Rau(h)e Sitten gegen den Eissport
Der Eissport in Weisswasser steht wieder einmal vor dem Abgrund. Knapp 300 Jugendliche, die im Verein als Spieler und Cheerleader aktiv sind, werden bei einer Nichtbetreibung der Eishalle in Weisswasser ab 01.August 2005 auf einem Schlag ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung beraubt. Nicht zu vergessen, dass auch in der Lausitzer Füchse GmbH und dem Verein einige Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, die in der wirtschaftlich schwachen Region eh rar gesät sind.
Eigentlich sollte man annehmen, dass einem Oberbürgermeister in so einer Situation das Wohl seiner Mitbürger (und Wähler) am Herzen liegt und er alles Mögliche und Unmögliche versucht, um eine Lösung des Dilemmas zu finden. Dem scheint aber nicht so... OB Hartwig Rauh stellte sich zwar als Schirmherr der Spendenaktion „Wir sind ein Team – Gemeinsam für den Eissport“ zur Verfügung, ließ aber auf der Pressekonferenz bei der Präsentation der Aktion jegliches Fingerspitzengefühl vermissen. „Ich bin eigentlich kein Anhänger des Eissportes, ich mag nur die Atmosphäre in der Halle!“ war aus seinem Munde zu vernehmen und damit ließ er alle Anwesenden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Auch wenn man Verständnis für die finanzielle Zwangslage der Kommune hat, so kann man doch wenigstens etwas Engagment erwarten, um Türen bei potenziellen Sponsoren zu öffnen. Der Oberbürgermeister ließ zwar bei einem Stammtisch verlauten, das die Firma VATTENFALL bereit wäre, ihren jetzigen Sponsoringbetrag aufzustocken, rief aber dem Vernehmen nach, erst einen Tag später dort an, um nachzufragen, ob diese Variante denkbar wäre.
Auf einer Fandemonstration, an der nach Angaben der Veranstalter 600 Fans, Sympathiesanten und Anhänger des Eissportes teilnahmen, ließ er es sich nicht nehmen, sich in den Demonstrationszug einzureihen.Eigentlich ein Irrsinn, wenn man bedenkt, dass die Grundstimmung der Fans gegen Rauh war und ist. Am besten drückte dies, glaube ich, das Transparent der „Blue Sons Weisswasser“ an der Spitze des Zuges aus. „Keine Rauhen Sitten gegen den Eissport“ war dort zu lesen. Auf der anschliessenden Abschlusskundgebung versteifte sich OB Rauh wieder auf die Argumentation, dass die Kassen der Stadt leer wären, was ihm aber eine eindrucksvolle Gegenparade seiner Amtsvorgängerin Helma Orosz einbrachte. Die jetzige sächsische Landesministerin für Soziales erinnerte ihn an seine soziale Verantwortung und die Vorbildwirkung der Stadt. Sie meinte weiterhin, dass es nicht angehen könne, dass sich die Stadt komplett aus dem Eissportkomplex zurückzieht, da es auch von Seiten des Landkreises konkrete Hilfsangebote gab, auf die der Oberbürgermeister aber überhaupt nicht zurück gegriffen habe.
Auf der 2 Tage später stattfindenden Stadtratssitzung kam es dann, auch durch den Druck der Strasse, zu ersten konkreten Ergebnissen. Die Stadträte forderten OB Rauh auf, bis 13.Juni mit der Kommunalaufsicht und dem Regierungspräsidium abzuklären, ob eine 150.00€ Unterstützung der Stadt für die Betreibung der Eishalle trotz der Sparzwänge noch in den Haushalt aufgenommen werden kann.
In der nächsten Zeit muss sich der Oberbürgermeister an seinen Taten messen lassen, denn nur verbal zu äussern, dass ihm das Herz bluten würde, wenn der Eissport zu Grunde gehen, reicht nicht. Sich im „Studio 41“ (Fitnessstudio in WSW) öffentlichkeitswirksam im ESW-Trainingsanzug fotografieren zu lassen, bringt vielleicht Sympathien bei den Wählern, aber keinen müden Euro in die Kassen.
Seine Amtsvorgängerin Helma Orosz hat bewiesen, was mit viel Herz zu schaffen ist. Sie soll im Gegensatz zu OB Rauh, ihre Eintrittskarten für Spiele der Lausitzer Füchse auch noch selbst bezahlt haben und sich nicht als erste am Buffet befunden und dieses als letzte verlassen haben, wie Stammbesucher des VIP-Raumes in der Eishalle zu berichten wussten.
Quelle: HeideBote NOL Ausgabe Juni
1 | Frank | 05.06.2005 @ 19:39
Gibts auch einen Autor?
2 | Mozart | 05.06.2005 @ 19:41
@frank Ja! ;-)
Ciao Mozart!
