Offener Brief an Herrn Oberbürgermeister Rauh, Bürgermeister Krause & alle Stadträte der Stadt Weißwasser
Mit diesem Schreiben möchte ich Sie noch einmal auf die Dringlichkeit des Erhaltes der Betreibung des Eissportkomplexes in Weißwasser hinweisen.
Die Bürgermeister & Stadträte haben die Aufgabe für die Bürger der Stadt Weißwasser da zu sein. Dies bedeutet die Lebensqualität in der Stadt zu erhalten bzw. zu verbessern sowie für die Unternehmen der Region vernünftige Bedingungen zur Ausübung Ihrer Tätigkeit zu schaffen. Deshalb wurden wir von den Bürgern dieser Stadt gewählt. Nach bestem Wissen und Gewissen sollten unsere Entscheidungen daher sein!
Wie steht es um das beste Wissen und Gewissen bei einer Verweigerung von 150.000,- € Zuschuss für die Betreibung des Eissportkomplexes?
Kurzsichtig gesehen spart die Stadt ca. 125.000,- € jährlich ein. Ca. 25.000,- € würde der Leerstand jährlich kosten. Aber dies ist leider nur sehr kurzsichtig gesehen. Schon bei einer Rechnung über 6 Jahre Leerstand ergeben sich Kosten für die Stadt von 150.000,- €! Auch dies wäre eine kurzsichtige Betrachtung der Angelegenheit.
Auf was kommt es wirklich an?
Jährlich kommen ca. 65.000 - 70.000 Besucher in das Eisstadion Weißwasser! Diese sind nicht nur Bürger von Weißwasser, sondern es sind auch viele aus dem Umland. Sie kommen nach Weißwasser um den Eissport zu sehen; Eissport in vielen Formen auszuüben. Bei dieser Gelegenheit erledigen sie sicherlich auch Einkäufe in der Stadt und übernachten hier. Sie tragen also zur Erhöhung der Wertschöpfung unserer Unternehmen bei. Ganz abgesehen davon, daß unsere Unternehmer schon jetzt sehr stark gebeutelt sind, würde die Schließung des Eissportkomplexes folgende Auswirkungen auf die in Weißwasser ansässigen Unternehmen haben.
1.Das Hotelgewerbe hätte wieder einen Rückgang der Übernachtungszahlen zu verzeichnen - insbesondere durch den Wegfall von Übernachtungen auswärtiger Spielermannschaften im Profi- und Nachwuchsbereich und von Fanübernachtungen!
2.Den ansässigen Sportgeschäften würde durch die Schließung des Stadions die Existenzgrundlage entzogen bzw. der Umsatz stark herabgemindert werden.
3.Die im Eissportkomplex ansässigen gastronomischen Einrichtungen müßten ganz schließen!
4.Der Verkauf von Fanartikeln würde sich erübrigen und ebenfalls einer in der Region ansässigen Werbefirma ein Standbein kosten.
5.Für ein ansässiges Busunternehmen bedeutet das den Verlust von einem Vollzeitarbeitsplatz, da der Proficlub pro Saison 80.000 km Fahrleistung plus Fanfahrleistung benötigt.
6.Dem Sicherheitsdienst würde Arbeit für 8 Teilzeitkräfte entzogen werden (es könnten aber auch neue Arbeitsplätze durch die Rundumbewachung des leer stehenden Eissportkomplexes entstehen).
7.Im Stadion selbst würden etwa 12 Vollzeitarbeitsplätze, 4 Teilzeitarbeitsplätze & ein Ausbildungsplatz bei den Profi- & Amateurclubs aus Weißwasser wegfallen. Weiterhin verschwinden 23 Arbeitsplätze der Profieishockeyspieler, davon stammen ca. 11 junge Leute aus unserer Region!
8.Nicht zu unterschätzen ist auch die Vergabe von Kleinreparaturen & Servicearbeiten an Dienstleistungsunternehmen mit daran verbundener Arbeitsplatzsicherung.
