Presseschau: Lausitzer Rundschau 06.09.2005 Teil 2
06.09.2005 | 07:30 Uhr von
Drei gleichstarke Reihen und ein Luxus-Problem
Füchse zeigen sich mit Pokalsieg gegen Krefeld gerüstet für die 2. Liga
Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben mit dem 4:3-Pokalheimsieg gegen Ex-Meister Krefeld Pinguine eine erstaunliche Frühform nachgewiesen und Vorfreude auf die am 16. September startende Zweitliga-Saison geweckt. Mindestens genau so wichtig wie das Überraschungs-Ergebnis war jedoch die Erkenntnis, dass die Mannschaft von Trainer Horymir Sekera deutlich ausgeglichener besetzt ist als in der vergangenen Spielzeit. Die drei gleichstarken Reihen bescheren Sekera jetzt sogar ein Luxus-Problem.
Als die letzten Jubelgesänge der 1179 Zuschauer nach dem engagierten Auftritt des Außenseiters am Sonntag verklungen waren, trat der 56 Jahre alte Tscheche ganz bewusst auf die Euphorie-Bremse. In seiner Analyse der umkämpften Pokalpartie bescheinigte er seine Mannschaft zwar eine «super Leistung» und lobte vor allem, dass «die Scheibe gut gelaufen» sei. Von Euphorie war bei Sekera trotz des erstmaligen Einzuges in die 2. Pokalrunde aber nichts zu spüren. Denn: «Bei aller Wertschätzung für den DEB-Pokal: Wir befinden uns noch mitten in der Vorbereitung auf die 2. Liga.»
Immerhin nahmen Mannschaft und Trainer die Erkenntnis mit, dass sich die Einkaufspolitik schon jetzt auszuzahlen scheint. Denn im Gegensatz zur vergangenen Saison, als die Last der Verantwortung meistens auf den Schultern der ersten Reihe um Kapitän Mattias Wikström lag, verfügen die Lausitzer nun über drei gleichstarke Reihen.
Neuzugang Morgan Warren war nicht nur wegen seiner zwei Treffer der Mann des Abend im blau-gelben Trikot. Der aus Bad Tölz gekommene Stürmer führte die dritte Reihe zu einem Galaauftritt, zu dem mit Richard Rochefort, Lars Müller und Daryl Andrews gleich drei weitere Neuzugänge beitrugen. Ergänzt wurde die Reihe durch den routinierten Pavel Vait. Außerdem trug sich mit Lukas Slavetinsky aus der zweiten Reihe ein weiterer Neuzugang in die Torschützenliste ein. «Diese Ausgeglichenheit ist sehr wichtig für unser Spiel. Denn dadurch sind wir für den Gegner nicht so leicht auszurechnen. Ich denke, dass uns die Neuzugänge viel Freude bereiten werden» , betonte Trainer Sekera.
Nicht wirklich unglücklich registrierte er zudem, dass ihm diese Ausgeglichenheit sogar ein Luxus-Problem beschert. Denn bisher war im Falle von Strafzeiten meistens die erste Reihe sowohl für das Überzahl- als auch das Unterzahlspiel gesetzt. Nun hat Sekera die freie Wahl zwischen drei gleich starken Reihen. «Das ist für die Spieler und auch für mich als Trainer eine ganz neue Situation» , erklärte er.
Diese Mischung aus bewährten Kräften und viel versprechendem Neuzugang war es letztlich, die den Erstligisten aus Krefeld am Sonntag in die Knie zwang. Nur am Ende der Partie, als Ivo Jan die Gäste noch einmal auf 3:4 heranbrachte, geriet der Sieg der Füchse in Gefahr.
