Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Remis mit vielen Siegern
18.08.2005 | 16:28 Uhr von
Lausitzer Füchse und Lüdemann begeistern die Fans / Zach lobt Weißwasser
Danke, Füchse! Danke, Mirko Lüdemann! Danke, Kölner Haie! Das Benefizspiel des achtfachen deutschen Meisters in der Lausitz im Rahmen der Spendenaktion «Wir sind ein Team – gemeinsam für den Eissport in Weißwasser» war ein echtes Eishockey-Fest. Deshalb durften sich nach dem 2:2-Remis des Zweitligisten gegen den haushohen Favoriten aus Köln alle Beteiligten als Sieger fühlen.

Der Eissport in Weißwasser: Nach derzeitigen Hochrechnungen hat die Benefizaktion rund 100 000 Euro erbracht. Dazu beigetragen haben in den vergangenen Wochen über 1500 Spender und natürlich als Höhepunkt das Testspiel am Dienstag gegen Köln. Genaue Zahlen will der Verein in dieser Woche bekanntgeben. «Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Dafür möchten wir uns bedanken» , betonte Füchse-Geschäftsführer René Reinert. Auch Stürmer Dirk Rohrbach zollte den Fans großen Respekt: «Ich habt mit euren Spenden dazu beigetragen, dass hier in Weißwasser weiter Eishockey gespielt werden kann.» Mit dem Geld wird die Betreibung der Eishalle abgesichert.

Die Lausitzer Füchse: Die Mannschaft von Trainer Horymir Sekera machte mit einer couragierten Leistung wie erhofft Werbung für die am 16. September beginnende Saison in der 2. Bundesliga. «Wir haben einem DEL-Team sehr gut Paroli geboten» , meinte Sekera. Für Weißwasser trafen Martin Sekera (9.) und Stefan Mann (12.). Zuvor hatte Stephane Julien (1.) die Gäste in Führung gebracht. Jean-Ives Roy erzielte in der 25. Minute den Treffer zum 2:2-Endstand. Ein Extra-Lob von Kölns Trainer Hans Zach gab es für die beiden Füchse-Torhüter Sebastian Elwing und Ronny Glaser: «Sie haben hinter einer sicheren Defensive exzellent gehalten.»

Die Fans: Über 2000 Anhänger erlebten historische Augenblicke. Zuerst unternahmen sie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Denn das Rahmenprogramm im altehrwürdigen Wilhelm-Pieck-Eisstadion schlug 15 Jahre nach der Schließung der Freiluft-Arena den Bogen von den 25 Weißwasseraner Meistertiteln in der DDR hin zum aktuellen Team. Dann bejubelten die Anhänger die Rückkehr des verlorenen Sohnes Mirko Lüdemann. Für 30 Spielminuten schlüpfte der Kölner Verteidiger wieder in das blau-gelbe Trikot mit der Nummer 12. Auch Michael Bresagk und Sebastian Klenner (beide Frankfurt Lions) sowie der Wahl- Straubinger Stefan Mann waren echte Verstärkungen für die Füchse.

Die Kölner Haie: Das Team von Ex- Nationalcoach Hans Zach präsentierte sich auf und vor allem neben dem Eis als sympathischer Kontrahent. «Ich hoffe, nun drückt neben ganz Köln auch ganz Weißwasser den Haien die Daumen» , wünschte sich Zach beim Abschied.

Zur Sache Neuzugänge verletzt
Ein schmerzhafter Abend war es für drei Neuzugänge der Lausitzer Füchse. Benjamin Wildgruber (Handgelenk und Daumen geprellt), Lukas Slavetinsky (Rückenverletzung) und Lars Müller (Bluterguss im Sprunggelenk) mussten vorzeitig vom Eis.
Nach den Untersuchungen gestern konnte das Trio zumindest teilweise Entwarnung geben. Eine längere Pause droht nicht. Hinter dem Einsatz am Wochenende steht jedoch ein großes Fragezeichen.
Ihre nächsten Testspiele bestreiten die Füchse am Samstag in Berlin bei den Eisbären Juniors (18 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen Katowice (17 Uhr).
VON FRANK NOACK

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 18.08.2005
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