Fazit: Aus der Sicht eines Unternehmers bedeutet die Schließung des Eissportkomplexes den Wegfall von mindestens 43 Vollzeitarbeitsplätzen und einem Ausbildungsplatz.
Können Sie meine Damen und Herren mit reinem Gewissen behaupten, es gäbe für diese 43 Arbeitsplätze und dem Ausbildungsplatz in unserer Region einen gleichwertigen Ersatz?
Eine weitere Abwanderung von jungen Bürgern aus Weißwasser ist vorprogrammiert!
Was wird aber nach einer Schließung aus dem Eissportkomplex?
Ganz abgesehen davon, daß eventuelle Fördermittelrückzahlungen auf die Stadt zukommen, ist uns allen doch sicher klar, daß es nicht länger als ein viertel Jahr dauern wird und der Vandalismus ist diesem Objekt anzusehen. Für eine Bewachung des Objektes vor Vandalismus rund um die Uhr sind sicherlich auch keine Mittel vorhanden.
Daraus resultiert der Abriss mit erhöhten Mitteln!
Aus der Sicht eines Bürgers der Stadt Weißwasser, ist das eine komplette Fehlentscheidung, die wir, Herr Oberbürgermeister Rauh, Herr Bürgermeister Krause & alle Stadträte, den Bürgern der Stadt Weißwasser erklären müssen!
Ganz abgesehen davon, daß wir den größten Werbeträger für Weißwasser für immer begraben!
Es liegt nun an Ihnen, Ihrem Gewissen und Ihrer Moral, wie Sie über die Bezuschussung der Betreibung des Eissportkomplexes entscheiden.
Horst Mäder
Stadtrat
1 | Mozart | 13.06.2005 @ 10:31
Respekt! Klare Worte! Jetzt muß es nur noch der Abriss-Architekt diese Worte begreifen...
Ciao Mozart!
2 | bärchen | 13.06.2005 @ 10:37
das ist ja mal ne ansage. alle achtung. er hat den nagel auf den kopf getroffen.
3 | zochi | 13.06.2005 @ 10:45
Kann ich nur zustimmen,besser kann man es nicht schreiben!
4 | eis-fuchsi | 13.06.2005 @ 10:52
Grandios!!! :-) ..vorallem die Ironie mit den neuen Arbeitsplätzen für die Bewachung der leeren Eishalle...
der Brief ist wirklich gut geschrieben, haben Weißwassers Bürger wenigstens einen kompetenten gewählt ;-)
5 | kojoti | 13.06.2005 @ 11:01
Hut ab. Das ist ein klares Wort. Aber der OB wird es nicht raffen, befürchte ich.
6 | Mozart | 13.06.2005 @ 11:49
Man sollte aber auch die Rolle eines Herrn Krause etwas näher beleuchten. Dem Vernehmen nach, soll er dem OB eine Minuszahl nach der anderen vorlegen und macht damit offensichtlich Stimmung gegen den Eissport...
Ciao Mozart!
7 | 3liter | 13.06.2005 @ 14:44
Wer weiß ... vielleicht spekuliert hier auch jemand darauf den Auftrag für den Abriß an Land zu ziehen ... nur so ein Gedanke
8 | Brian | 13.06.2005 @ 15:08
Sehe das ähnlich anders kann man sich langsam nicht mehr die Motivation von Herr Rauh contra Eishalle erklären.
9 | maikäfer | 13.06.2005 @ 15:50
@6 (Mozart): Genau meine Meinung. Irgendetwas stimmt an der Sache nicht.
10 | Thorben | 13.06.2005 @ 16:56
@ 6, 9: Fakt ist das der OB mit seinen Anhängern kein Interesse hat dem Eissportkomplex Geld zu kommen zu lassen, egal wieviel es sein wird. Und da wird denen das grüne Licht aus Dresden sicherlich nicht passen. Nur was hat er mit dieser Ecke vor, daß sie so interessant ist dicht zu machen? Ein Denkmal? 'kopschüttel'
11 | kojoti | 13.06.2005 @ 17:09
Kann man den Mann nicht absägen? Misstrauensvotum oder so? Oder stärkt dem noch irgendeine Fraktion den Rücken? Rauh ist doch parteilos, aber irgendwelche "Freunde" muss er doch haben im Rathaus... Mit dem Hickhack vergraulen wir uns am Ende noch die letzten Sponsoren. Heilige Wurstpresse....darüber sollte man lieber nicht nachdenken....
12 | Odin | 13.06.2005 @ 18:48
Netter Brief, aber wieso kommt der so spät? Und Rauh, der steht auf der Beliebtheitsskale ja schon ganz weit oben. Der wird doch wohl nicht noch den Bertl P. einholen ?
13 | heiko | 13.06.2005 @ 20:59
ich glaube, herr rauh weiß noch nicht, welche geister er da rief...vielleicht wird er nächstes jahr noch morgens in den spiegel sehen können, weil er den machtkampf um die betreibung der halle gewonnen hat....aber er wird da nicht mehr den ob von wsw sehen....wäre ja nicht das erste mal, dass man jemanden in sachsen das vertrauen entzieht, der an der realität vorbeilebt und in selbstherrlichkeit ertrinkt!!!
14 | Thorben | 13.06.2005 @ 21:31
@13: Erkläre mal wem das Vertrauen rechtswirksam entzogen wurde?
15 | drummer | 14.06.2005 @ 08:53
R A U H (s) !!!
16 | heiko | 14.06.2005 @ 08:56
@14, so geschehen in gr vor einigen jahren, als man den damaligen ob, herrn lechner, mit überwältigender mehrheit abgewählt hat!!
17 | Silvio67 | 14.06.2005 @ 12:01
Man brauch jemand der sich in Verwaltungsrecht auskennt, um Voraussetzungen für eine Abwahl auszuloten. So ein Abwahlverfahren ist nicht einfach in die Wege zu leiten. Da müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Da kann uns aber nur ein Fachmann weiter helfen. Vielleicht gibt es ja jemand hier im Forum der sich mit Verwaltungsrecht auskennt.
18 | Thorben | 14.06.2005 @ 15:28
Leider haben wir keine Zeit dazu! Wir können nur hoffen das einige Stadträte Ihre Meinung ändern und sich für die Unterstütuzng zur Betreibung und damit die Erhaltung von ARBEITSPLÄTZEN und des Eissportes in Weißwasser aussprechen! Sonst seh ich schwarz für unsere Zukunft in der Stadt!
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Mit diesem Schreiben möchte ich Sie noch einmal auf die Dringlichkeit des Erhaltes der Betreibung des Eissportkomplexes in Weißwasser hinweisen.
Die Bürgermeister & Stadträte haben die Aufgabe für die Bürger der Stadt Weißwasser da zu sein. Dies bedeutet die Lebensqualität in der Stadt zu erhalten bzw. zu verbessern sowie für die Unternehmen der Region vernünftige Bedingungen zur Ausübung Ihrer Tätigkeit zu schaffen. Deshalb wurden wir von den Bürgern dieser Stadt gewählt. Nach bestem Wissen und Gewissen sollten unsere Entscheidungen daher sein!
Wie steht es um das beste Wissen und Gewissen bei einer Verweigerung von 150.000,- € Zuschuss für die Betreibung des Eissportkomplexes?
Kurzsichtig gesehen spart die Stadt ca. 125.000,- € jährlich ein. Ca. 25.000,- € würde der Leerstand jährlich kosten. Aber dies ist leider nur sehr kurzsichtig gesehen. Schon bei einer Rechnung über 6 Jahre Leerstand ergeben sich Kosten für die Stadt von 150.000,- €! Auch dies wäre eine kurzsichtige Betrachtung der Angelegenheit.
Auf was kommt es wirklich an?