Doch der überragende Sebastian Elwing im Tor rettete seiner Mannschaft den umjubelten Einzug in die 2. Pokalrunde. Pinguine-Trainer Teal Fowler erwies sich anschließend als fairer Verlierer. «Weißwasser hatte den nötigen Biss in den Zweikämpfen und wollte unbedingt gewinnen. Diesen Willen habe ich bei meiner Mannschaft vermisst. Sie war nicht bereit, mit den gleichen Mitteln zu kontern» , bilanzierte Fowler, der nach sechs Testspielsiegen in Folge die erste Niederlage kassierte. «Deshalb haben die Füchse verdient gewonnen.» (Frank Noack)
Füchse zeigen sich mit Pokalsieg gegen Krefeld gerüstet für die 2. Liga
Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben mit dem 4:3-Pokalheimsieg gegen Ex-Meister Krefeld Pinguine eine erstaunliche Frühform nachgewiesen und Vorfreude auf die am 16. September startende Zweitliga-Saison geweckt. Mindestens genau so wichtig wie das Überraschungs-Ergebnis war jedoch die Erkenntnis, dass die Mannschaft von Trainer Horymir Sekera deutlich ausgeglichener besetzt ist als in der vergangenen Spielzeit. Die drei gleichstarken Reihen bescheren Sekera jetzt sogar ein Luxus-Problem.
Als die letzten Jubelgesänge der 1179 Zuschauer nach dem engagierten Auftritt des Außenseiters am Sonntag verklungen waren, trat der 56 Jahre alte Tscheche ganz bewusst auf die Euphorie-Bremse. In seiner Analyse der umkämpften Pokalpartie bescheinigte er seine Mannschaft zwar eine «super Leistung» und lobte vor allem, dass «die Scheibe gut gelaufen» sei. Von Euphorie war bei Sekera trotz des erstmaligen Einzuges in die 2. Pokalrunde aber nichts zu spüren. Denn: «Bei aller Wertschätzung für den DEB-Pokal: Wir befinden uns noch mitten in der Vorbereitung auf die 2. Liga.»
Immerhin nahmen Mannschaft und Trainer die Erkenntnis mit, dass sich die Einkaufspolitik schon jetzt auszuzahlen scheint. Denn im Gegensatz zur vergangenen Saison, als die Last der Verantwortung meistens auf den Schultern der ersten Reihe um Kapitän Mattias Wikström lag, verfügen die Lausitzer nun über drei gleichstarke Reihen.
Neuzugang Morgan Warren war nicht nur wegen seiner zwei Treffer der Mann des Abend im blau-gelben Trikot. Der aus Bad Tölz gekommene Stürmer führte die dritte Reihe zu einem Galaauftritt, zu dem mit Richard Rochefort, Lars Müller und Daryl Andrews gleich drei weitere Neuzugänge beitrugen. Ergänzt wurde die Reihe durch den routinierten Pavel Vait. Außerdem trug sich mit Lukas Slavetinsky aus der zweiten Reihe ein weiterer Neuzugang in die Torschützenliste ein. «Diese Ausgeglichenheit ist sehr wichtig für unser Spiel. Denn dadurch sind wir für den Gegner nicht so leicht auszurechnen. Ich denke, dass uns die Neuzugänge viel Freude bereiten werden» , betonte Trainer Sekera.
Nicht wirklich unglücklich registrierte er zudem, dass ihm diese Ausgeglichenheit sogar ein Luxus-Problem beschert. Denn bisher war im Falle von Strafzeiten meistens die erste Reihe sowohl für das Überzahl- als auch das Unterzahlspiel gesetzt. Nun hat Sekera die freie Wahl zwischen drei gleich starken Reihen. «Das ist für die Spieler und auch für mich als Trainer eine ganz neue Situation» , erklärte er.
Diese Mischung aus bewährten Kräften und viel versprechendem Neuzugang war es letztlich, die den Erstligisten aus Krefeld am Sonntag in die Knie zwang. Nur am Ende der Partie, als Ivo Jan die Gäste noch einmal auf 3:4 heranbrachte, geriet der Sieg der Füchse in Gefahr.
Doch der überragende Sebastian Elwing im Tor rettete seiner Mannschaft den umjubelten Einzug in die 2. Pokalrunde. Pinguine-Trainer Teal Fowler erwies sich anschließend als fairer Verlierer. «Weißwasser hatte den nötigen Biss in den Zweikämpfen und wollte unbedingt gewinnen. Diesen Willen habe ich bei meiner Mannschaft vermisst. Sie war nicht bereit, mit den gleichen Mitteln zu kontern» , bilanzierte Fowler, der nach sechs Testspielsiegen in Folge die erste Niederlage kassierte. «Deshalb haben die Füchse verdient gewonnen.» (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 06.09.2005