3 | Frank | 05.06.2005 @ 19:49
Das schockiert mich jetzt etwas! *g*... Und der wäre?
4 | FüchseFan05 | 05.06.2005 @ 19:52
Tut mir ja leid aber für mich ist der Rauh nicht ganz dicht!!!
5 | Mozart | 05.06.2005 @ 19:55
@Frank Quellengeheimnis *g* Der Name würde zuviel Diskussionen um den Namen ergeben und von der Quintessenz des Artikels ablenken...
Ciao Mozart!
6 | elFranzo | 05.06.2005 @ 19:59
Heißt der Autor Rauh? *fg*
7 | Thorben | 05.06.2005 @ 20:11
Um es auf deutsch zu sagen: "Man könnte den Verdacht haben, daß die recht und die linke Gehirnhälfte manchmal nicht miteinander verbunden sind!" Sorry aber ist doch so!
8 | Odin | 06.06.2005 @ 10:56
Autsch, der Artikel hat gesessen, voll uff de zwölwe!
Schön geschrieben und wenn man den Ernst der Lage mal außen vor läßt , könnte man sogar schmunzeln. Den Autor sollte man nicht mit Anonymität strafen...
9 | Klaus | 06.06.2005 @ 16:28
"...Druck der Stra s s e" oder "...eine 150.00€ Unterstützung der Stadt für die Betreibung der Eishalle", sprechen nicht gerade für den Autor.
10 | June | 06.06.2005 @ 17:31
@9 sowas wie dich (Dich wurde wohl nur früher gross geschrieben oder auch nicht)nennt man Korinthenkacker *ankoppklatsch*
11 | Buddelflink | 06.06.2005 @ 18:30
Super Artikel, aber was ist denn der Heidebote für ne Zeitschrift. Wo gibts die denn.
12 | Arethusa | 06.06.2005 @ 21:22
@Klaus Du hängst dich auch an allem fest was irgendwie falsch geschrieben oder falsch ausgedrückt ist. JUNE hat es schon richtig geschrieben.
13 | maikäfer | 06.06.2005 @ 21:38
Heidebote Nr.: 2
Wie soeben offiziell bekannt wurde, übernimmt Vattenfall die Betreibung der Eishalle in Weißwasser und sponsort darüber hinaus den Spielbetrieb der Profis dür die nächsten 5 Jahre mit jährlich einer Million Euro. Alle Füchse-Spieler bekommen einen Arbeitsvertrag bei Vattenfall. Das ist der Durchbruch.
Leider enthält diese Meldung genauso viele Unwahrheiten, wie der erste Heidebote-Artikel, aber er klingt gut und alle wollen es glauben. Mehr dazu im Forum unter "Heidebote".
14 | Klaus | 06.06.2005 @ 22:41
Gut, noch einen: Da Sachsen Freistaat ist, ist Frau Orosz Staatsministerin und nicht Landesministerin.
15 | Klaus | 06.06.2005 @ 22:53
Auch wenn es in der "Heide" nicht bekannt sein sollte, nicht nur Straße, auch Weißwasser schreibt man mit "ß"!
16 | maikäfer | 06.06.2005 @ 22:54
Ich wusste,dass Du ganauso blöd bist, wie alle schon dachten. Beides ist das Gleiche. Kannst auch noch den Unterschied bringen zur Gesundheitsministerin oder Familienministerin, auch alles das Gleiche. Bundesland oder Freistaat, im Bundesrat ist alles nur eine Ländervertretung, ob mit (Frei)Staats- oder Länderministern.
PS: Auch die Volkshochschule kann helfen.
17 | kojoti | 06.06.2005 @ 23:29
Prima. Nagel auf den Kopp getroffen. Der Artikel ist gut. Und keine Menschenseele kann sich an den "Fehlern" so aufhängen wie Klaus. Aber es gibt eben immer was zu meckern. Ich hoffe, der Autor lässt sich von dem Gesabbel nicht abhalten und beehrt uns auch weiterhin mit sochen Artikeln. Immerhin steckt da auch ein gutes Stück Arbeit dahinter und beim Heideboten gibts kein fettes Schreiberling-Honorar. Also Herr oder Frau Autor, hübsch die Finger auf die Tasten und weiter so.
18 | Frank | 06.06.2005 @ 23:47
Hab auch noch einen Fehler gefunden: "Abrißarbeiten" schreibt man mit "ss". Ok, der ist nicht aus dem Artikel, sondern aus einem Forumseintrag von Klaus. Aber wenn mir inhaltlich nix einfällt, will ich wenigstens paar Krümel kacken. *g*
19 | oli81 | 07.06.2005 @ 01:12
kann nur hoffen das sommerloch hat bald sein ende...
bald nimmer feierlich hier mitzulesen
20 | maikäfer | 08.06.2005 @ 00:10
Nach den neuesten Nachrichten ist der "Heidibote" Sch... hoch acht. Radio Lausitz ist der Renner.
