Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Jugend forscht – vorerst auf der Ersatzbank
09.09.2005 | 07:40 Uhr von
Neue Ausgeglichenheit der Lausitzer Füchse stellt noch höhere Anforderungen an den Nachwuchs / Heute Test in Crimmitschau
Die Ersatzbank ist trotz der dicken Polsterung der Spieler auch im Eishockey sehr hart. Diese Erfahrung machen derzeit die Nachwuchsspieler im Team der Lausitzer Füchse. Denn die neue Ausgeglichenheit des Zweitligisten aus Weißwasser, mit der am Sonntag erstmals der Einzug in die 2.Runde des DEB-Pokals geschafft wurde, hat die Talente vorerst in die Rolle der Reservisten versetzt. Der Grund: Weil bei den Neuverpflichtungen im Sommer die zweite und dritte Reihe ver stärkt wurde, rutschte der Nachwuchs in die vierte Reihe zurück. Und es zeichnet sich ab, dass Trainer Horymir Sekera – zumindest in den schwierigen Spielen – nur auf drei Reihen setzen wird. «Wir sind im Moment noch nicht soweit, dass wir mit allen vier Reihen das Tempo konstant hochhalten können» , betont Sekera.
Aber genau dieses hohe Tempo brauchen die Füchse für ihr Spiel. Dies zeigte sich eindrucksvoll im Pokal gegen Krefeld, als der Erstligist mit 4:3 niedergerungen wurde. Dass sich die vier Treffer auf drei Reihen verteilten, war ein deutlicher Fingerzeug für das Erfolgsrezept der Blau-Gelben. Diese Ausgeglichenheit der ersten drei Reihen hat jedoch auch eine Kehrseite. Sie bekommt derzeit der Nachwuchs zu spüren, der sich deutlich höheren Anforderungen ausgesetzt sieht als in der vergangenen Spielzeit. Selbst André Mücke und Marcel Leyva, die eigentlich schon zum Stammpersonal gehörten, müssen sich auf der Ersatzbank gedulden. Dazu kommen der überaus talentierte Elia Oswald und Marco Noack. «Wir haben mit ihnen gute Ersatzspieler in der Hinterhand, falls jemand wegen Krankheit oder Verletzung ausfällt» , beschreibt Sekera den momentanen Stand des Nachwuchses. «Die jungen Spieler haben in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt. Die Tendenz geht nach oben.»
Aber eben noch nicht nach ganz oben. Zumal sich das Spiel mit vier Reihen im Training nur schwer simulieren lässt. Denn das Üben mit vier Angriffsreihen erfordert logischerweise auch vier Verteidigungsreihen. Durch die Verletzung von Benjamin Wildgruber stehen momentan aber nur sieben statt der nötigen acht Verteidiger zur Verfügung. Dabei müsste gerade das Wechselspiel der vier Reihen geprobt werden. Es erfordert viel Disziplin und ist die hohe Schule des Eishockeysports. Sobald ein Spieler ausschert und zu lange auf dem Eis bleibt, gerät das gesamte Gefüge durcheinander. «Wenn ein Spieler länger als zwei oder drei Minuten auf der Bank sitzt, kommt er aus dem Rhythmus. Dadurch leidet natürlich das Tempo» , sagt Horymir Sekera.
Deshalb muss sich der Nachwuchs vorerst in Testspielen wie heute in Crimmitschau (20 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen Crimmitschau (17 Uhr) bewähren. «Die Jungs werden ihre Chancen bekommen» , verspricht der Füchse-Coach. Denn das Ziel ist klar: In absehbarer Zeit sollen sie das hohe Tempo der drei Top reihen mitgehen können. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 09.09.2005
685 mal gelesen
 
1 | Zwiebl | 09.09.2005 @ 10:54
Finde ich irgendwie nicht gut. Wenn man schon vier Reihen hat, sollte man doch auch (bis auf Ausnahmen) mit vier Reihen spielen. Den Vorteil des längeren Atems konnte man ja deutlich im Spiel gegen die Eislöwen erkennen. Und wenn z.B. ein Mücke schon in der 4. Reihe spielen muß (was ich auch nicht verstehe) und dann auch noch kaum zum Einsatz kommt, überlegt er sich nächste Saison sicher, ob er noch mal bei den Füchsen verlängert.
2 | Senator | 09.09.2005 @ 12:36
Ich sehe das eher gelassen. Es müsste eingespielt werden, um dann bei den üblichen Verletzungen/Sperren wieder umgestellt zu werden. Bin mir sicher, das alle gebraucht werden. Andererseits ist es nicht solch grosser Akt, mal bei Gelegenheit mit 4 Reihen zu spielen.
3 | Jörg | 09.09.2005 @ 14:35
Letzten Endes wird alles am Erfolg festgemacht.Kommt der nicht,gerät zuerst der Trainer in die Schusslinie.Persönlich finde ich es schade,dass gesunde Spieler sitzen müssen werden.Für mich wäre auch denkbar,jeweils einen jungen Spieler an die Seite von zwei erfahrenen Cracks zu stellen.Ohne Spielpraxis jedenfalls helfen uns die Bankdrücker im Ernstfall eher weniger.Mögen wir erfolgreich starten und jeweils klar führen.Dann kommt sicher auch die vierte Reihe zum Zuge.
4 | rene72 | 09.09.2005 @ 16:33
Die werden alle ihre Spielpraxis bekommen.
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION