Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau: DNN vom 06.09.2005
05.09.2005 | 23:34 Uhr von
Die "Warren-Show": Kanadier münzt Strafbankfrust in Tore um
Füchse-Geschäftsführer René Reinert sollte sich als Wahrsager verdingen. Gleich nach der Auslosung für die erste Runde des DEB-Pokals hatte er prophezeit: "Nach dem jeweils knappen Ausscheiden in den letzten beiden Jahren sind wir diesmal dran." Tatsächlich: Nach einer 2:3-Niederlage vor zwei Jahren eben gegen die Rheinländer und dem 3:4 vor Jahresfrist gegen Wolfsburg warfen die Weißwasseraner die favorisierten Krefelder Pinguine diesmal mit 4:3 aus dem Pokal - und mussten dafür nicht einmal das Glück strapazieren! "Die Füchse hatten mehr Biss und das bessere Zweikampfverhalten. Wir konnten nicht zu unserem Spiel finden", erkannte KEV-Trainer Teal Fowler nach der Partie neidlos an.

Etwa 10 Minuten benötigten die Lausitzer, um Fahrt aufzunehmen und das vom Erstligisten vorgegebene Tempo mitgehen zu können. Spätestens ab dem 1:1 durch Morgan Warren, nur 13 Sekunden nach der Krefelder Führung, waren die Weißwasseraner voll im Spiel und den Gästen ebenbürtig. Zwei Akteure ragten aus einem geschlossen auftretenden Team noch heraus: Torhüter Sebastian Elwing und Doppeltorschütze Warren. Während "Elle" das Duell mit Nationalkeeper Robert Müller für sich entscheiden konnte und insbesondere in Unterzahl mehrfach überragend parierte, war Warren an allen Brennpunkten zu finden. Egal ob Defensive oder Angriffsspiel - der Kanadier brannte vor Ehrgeiz und agierte fast fehlerlos. Ihren Höhepunkt erlebte die "Warren-Show" zwischen der 46. und 53. Minute. Zunächst musste der 25-Jährige nach einer umstrittenen Entscheidung für 2 Minuten auf die Strafbank. Die Überzahl nutzte Krefeld zum 2:3-Anschluss. Wutschnaubend kehrte Warren aufs Eis zurück. Mit der geballten Ladung Frust hämmerte der Stürmer vier Minuten später die Scheibe vehement unter die Latte des KEV-Tores. Den Abschluss bildeten zwei rechte Geraden gegen "Intimfeind" Andrew Hedlund, der zuvor die Strafzeit provoziert hatte. Der nochmalige Anschluss der Pinguine 24 Sekunden vor dem Ende tat dann auch Warren nicht mehr weh.

"Ich will den DEB-Pokal nicht überbewerten. Es war für uns ein sehr gutes Vorbereitungsspiel und alle drei Reihen haben Tore geschossen", resümierte EHC-Trainer Horymir Sekera nüchtern. Fakt aber ist: Die neue (und hoffentlich bessere) Qualität des diesjährigen Füchse Teams machen drei ausgeglichene Blöcke aus, die alle ein Spiel entscheiden können. Diesmal war es die dritte Formation um Morgan Warren.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 06.09.2005
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8. EV Landshut 76
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