung des Eishallenbetriebes beigesteuert werden.
Sondersitzung am 15. Juni
Rene Reinert, Geschäftsführer der Profiabteilung, spricht von einem positiven Signal. „Die Beteiligung der Stadt und unsere Spendenaktion, werden auch weitere Sponsoren ermuntern, sich an der Betreibung der Eishalle zu beteiligen.“
Oberbürgermeister Hartwig Rauh ist bei der Beurteilung der Situation noch etwas vorsichtig. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen und eine Erweiterung des Haushaltes um 150 000 Euro prüfen. Dann müssen die kommunalen Aufsichtsgremien entscheiden.“
Der Stadtrat will auf einer außerordentlichen Sitzung am 15. Juni abschließend zur Erweiterung des Haushaltes entscheiden.
Die vorgesehene Erweiterung des Haushaltes müssen vom Landratsamt und dem Regierungspräsidium abgesegnet werden. Zumindest im Landratsamt stehen die Signale auf Grün. Der stellvertretende Landrat Jörg Dreier sagte der Sächsischen Zeitung: „Zunächst ist das Ganze eine Entscheidung der Stadt. Sie muss wissen, welche Prioritäten sie setzt. Wir werden uns einer stichhaltigen Begründung der Haushaltserweiterung nicht widersetzen.“
Der gelernte Jurist fügte hinzu, dass eine Null-Beteiligung der Stadt ja auch das Problem der vorhandenen Eishalle nicht lösen würde.
Fördermittel fest eingeplant
Schwieriger werden sich die Gespräche mit dem Regierungspräsidium gestalten. Oberbürgermeister Rauh möchte die 700 000 Euro bereits bewilligter Fördermittel nicht aufs Spiel setzen. „Die haben wir nur unter der Bedingung eines ausgeglichenen Haushaltes bekommen und das wir unsere Sparpolitik auch im nächsten Jahr fortsetzen.“
Diese Summe erhielt die Stadt zur Vorbereitung des Tages der Sachsen Anfang September. Der größte Teil der Fördermittel, 550 000 Euro, werden für Investitionen eingesetzt. Diese Investitionen sind bereits ausgelöst und dienen zum Beispiel der Sanierung des Turnerheimes. Auch in die Instandsetzung von Straßen und Gehwege fließt das Geld.
Große soziale Aufgabe
Aber auch bei der Prüfung durch das Regierungspräsidium gilt der Grundsatz der begründeten Darstellung einer Haushaltserweiterung.
Von der Betreibung der Eishalle hängt ja nicht nur der Spielbetrieb der Profimannschaft in der Bundesliga ab. Über 200 Kinder und Jugendliche spielen in acht Mannschaften des Vereins durchweg in der höchsten Spielklasse Deutschlands. Damit erfüllt der Verein auch eine große soziale Aufgabe. Ohne Eishalle steht der Nachwuchssport vor dem Aus.
Deshalb atmet auch der Vorsitzende des Eissport Weißwasser (ESW) Dirk Rohrbach auf. „In wenigen Wochen beginnen die Spielplankonferenzen für die einzelnen Schüler-und Jugendklassen. Da brauchen wir Planungssicherheit.“ Die jetzt in Gang gesetzte Bewegung bezeichnet Rohrbach als eine Trendwende. „Es wird nicht nur getrennt geredet, sondern gemeinsam nach Lösungen gesucht.“
Die Zeit wird knapp
Die Zeit wird dennoch knapp. Der Verein muss schnellstens die Unterlagen zur Erteilung der Lizenz beim Deutschen Eishockeybund (DEB) einreichen. Auf Grund der ungeklärten Verhältnisse zur Betreibung der Eishalle ist.
Hoffnung für Fans
Sie waren enttäuscht und entsetzt, sie waren wütend und haben dennoch die Hoffnung nie aufgegeben. Unfassbar, dass ihr geliebter Eishockeysport in Weißwasser sterben sollte.
Jetzt besteht wieder berechtigte Hoffnung, ab September Bundesliga-Spiele in Weißwasser zu sehen. Die Stadt prüft eine Erweiterung des Haushaltes, um sich an der Finanzierung der Eishalle beteiligen zu können, und das Landratsamt will eine Lösung für den Sport unterstützen.
Doch noch ist nichts entschieden. Die Zeit sitzt allen Beteiligten im Nacken. Bis Ende Juni müssen alle Unterlagen, die zur Lizenzerteilung für die Füchse nötig sind, in der Münchner DEB-Zentrale eingetroffen sein.
