Bei Marcel Linke kribbelte es gestern Abend ganz besonders im Magen. Und das nicht ohne Grund. Der 24-jährige Verteidiger, der in Weißwasser aufwuchs und bei den Eishockey-Füchsen alle Stationen im Nachwuchs bis hinauf in die Männermannschaft durchlief, stand das erste Mal in seiner Karriere gegen seinen Heimatverein auf dem Eis. "Ich bin noch nie zuvor gegen Weißwasser angetreten. Auch nicht in der Saison, die ich bei Neuwied absolvierte, denn da spielten wir nicht in einer Liga", erklärt der Ex-Fuchs, der seit Sommer das Trikot der Dresdner Eislöwen trägt.
Und er gibt zu: "Das ist schon ein komisches Gefühl und ich bin aufgeregter als sonst. Aber ich habe mich auch richtig darauf gefreut, die alten Kumpels wiederzusehen." Vor allem mit Torhüter Sebastian Elwing und dem Schweden Mats Lindmark verbindet den Wahl-Dresdner eine enge Freundschaft. "Mats hat in Weißwasser in der gleichen Straße wie ich gewohnt. Wir sind im Sommer oft gemeinsam in Fitness-Studio gewesen, haben auch sonst viel zusammen unternommen", so Linke, der im Nachwuchsbereich mit den Lausitzer Teams mehrfach Deutscher Meister wurde, zwei Jahre lang zum deutschen Auswahlkader der U16 und U18 gehörte.
Nach den vielen Jahren im Füchse-Dress sehnte sich Linke nach Veränderung: "Man muss auch ab und zu etwas Neues kennenlernen, um sich weiter zu entwickeln. In Weißwasser war ich eben der Nachwuchsspieler, der sich nach oben dienen muss. Bei den Eislöwen bin ich einer von zwölf Neuen. Es ist für mich eine andere große Herausforderung, ich will mich hier beweisen. Manager Jan Tabor hatte mich schon sehr zeitig angerufen, mir gesagt, dass die Eislöwen mich unbedingt haben wollen. Das stärkt das Selbstvertrauen." Dabei wollte Jan Tabor den Fuchs bereits letzte Saison aus seinem Bau locken, doch da entschied sich Linke noch einmal für Weißwasser. "Ich wollte höherklassig spielen. Deshalb blieb ich damals", erläutert der 1,84 Meter große Lausitzer, der schmunzelnd anfügt: "Früher wäre für mich ein Wechsel nach Dresden nie in Frage gekommen. Da gab es eine große Hemmschwelle, weil es schließlich der Erzrivale ist. Aber inzwischen hat sich das gelegt."
Marcel, der auch gleich Freundin Nicole mit an die Elbe brachte, hofft, sich in der sächsischen Landeshauptstadt für länger einrichten zu können. "Erst einmal möchte ich mich durch gute Leistungen in dieser Saison anbieten und dann würde ich schon sehr gern einmal in der neuen Halle spielen, die jetzt gebaut wird", verrät er. Dass er mit den Eislöwen die Klasse hält, daran glaubt Marcel Linke ganz fest: "Wir haben eine starke Mannschaft mit vielen erfahrenen Leuten", schätzt er ein. Dabei sind ihm bereits in den ersten Wochen einige Unterschiede zu seinem bisherigen Verein aufgefallen: "In Weißwasser waren wir in der Vorbereitung immer daheim. Da war das Trainingslager mit den Eislöwen in Tschechien für mich eine neue Erfahrung, die mir sehr gut gefiel. Das Training war sehr intensiv, wir haben viel für die Kondition getan und uns untereinander schnell kennengelernt. Außerdem gibt es bei den Eislöwen drei absolut ausgeglichen besetzte Reihen, bei den Füchsen hatten wir meist eine Paradereihe und zwei, die sich hauptsächlich aus deutschen Spielern zusammensetzten." Schon wegen dieser Ausgeglichenheit traut Linke seiner Mannschaft einen Platz im Mittelfeld der Bundesliga zu. Siege in Sachsenderbys gegen seine Ex-Kollegen aus dem Fuchsbau würden ihm dabei besonders schmecken.
(Astrid Hofmann)
Und er gibt zu: "Das ist schon ein komisches Gefühl und ich bin aufgeregter als sonst. Aber ich habe mich auch richtig darauf gefreut, die alten Kumpels wiederzusehen." Vor allem mit Torhüter Sebastian Elwing und dem Schweden Mats Lindmark verbindet den Wahl-Dresdner eine enge Freundschaft. "Mats hat in Weißwasser in der gleichen Straße wie ich gewohnt. Wir sind im Sommer oft gemeinsam in Fitness-Studio gewesen, haben auch sonst viel zusammen unternommen", so Linke, der im Nachwuchsbereich mit den Lausitzer Teams mehrfach Deutscher Meister wurde, zwei Jahre lang zum deutschen Auswahlkader der U16 und U18 gehörte.
Nach den vielen Jahren im Füchse-Dress sehnte sich Linke nach Veränderung: "Man muss auch ab und zu etwas Neues kennenlernen, um sich weiter zu entwickeln. In Weißwasser war ich eben der Nachwuchsspieler, der sich nach oben dienen muss. Bei den Eislöwen bin ich einer von zwölf Neuen. Es ist für mich eine andere große Herausforderung, ich will mich hier beweisen. Manager Jan Tabor hatte mich schon sehr zeitig angerufen, mir gesagt, dass die Eislöwen mich unbedingt haben wollen. Das stärkt das Selbstvertrauen." Dabei wollte Jan Tabor den Fuchs bereits letzte Saison aus seinem Bau locken, doch da entschied sich Linke noch einmal für Weißwasser. "Ich wollte höherklassig spielen. Deshalb blieb ich damals", erläutert der 1,84 Meter große Lausitzer, der schmunzelnd anfügt: "Früher wäre für mich ein Wechsel nach Dresden nie in Frage gekommen. Da gab es eine große Hemmschwelle, weil es schließlich der Erzrivale ist. Aber inzwischen hat sich das gelegt."
Marcel, der auch gleich Freundin Nicole mit an die Elbe brachte, hofft, sich in der sächsischen Landeshauptstadt für länger einrichten zu können. "Erst einmal möchte ich mich durch gute Leistungen in dieser Saison anbieten und dann würde ich schon sehr gern einmal in der neuen Halle spielen, die jetzt gebaut wird", verrät er. Dass er mit den Eislöwen die Klasse hält, daran glaubt Marcel Linke ganz fest: "Wir haben eine starke Mannschaft mit vielen erfahrenen Leuten", schätzt er ein. Dabei sind ihm bereits in den ersten Wochen einige Unterschiede zu seinem bisherigen Verein aufgefallen: "In Weißwasser waren wir in der Vorbereitung immer daheim. Da war das Trainingslager mit den Eislöwen in Tschechien für mich eine neue Erfahrung, die mir sehr gut gefiel. Das Training war sehr intensiv, wir haben viel für die Kondition getan und uns untereinander schnell kennengelernt. Außerdem gibt es bei den Eislöwen drei absolut ausgeglichen besetzte Reihen, bei den Füchsen hatten wir meist eine Paradereihe und zwei, die sich hauptsächlich aus deutschen Spielern zusammensetzten." Schon wegen dieser Ausgeglichenheit traut Linke seiner Mannschaft einen Platz im Mittelfeld der Bundesliga zu. Siege in Sachsenderbys gegen seine Ex-Kollegen aus dem Fuchsbau würden ihm dabei besonders schmecken.
(Astrid Hofmann)
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 31.08.2005