Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse gewinnen Finale im Stadtrat
16.06.2005 | 12:56 Uhr von
Weißwasser beschließt Zuschuss von 110 000 Euro
1:0 für die Lausitzer Füchse und den Eissport in der Region: Denn in der mit Spannung erwarteten Sondersitzung des Stadtrates beschlossen die Kommunalpolitiker gestern die Fortsetzung des Zuschusses für die Betreibung des Eishallenkomplexes in Weißwasser. Voraussetzung für das Wirksamwerden des Beschlusses ist jedoch die noch ausstehende Zustimmung des Regierungspräsidiums Dresden. Zudem wurden mit den zugesagten 110 000 Euro sehr klare Vorgaben für das Füchse-Management verbunden. Der Stadtratsbeschluss mit der Nummer 319/05 ist in jeder Hinsicht ein Teilsieg für die Lausitzer Füchse. Denn mit ihrem einstimmigen Votum blieben die Stadträte einerseits unter dem im Vorfeld von der CDU-Fraktion eingebrachten Vorschlag einer Zuwendung in Höhe von 150 000 Euro. Andererseits revidierten sie ihre Entscheidung vom Dezember. Damals wurde wegen der Finanznot der Stadt ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen, das die komplette Streichung des Zuschusses vorsah. Entsprechend hin und her gerissen war Füchse-Geschäftsführer René Reinert bei der Bewertung des Beschlusses. «Es ist nicht ganz das Ergebnis, das wir uns gewünscht hatten. Aber es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung» , erklärte er. Reinerts Angaben zufolge ist eine Betreibung der Eishalle durch die Füchse ohne Zuschuss nicht möglich.
Endgültig abgesegnet werden muss der Zuschuss noch vom Regierungspräsidium. Der Landkreis hat seine Zustimmung bereits gegeben. Stichtag ist der 30. Juni. Denn bis Monatsende müssen die Füchse als künftige Betreiber der Eishalle ihre Lizenzunterlagen bei der Eishockey-Spielbetriebs-GmbH komplettieren und auch einen gültigen Mietvertrag vorlegen. Als Voraussetzung für die Hilfe im laufenden Jahr hat der Eissport monatlich seine Bilanzen offenzulegen. Außerdem bekam er den Auftrag, bis zum 30. September ein tragfähiges Betreiberkonzept zu erstellen.
Oberbürgermeister Hartwig Rauh kommentierte die nach langer und teils sehr emotionaler Diskussion nun gefundene Lösung mit «großer Dankbarkeit» . Um den eingeschlagenen Konsolidierungskurs nicht zu gefährden, hatte sich das Stadtoberhaupt lange Zeit gegen die Zahlung des Zuschusses gewehrt. Rauh machte auch gestern noch einmal deutlich, dass seiner Meinung nach das Überleben des Eissports nicht von der Zahlung des Zuschusses abhängt. «Ich bin müde, diese Unterstellungen zu hören» , betonte Rauh und sah sich in diesem Zusammenhang einer «Kampagne in den Druckmedien, Radio und Fernsehen» ausgesetzt. Dies habe dazu geführt, dass «aufgehetzte Anhänger» sich zu Handgreiflichkeiten gegenüber Mitarbeitern der Stadtverwaltung hätten hinreißen lassen. Gleichzeitig merkte Rauh an, dass das Vertrauen zur neuen Füchse-Führung erschüttert sei, weil sie beispielsweise bei der Forderung nach Einsichtnahme in die Finanzen der Profi-GmbH «eine glatte Verweigerungshaltung» an den Tag gelegt hab. An seiner grundsätzlichen Einstellung, so Rauh, werde dies nichts ändern. «Der Erhalt des Eissports liegt mir am Herzen.»

Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau
816 mal gelesen
 
1 | kojoti | 16.06.2005 @ 12:57
ich frage mich trotzdem ob das normal ist, dass die gmbh ihre karten vor dem ob offenlegen muss. für mich riecht das auch nach erpressung... na gut. nu erst ma die lizenz her.
2 | eis-fuchsi | 16.06.2005 @ 13:09
und nächstes Jahr das gleiche Theater *seufz* Das einzigst positive ist, der ESW war öfter in der Zeitung und im Fernsehen als bei normalen Spielen*g* :-) nahm ja bald schon "Bayern München" Ausmaße an*g* aber trotzdem solche Geschichten sind nich grad schön *kojotihastenochneBaldriantabletteübrig??*
3 | kojoti | 16.06.2005 @ 13:15
*rüber reich*
4 | Brian | 16.06.2005 @ 16:13
Rauh du hast ein Herz aus Stein.(Wahrscheinlich deshalb auch Architekt) da ist kein Platz für den Eissport.
5 | Odin | 16.06.2005 @ 20:49
@ 1& 2könnt ihr eure Augen überhaupt noch offen halten ? Das wird ja schon zur Gewohnheit bei euch...(irgendwann wirkt das Gelumpe nich mehr *g*
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