Die Sektkorken knallten. Mit einem 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)-Erfolg über Weißwasser gelang den Dresdner Eislöwen eine tolle Premiere in der zweithöchsten Spielklasse. Der tüchtige Neuling nahm vor ausverkauftem Haus den erfahreneren Lausitzern gleich im ersten sächsischen Derby die Punkte ab. Im August hatten noch die Gäste zwei Test-Partien gegeneinander für sich entschieden.
Noch ehe die Eislöwen-Fans das neue Zweitliga-Flair so richtig genießen konnten, zappelte der Puck schon im Gehäuse von Neuzugang Marek Mastic. Der Kanadier Morgan Warren (5.) sorgte für den ersten Füchse-Treffer der neuen Saison. Am schnellen Umkehrspiel der Gäste hatte der Aufsteiger im ersten Drittel mächtig zu knabbern. Doch nach 16 Minuten beherrschten die blau-weißen Schals die Szenerie. Daniel Menge hatte den ersten Zweitbundesliga-Treffer der Eislöwen erzielt. Je mehr die Gastgeber im zweiten Drittel ihren Respekt ablegten, um so nervöser agierten plötzlich die routinierteren Füchse. „Ole, Ole“, sangen die Fans auf den Rängen, als nach einer halben Stunde der frühere Weißwasseraner Marcel Linke sogar zum Führungstreffer einkanonierte.
Endgültig sicherten die Eislöwen ihren Debüt-Erfolg Mitte des letzten Drittels. Der gebürtige Russe mit kanadischem Pass Michail Nemirovsky, der in der vorigen Saison noch in Nowosibirsk und Nottingham spielte, überwand Füchse-Torhüter Sebastian Elwing zum 3:1. Andrej Kaufmann sorgte zwei Minuten vor der Schluss-Sirene für den 4:1-Endstand.
Die Sorgen legen sich schnell
Trotz der Derby-Stimmung bewegte der Termin Freitagabend die Gemüter. Der Grund: die zeitlich fast parallele Puck-Jagd mit dem Zweitliga-Gipfel von Dynamo Dresden. „Das ist schon schade. Wir sollten uns in Dresden nicht gegenseitig die Fans streitig machen“, sagte Jan Tabor. „Aber Fußball ist halt Fußball. Und Dynamo kann ja für diese Parallele auch nichts“, fügte der Eislöwen-Manager hinzu. „Sie haben nun mal den Termin vorgeschrieben bekommen. Damit müssen wir leben.“ Die Eislöwen hatten zunächst einen späteren Beginn diskutiert, um eishockeyinteressierten Dynamo-Fans den Besuch zu ermöglichen. „Dies wäre dann aber frühestens 21.30 Uhr möglich gewesen. Im Interesse unserer jugendlichen Fans verwarfen wir diese Variante“, erläuterte Tabor. Neben den Dresdnern kennt auch Freiburg im Breisgau das Problem mit Zweitligisten sowohl im Fußball als auch im Eishockey. „Es sollte jedoch künftig vermieden werden“, hoffte Tabor. Doch die Sorgen legten sich schnell. Die Halle war mit 3 000 Besuchern, darunter fast 600 Schlachtenbummlern aus der Lausitz, ausverkauft.
Nach einem Dreivierteljahr Puck-Abstinenz hatte sich Klaus Dietze auf den Weg vom heimischen Leipzig in die Landeshauptstadt gemacht. „Schade, dass es für meine ehemalige Truppe nicht gereicht hat“, ärgerte sich der langjährige Chef der Lausitzer Füchse. Seinem vorzeitigen Abgang im Frühjahr trauert der 63-Jährige nicht nach. „Ich bin überhaupt nicht sauer, obwohl mir manchmal der Kick vom Eishockey fehlt“, meinte Dietze und fügte hinzu: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe Weißwasser aufrechten Ganges verlassen.“ Dietze hatte nach unüberbrückbaren Finanz-Differenzen mit der Stadt Weißwasser seinen Hut nehmen müssen. „Heute unterstütze ich den Computer-Hersteller Bluechip in Meuselwitz im Sportmarketing“, sagte Dietze.