Jährlich kommen ca. 65.000 - 70.000 Besucher in das Eisstadion Weißwasser! Diese sind nicht nur Bürger von Weißwasser, sondern es sind auch viele aus dem Umland. Sie kommen nach Weißwasser um den Eissport zu sehen; Eissport in vielen Formen auszuüben. Bei dieser Gelegenheit erledigen sie sicherlich auch Einkäufe in der Stadt und übernachten hier. Sie tragen also zur Erhöhung der Wertschöpfung unserer Unternehmen bei. Ganz abgesehen davon, daß unsere Unternehmer schon jetzt sehr stark gebeutelt sind, würde die Schließung des Eissportkomplexes folgende Auswirkungen auf die in Weißwasser ansässigen Unternehmen haben.
1.Das Hotelgewerbe hätte wieder einen Rückgang der Übernachtungszahlen zu verzeichnen - insbesondere durch den Wegfall von Übernachtungen auswärtiger Spielermannschaften im Profi- und Nachwuchsbereich und von Fanübernachtungen!
2.Den ansässigen Sportgeschäften würde durch die Schließung des Stadions die Existenzgrundlage entzogen bzw. der Umsatz stark herabgemindert werden.
3.Die im Eissportkomplex ansässigen gastronomischen Einrichtungen müßten ganz schließen!
4.Der Verkauf von Fanartikeln würde sich erübrigen und ebenfalls einer in der Region ansässigen Werbefirma ein Standbein kosten.
5.Für ein ansässiges Busunternehmen bedeutet das den Verlust von einem Vollzeitarbeitsplatz, da der Proficlub pro Saison 80.000 km Fahrleistung plus Fanfahrleistung benötigt.
6.Dem Sicherheitsdienst würde Arbeit für 8 Teilzeitkräfte entzogen werden (es könnten aber auch neue Arbeitsplätze durch die Rundumbewachung des leer stehenden Eissportkomplexes entstehen).
7.Im Stadion selbst würden etwa 12 Vollzeitarbeitsplätze, 4 Teilzeitarbeitsplätze & ein Ausbildungsplatz bei den Profi- & Amateurclubs aus Weißwasser wegfallen. Weiterhin verschwinden 23 Arbeitsplätze der Profieishockeyspieler, davon stammen ca. 11 junge Leute aus unserer Region!
8.Nicht zu unterschätzen ist auch die Vergabe von Kleinreparaturen & Servicearbeiten an Dienstleistungsunternehmen mit daran verbundener Arbeitsplatzsicherung.
Fazit: Aus der Sicht eines Unternehmers bedeutet die Schließung des Eissportkomplexes den Wegfall von mindestens 43 Vollzeitarbeitsplätzen und einem Ausbildungsplatz.
Können Sie meine Damen und Herren mit reinem Gewissen behaupten, es gäbe für diese 43 Arbeitsplätze und dem Ausbildungsplatz in unserer Region einen gleichwertigen Ersatz?
Eine weitere Abwanderung von jungen Bürgern aus Weißwasser ist vorprogrammiert!
Was wird aber nach einer Schließung aus dem Eissportkomplex?
Ganz abgesehen davon, daß eventuelle Fördermittelrückzahlungen auf die Stadt zukommen, ist uns allen doch sicher klar, daß es nicht länger als ein viertel Jahr dauern wird und der Vandalismus ist diesem Objekt anzusehen. Für eine Bewachung des Objektes vor Vandalismus rund um die Uhr sind sicherlich auch keine Mittel vorhanden.
Daraus resultiert der Abriss mit erhöhten Mitteln!
Aus der Sicht eines Bürgers der Stadt Weißwasser, ist das eine komplette Fehlentscheidung, die wir, Herr Oberbürgermeister Rauh, Herr Bürgermeister Krause & alle Stadträte, den Bürgern der Stadt Weißwasser erklären müssen!
Ganz abgesehen davon, daß wir den größten Werbeträger für Weißwasser für immer begraben!
Es liegt nun an Ihnen, Ihrem Gewissen und Ihrer Moral, wie Sie über die Bezuschussung der Betreibung des Eissportkomplexes entscheiden.
Horst Mäder
Stadtrat