(Wolfgang Nagorske)
Die Nachricht vom späten Mittwochabend aus dem geschlossenen Teil der Stadtratssitzung hatte sich schnell herumgesprochen: Die Stadt prüft eine Haushaltserweiterung um 150 000 Euro. Diese Summe soll zur Finanzierung des Eishallenbetriebes beigesteuert werden.
Sondersitzung am 15. Juni
Rene Reinert, Geschäftsführer der Profiabteilung, spricht von einem positiven Signal. „Die Beteiligung der Stadt und unsere Spendenaktion, werden auch weitere Sponsoren ermuntern, sich an der Betreibung der Eishalle zu beteiligen.“
Oberbürgermeister Hartwig Rauh ist bei der Beurteilung der Situation noch etwas vorsichtig. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen und eine Erweiterung des Haushaltes um 150 000 Euro prüfen. Dann müssen die kommunalen Aufsichtsgremien entscheiden.“
Der Stadtrat will auf einer außerordentlichen Sitzung am 15. Juni abschließend zur Erweiterung des Haushaltes entscheiden.
Die vorgesehene Erweiterung des Haushaltes müssen vom Landratsamt und dem Regierungspräsidium abgesegnet werden. Zumindest im Landratsamt stehen die Signale auf Grün. Der stellvertretende Landrat Jörg Dreier sagte der Sächsischen Zeitung: „Zunächst ist das Ganze eine Entscheidung der Stadt. Sie muss wissen, welche Prioritäten sie setzt. Wir werden uns einer stichhaltigen Begründung der Haushaltserweiterung nicht widersetzen.“
Der gelernte Jurist fügte hinzu, dass eine Null-Beteiligung der Stadt ja auch das Problem der vorhandenen Eishalle nicht lösen würde.
Fördermittel fest eingeplant
Schwieriger werden sich die Gespräche mit dem Regierungspräsidium gestalten. Oberbürgermeister Rauh möchte die 700 000 Euro bereits bewilligter Fördermittel nicht aufs Spiel setzen. „Die haben wir nur unter der Bedingung eines ausgeglichenen Haushaltes bekommen und das wir unsere Sparpolitik auch im nächsten Jahr fortsetzen.“
Diese Summe erhielt die Stadt zur Vorbereitung des Tages der Sachsen Anfang September. Der größte Teil der Fördermittel, 550 000 Euro, werden für Investitionen eingesetzt. Diese Investitionen sind bereits ausgelöst und dienen zum Beispiel der Sanierung des Turnerheimes. Auch in die Instandsetzung von Straßen und Gehwege fließt das Geld.
Große soziale Aufgabe
Aber auch bei der Prüfung durch das Regierungspräsidium gilt der Grundsatz der begründeten Darstellung einer Haushaltserweiterung.
Von der Betreibung der Eishalle hängt ja nicht nur der Spielbetrieb der Profimannschaft in der Bundesliga ab. Über 200 Kinder und Jugendliche spielen in acht Mannschaften des Vereins durchweg in der höchsten Spielklasse Deutschlands. Damit erfüllt der Verein auch eine große soziale Aufgabe. Ohne Eishalle steht der Nachwuchssport vor dem Aus.
Deshalb atmet auch der Vorsitzende des Eissport Weißwasser (ESW) Dirk Rohrbach auf. „In wenigen Wochen beginnen die Spielplankonferenzen für die einzelnen Schüler-und Jugendklassen. Da brauchen wir Planungssicherheit.“ Die jetzt in Gang gesetzte Bewegung bezeichnet Rohrbach als eine Trendwende. „Es wird nicht nur getrennt geredet, sondern gemeinsam nach Lösungen gesucht.“
Die Zeit wird knapp
Die Zeit wird dennoch knapp. Der Verein muss schnellstens die Unterlagen zur Erteilung der Lizenz beim Deutschen Eishockeybund (DEB) einreichen. Auf Grund der ungeklärten Verhältnisse zur Betreibung der Eishalle ist.
Hoffnung für Fans
Sie waren enttäuscht und entsetzt, sie waren wütend und haben dennoch die Hoffnung nie aufgegeben. Unfassbar, dass ihr geliebter Eishockeysport in Weißwasser sterben sollte.
Jetzt besteht wieder berechtigte Hoffnung, ab September Bundesliga-Spiele in Weißwasser zu sehen. Die Stadt prüft eine Erweiterung des Haushaltes, um sich an der Finanzierung der Eishalle beteiligen zu können, und das Landratsamt will eine Lösung für den Sport unterstützen.
Doch noch ist nichts entschieden. Die Zeit sitzt allen Beteiligten im Nacken. Bis Ende Juni müssen alle Unterlagen, die zur Lizenzerteilung für die Füchse nötig sind, in der Münchner DEB-Zentrale eingetroffen sein.
(Wolfgang Nagorske)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 27.05.05