Die Tage des Lausitzer Eissports könnten gezählt sein. Morgen soll die Entscheidung darüber fallen, ob die Stadt Weißwasser die Betreibung des Eissportkomplexes doch noch mit 150.000 Euro unterstützt oder ob sie den Zuschuss tatsächlich von bisher 460.000 Euro auf Null fährt. "Käme es so, hätten wir als Verein keine Möglichkeit, den Betrieb in Eigenregie zu bewerkstelligen", lässt EHC- Geschäftsführer Rene« Reinert keine Zweifel an dem, was folgen würde: Das Ende der 73-jährigen Tradition des Eissportes in Weißwasser. Im Ringen um eine Lösung für den Eishallenbetrieb spielt Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh eine bisher nicht zu durchschauende Rolle. Mehrfach erklärte das Stadtoberhaupt, dass Tierpark, Schwimmhalle und Bibliothek den Großteil des Geldes, welches für durch die Stadt zu erbringende freiwillige Leistungen zur Verfügung steht, aufbräuchten und für den Eishallenbetrieb kein Cent mehr übrig bliebe. Gleichzeitig ist Rauh aber einer der Schirmherren der Spendenaktion "Wir sind ein Team - gemeinsam für den Eissport in Weißwasser", die bisher 50.000 Euro einspielte. Vor drei Wochen reihte sich Rauh in den Demonstrationszug gegen "Rauhe Sitten" im Weißwasseraner Eishockey ein und marschierte so praktisch gegen sich selbst.
Ein Treffen am Sonntag mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Thomas Jurk und Landrat Bernd Lange endete ohne Ergebnis, die Schließung des Eissportkomplexes droht- 43 Vollzeitarbeitsplätze und ein Ausbildungsplatz würden damit wegfallen. Zudem würde auch die dann leer stehende Halle Kosten von 25.000 Euro pro Jahr verursachen.
(DNN/jur)
Ein Treffen am Sonntag mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Thomas Jurk und Landrat Bernd Lange endete ohne Ergebnis, die Schließung des Eissportkomplexes droht- 43 Vollzeitarbeitsplätze und ein Ausbildungsplatz würden damit wegfallen. Zudem würde auch die dann leer stehende Halle Kosten von 25.000 Euro pro Jahr verursachen.
(DNN/jur)
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 14.06.05