( Berthold Neumann)
Noch ehe die Eislöwen-Fans das neue Zweitliga-Flair so richtig genießen konnten, zappelte der Puck schon im Gehäuse von Neuzugang Marek Mastic. Der Kanadier Morgan Warren (5.) sorgte für den ersten Füchse-Treffer der neuen Saison. Am schnellen Umkehrspiel der Gäste hatte der Aufsteiger im ersten Drittel mächtig zu knabbern. Doch nach 16 Minuten beherrschten die blau-weißen Schals die Szenerie. Daniel Menge hatte den ersten Zweitbundesliga-Treffer der Eislöwen erzielt. Je mehr die Gastgeber im zweiten Drittel ihren Respekt ablegten, um so nervöser agierten plötzlich die routinierteren Füchse. „Ole, Ole“, sangen die Fans auf den Rängen, als nach einer halben Stunde der frühere Weißwasseraner Marcel Linke sogar zum Führungstreffer einkanonierte.
Endgültig sicherten die Eislöwen ihren Debüt-Erfolg Mitte des letzten Drittels. Der gebürtige Russe mit kanadischem Pass Michail Nemirovsky, der in der vorigen Saison noch in Nowosibirsk und Nottingham spielte, überwand Füchse-Torhüter Sebastian Elwing zum 3:1. Andrej Kaufmann sorgte zwei Minuten vor der Schluss-Sirene für den 4:1-Endstand.
Die Sorgen legen sich schnell
Trotz der Derby-Stimmung bewegte der Termin Freitagabend die Gemüter. Der Grund: die zeitlich fast parallele Puck-Jagd mit dem Zweitliga-Gipfel von Dynamo Dresden. „Das ist schon schade. Wir sollten uns in Dresden nicht gegenseitig die Fans streitig machen“, sagte Jan Tabor. „Aber Fußball ist halt Fußball. Und Dynamo kann ja für diese Parallele auch nichts“, fügte der Eislöwen-Manager hinzu. „Sie haben nun mal den Termin vorgeschrieben bekommen. Damit müssen wir leben.“ Die Eislöwen hatten zunächst einen späteren Beginn diskutiert, um eishockeyinteressierten Dynamo-Fans den Besuch zu ermöglichen. „Dies wäre dann aber frühestens 21.30 Uhr möglich gewesen. Im Interesse unserer jugendlichen Fans verwarfen wir diese Variante“, erläuterte Tabor. Neben den Dresdnern kennt auch Freiburg im Breisgau das Problem mit Zweitligisten sowohl im Fußball als auch im Eishockey. „Es sollte jedoch künftig vermieden werden“, hoffte Tabor. Doch die Sorgen legten sich schnell. Die Halle war mit 3 000 Besuchern, darunter fast 600 Schlachtenbummlern aus der Lausitz, ausverkauft.
Nach einem Dreivierteljahr Puck-Abstinenz hatte sich Klaus Dietze auf den Weg vom heimischen Leipzig in die Landeshauptstadt gemacht. „Schade, dass es für meine ehemalige Truppe nicht gereicht hat“, ärgerte sich der langjährige Chef der Lausitzer Füchse. Seinem vorzeitigen Abgang im Frühjahr trauert der 63-Jährige nicht nach. „Ich bin überhaupt nicht sauer, obwohl mir manchmal der Kick vom Eishockey fehlt“, meinte Dietze und fügte hinzu: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe Weißwasser aufrechten Ganges verlassen.“ Dietze hatte nach unüberbrückbaren Finanz-Differenzen mit der Stadt Weißwasser seinen Hut nehmen müssen. „Heute unterstütze ich den Computer-Hersteller Bluechip in Meuselwitz im Sportmarketing“, sagte Dietze.
( Berthold Neumann)
Quelle: Dresdener Neues Nachrichten