Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Grizzly Adams aus Wolfsburg zu Gast
17.09.2005 | 21:48 Uhr von
Am Sonntag gastiert zum ersten Heimspiel der neuen Saison der EHC Wolfsburg im Fuchsbau. Nach einjähriger DEL-Erfahrung mussten die Grizzly Adams den unfreiwilligen Gang in die 2. Bundesliga antreten. Ihnen fehlt schlicht eine DEL-taugliche Eishalle, und einer weiteren Ausnahmegenehmigung stimmten die übrigen DEL-Gesellschafter nicht zu und das bedeutete den Lizenzentzug. Nun wollen die Wolfsburger wieder direkt in die DEL aufsteigen, aber eine Lösung für das Hallenproblem ist nicht in Sicht. Der erste Versuch eines Neubaus scheiterte im Frühjahr, im August wurde eine neue Ausschreibung getätigt, aber gebaut wird immer noch nicht. Somit müssen die Wolfsburger weiterhin mit ihrem "Eispalast" vorlieb nehmen, eine Spielstätte die ihrem Namen nicht wirklich Ehre macht.
Das erste Heimspiel der Saison konnten die VW-Städter am Freitag mit 3:1 gegen die Moskitos aus Essen gewinnen. Der namhafteste Neugzugang in der Mannschaft ist zweifellos Torwart Chris Rogles. 344 Spiele absolvierte er in der DEL für Düsseldorf, Kassel und Köln, mit denen er sogar schon deutscher Meister war. Ursprünglich für die DEL verpflichtet, spielt Rogles auch in der zweiten Liga für Wolfsburg, er wollte nach dem unerwarteten Abstieg seiner Familie keinen weiteren Umzug zumuten. Sein Backup ist Jan Münster, auf dieser Position werden die WOBer wohl kaum Sorgen haben müssen. Die Korsettstangen der Defensive sind die NHL-erfahrenen Jesse Fibiger und Justin Kurtz. Im Sturm kann der kanadische Coach Bob Leslie auf Namen wie Delisle, Lingemann und Regan zurückgreifen. Auch ein alter Bekannter wird morgen im Fuchsbau erwartet: Christoph Wietfeldt, ehemals Paepke. Er wechselte 2002 aus der Lausitz an die Aller.
Bei den Füchsen dürfte ja nach der Freitagschlappe die Erkenntnis eingekehrt sein, dass man mit schönem Eishockey alleine kein Spiel gewinnen wird. Die Devise für Sonntag kann also eigentlich nur Sieg heißen. Wenn sich die Mannschaft in einer ähnlichen Form wie im Pokalspiel präsentiert, dürfte es nicht unmöglich sein, Punkte im Fuchsbau zu behalten. Es ist ja schliesslich kaum anzunehmen, dass sich die Füchse auf dem 13 Tabellenplatz, den man sich ganz solidarisch mit den Freiburger Wölfen teilt, längerfristig einquartieren wollen. Bleibt also nur zu hoffen, dass die Füchse morgen besser und konzentrierter spielen und die Zuschauer im eigenen Stadion nich gleich zu Saisonbeginn verschrecken. Der einzige Ausfall ist Benni Wildgruber.
Die Verantwortung für das Spiel liegt in den Händen von HSR Heino Kathmann aus Hamburg. Ihm assistieren die Linesmen Boris Gregorius (Berlin) und Gregor Sochiera (Kassel). Sonntag wird es im Stadion das neue Füchseheft (1,00 €) zu kaufen geben, dass in dieser Saison wieder wöchentlich erscheinen soll.
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