Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau: DNN vom 01.09.2005
01.09.2005 | 08:29 Uhr von
Füchse verloren den Faden, Eislöwen mit tollem Schlussspurt
Als hätten es die Verantwortlichen beider Clubs gewusst: Füchse-Coach Horymir Sekera und Eislöwen-Trainer Jiri Kochta vereinbarten bereits vor dem ersten Duell der beiden sächsischen Eishockey-Zweitligisten am Dienstag Abend - egal, wie die Testpartie ausgehen sollte - ein Penaltyschießen. Und damit der Krimi vom Strafpunkt dann auch noch einen echten Sinn ergab, "bescherten" die Cracks beider Teams den nur 811 Anhängern nach 60 Minuten ein 4:4-Unentschieden.

Dabei hatte es zu Beginn der Begegnung gar nicht danach ausgesehen. Die Gäste aus Weißwasser präsentierten sich bissiger und aggressiver, ihr Überzahlspiel ließ sich deutlich besser ansehen als das der Dresdner. Und so hatte der Ex-Dresdner Lukas Slavetinsky schon in der 6. Minute bei einem Powerplay Eislöwen-Keeper Marek Mastic überwunden. Zwar konnte Andreas Henkel in der 14. Minute ein 5:3-Überzahlspiel der Gastgeber zum Ausgleich nutzen, doch Matthias Wikström (19.) und Morgan Warren (32.) erhöhten die Führung der Lausitzer auf 3:1.

Zu diesem Zeitpunkt durchaus gerecht, denn vor allem im zweiten Durchgang dominierten die Füchse klar. Im letzten Abschnitt änderten beide Mannschaften ihre Taktik. Während die Lausitzer nun mit vier Reihen agierten, machten es die Elbestädter genau umgekehrt. Jiri Kochta ließ seinen Youngster-Block erstmals auf der Bank und schickte nur drei Reihen ins Gefecht. Füchse-Urgestein Dirk Rohrbach sah die Auswirkungen so: "Während wir zum Schluss den Rhythmus verloren, kamen die Dresdner besser zurecht und wurden stärker." So konnten die Fans dann noch einmal vier Tore erleben. Daniel Menge (43.) und Sergej Stas (49.), dem ein schönes Tor in Unterzahl glückte, sorgten für den 3:3-Ausgleich. Zwar konnte Michael Kreitl vier Minuten vor dem Ende die erneute Füchse-Führung markieren, doch förmlich in letzter Sekunde (Dresden hatte sechs Feldspieler auf dem Eis) netzte Greg Schmidt zum 4:4 ein. Beim Penaltyschießen verwandelten Lars Müller und Morgan Warren für die Weißwasseraner, dagegen traf für die Eislöwen nur Andrej Kaufmann.

Das Fazit beider Trainer fiel danach recht unterschiedlich aus. Horymir Sekera zeigte sich zufrieden: "Bei uns fehlten drei Verteidiger, die Umstellungen brachte etwas Unruhe. Deshalb ist das Ergebnis in Ordnung." Jiri Kochta sah bei seinem Team noch zu viele Mängel: "Die Pässe kommen zu selten an, in den einzelnen Blöcken läuft es noch nicht rund, das Powerplay schon gar nicht. Und die Chancenverwertung lässt auch zu wünschen übrig." Manager Jan Tabor sah dennoch Positives: "Unser Goalie Marek Mastic kommt immer besser in Schwung."

Für die heutige zweite Begegnung im Fuchsbau kündigte der Lausitzer Stürmer Jörg Pohling schon vollmundig an: "Diesmal bekommt Dresden eine Packung." Die Elbestädter lässt das kalt. Eislöwen-Kapitän Jan Schertz: "Wir sind noch in der Testphase, die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele interessieren bald keinen mehr. Wir konzentrieren uns auf den 16. September, wenn das erste Punktspiel gegen die Füchse ansteht. Bis dahin haben wir noch viel zu tun."
(Astrid Hofmann)

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 01.09.05
586 mal gelesen
 
1 | elFranzo | 01.09.2005 @ 09:38
richtig so Golle ;-)
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