Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse schöpfen wieder Hoffnung
17.06.2005 | 00:21 Uhr von
Einen Zuschuss von 110.000 Euro zur Betreibung der Eishalle bewilligten die Weißwasseraner Stadtväter nun doch entgegen vorangegangenen Ankündigungen, wonach kein Geld mehr fließen sollte. Erhofft hatte sich Füchse-Geschäftsführer René Reinert 150.000 Euro. 110.000 Euro: Zum leben zu wenig; zum sterben zuviel? "Wir verbuchen es als Teilerfolg. Ohne Zuschuss wären hier die Lichter ausgegangen. Allerdings müssen wir erst genau prüfen, was in dem bewilligten Paket enthalten ist und ob uns die Summe wirklich hilft. Nach vorsichtigem Überschlag gehe ich von effektiv ca. 60.000 Euro aus, die tatsächlich in den Hallenbetrieb fließen können", vermag Reinert noch längst nicht aufzuatmen. Der Schuh drückt an allen Ecken und Enden. Da ist der noch nicht gedeckte Etat der Vorsaison, die unkalkulierbare Mehrbelastung durch den Hallenbetrieb, der ab 1. August in Eigenregie des Eissports laufen soll, die Zurückhaltung der Sponsoren, die ihr Engagement erst von einem klaren Signal der Stadt zum Erhalt des Eishockeys in der ehemaligen Lausitzer Glasmachermetropole abhängig machen, und schließlich das gestiegene sportliche Niveau in der 2. Bundesliga, das zu teureren Kadern führt. "Für uns ist es zurzeit die blanke Gratwanderung.", macht Rene« Reinert den Ist-Zustand deutlich: "Ohne die Gewinnung neuer Großsponsoren sind wir am Ende."

Ohnehin ist jetzt schon klar, dass der Hallenbetrieb nur mit zusätzlichem Geld aus dem Gesamtetat aufrechterhalten werden kann. Denn selbst wenn Vattenfall die avisierten 100.000 Euro zahlt, fehlen nach gegenwärtiger Berechnung mindestens 70.000 Euro. "Das sind zwei durchschnittliche Spieler", weiß Reinert, der deshalb an die Verpflichtung neuer Cracks momentan keine Gedanken verschwenden kann. Sobald neue Geldgeber gefunden sind, will man den Kader vervollständigen. Schließlich fehlen noch zwei Verteidiger. Und in reichlich sechs Wochen ist Trainingsauftakt... Schon in 14 Tagen will die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft in München den Nachweis einer Spielstätte für die Füchse haben. Deshalb muss schnell der Betreibervertrag her. "Es sind ca. 150 Dinge, die täglich auf mich einstürzen - aber wir werden es schaffen", so Reinert.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 17.06.2005
840 mal gelesen
 
1 | Brian | 17.06.2005 @ 11:39
Das ist ein Geschäftsführer. Mit Herz und Seele dabei.
2 | hokka | 17.06.2005 @ 13:24
Ich frage mich wie er "nebenbei" noch die eigene Firma leitet?! Respekt!
3 | maikäfer | 17.06.2005 @ 23:04
Wer sind "wir", die am Ende sind ? Der Verein oder die GmbH ? Für den Verein läuft es doch zur Zeit super - es gibt den Zuschuss, Vattenfall soll angeblich auch eine große Summe spenden und die Spendenaktion läuft super. Hinter vorgehaltener Hand spricht man darüber, dass der Verein keinen Cent mehr für die Schulden aufwenden muss. Eine Mille Schulden einfach so für immer weg, fast unvorstellbar. Besser wie in Cottbus oder Erfurt. Aber bestimmt gibt es jetzt einen, dem das zu wenig ist!?
4 | Drahtknecht | 18.06.2005 @ 21:42
Ich bin mit allem zufrieden so lang es den Eissport in Weißwasser gibt, auch wenn wir nächste Saison zurückstecken müssen mit dem Erfolg. Lieber unten mitspielen als jetzt sterben. Wie heisst es doch so schön:"Totgesagte Leben Länger.", Füchse forever !
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