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Der Eissport in Weisswasser steht wieder einmal vor dem Abgrund. Knapp 300 Jugendliche, die im Verein als Spieler und Cheerleader aktiv sind, werden bei einer Nichtbetreibung der Eishalle in Weisswasser ab 01.August 2005 auf einem Schlag ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung beraubt. Nicht zu vergessen, dass auch in der Lausitzer Füchse GmbH und dem Verein einige Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, die in der wirtschaftlich schwachen Region eh rar gesät sind.
Eigentlich sollte man annehmen, dass einem Oberbürgermeister in so einer Situation das Wohl seiner Mitbürger (und Wähler) am Herzen liegt und er alles Mögliche und Unmögliche versucht, um eine Lösung des Dilemmas zu finden. Dem scheint aber nicht so...
OB Hartwig Rauh stellte sich zwar als Schirmherr der Spendenaktion „Wir sind ein Team – Gemeinsam für den Eissport“ zur Verfügung, ließ aber auf der Pressekonferenz bei der Präsentation der Aktion jegliches Fingerspitzengefühl vermissen. „Ich bin eigentlich kein Anhänger des Eissportes, ich mag nur die Atmosphäre in der Halle!“ war aus seinem Munde zu vernehmen und damit ließ er alle Anwesenden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Auch wenn man Verständnis für die finanzielle Zwangslage der Kommune hat, so kann man doch wenigstens etwas Engagment erwarten, um Türen bei potenziellen Sponsoren zu öffnen. Der Oberbürgermeister ließ zwar bei einem Stammtisch verlauten, das die Firma VATTENFALL bereit wäre, ihren jetzigen Sponsoringbetrag aufzustocken, rief aber dem Vernehmen nach, erst einen Tag später dort an, um nachzufragen, ob diese Variante denkbar wäre.
Auf einer Fandemonstration, an der nach Angaben der Veranstalter 600 Fans, Sympathiesanten und Anhänger des Eissportes teilnahmen, ließ er es sich nicht nehmen, sich in den Demonstrationszug einzureihen.Eigentlich ein Irrsinn, wenn man bedenkt, dass die Grundstimmung der Fans gegen Rauh war und ist. Am besten drückte dies, glaube ich, das Transparent der „Blue Sons Weisswasser“ an der Spitze des Zuges aus. „Keine Rauhen Sitten gegen den Eissport“ war dort zu lesen. Auf der anschliessenden Abschlusskundgebung versteifte sich OB Rauh wieder auf die Argumentation, dass die Kassen der Stadt leer wären, was ihm aber eine eindrucksvolle Gegenparade seiner Amtsvorgängerin Helma Orosz einbrachte. Die jetzige sächsische Landesministerin für Soziales erinnerte ihn an seine soziale Verantwortung und die Vorbildwirkung der Stadt. Sie meinte weiterhin, dass es nicht angehen könne, dass sich die Stadt komplett aus dem Eissportkomplex zurückzieht, da es auch von Seiten des Landkreises konkrete Hilfsangebote gab, auf die der Oberbürgermeister aber überhaupt nicht zurück gegriffen habe.
Auf der 2 Tage später stattfindenden Stadtratssitzung kam es dann, auch durch den Druck der Strasse, zu ersten konkreten Ergebnissen. Die Stadträte forderten OB Rauh auf, bis 13.Juni mit der Kommunalaufsicht und dem Regierungspräsidium abzuklären, ob eine 150.00€ Unterstützung der Stadt für die Betreibung der Eishalle trotz der Sparzwänge noch in den Haushalt aufgenommen werden kann.
In der nächsten Zeit muss sich der Oberbürgermeister an seinen Taten messen lassen, denn nur verbal zu äussern, dass ihm das Herz bluten würde, wenn der Eissport zu Grunde gehen, reicht nicht. Sich im „Studio 41“ (Fitnessstudio in WSW) öffentlichkeitswirksam im ESW-Trainingsanzug fotografieren zu lassen, bringt vielleicht Sympathien bei den Wählern, aber keinen müden Euro in die Kassen.
Seine Amtsvorgängerin Helma Orosz hat bewiesen, was mit viel Herz zu schaffen ist. Sie soll im Gegensatz zu OB Rauh, ihre Eintrittskarten für Spiele der Lausitzer Füchse auch noch selbst bezahlt haben und sich nicht als erste am Buffet befunden und dieses als letzte verlassen haben, wie Stammbesucher des VIP-Raumes in der Eishalle zu berichten wussten.
Quelle: HeideBote NOL Ausgabe Juni