Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Lausitzer Füchse beenden die Ära von Trainer Seker
05.10.2005 | 09:18 Uhr von DavidH.
Der Abschied lag in der Luft. Die 1:2-Heimniederlage gegen Freiburg war für Horymir Sekera das letzte Spiel hinter der Füchse-Bande. Die Weißwasseraner stehen sind mit nur einem Punkt aus sechs Spielen Schlusslicht der 2. Eishockey-Bundesliga und haben schon sieben Punkte Rückstand auf den angestrebten achten Platz. Deshalb zogen die Gesellschafter um Geschäftsführer René Reinert jetzt die Reißleine. Nachdem sie am Montagabend noch beteuert hatten, die Situation zuerst zu beraten, wurde gestern Morgen „alles schriftlich besiegelt“, wie Reinert erklärt.

Ex-Trainer Sekera zeigte sich von der Entscheidung nicht überrascht: „So ist das nun mal im Sport. Wir hatten keinen guten Start, die Ergebnisse waren schlecht, also musste ich diese Reaktion voraussehen.“ Psychologischer Druck, Frust, Nervosität und Hektik seien immer größer geworden. „Ein Erfolgserlebnis – und das Selbstvertrauen wäre zurück“, sagt Sekera, der nach eigenem Bekunden keine Bitterkeit verspürt. Nur darüber, ob die Mannschaft hinter ihm gestanden hat, wollte er nichts sagen. Schließlich habe man sich fair getrennt und versprochen, keine schmutzige Wäsche zu waschen.
Kapitän Mattias Wikström zeigte sich von der Beurlaubung Sekeras überrascht: „So schnell hätten wir nicht damit gerechnet. Wir hoffen, dass wir schnell verlorenen Boden wieder gutmachen können.“

Vorübergehend übernimmt Co-Trainer Torsten „Otto“ Hanusch, der gestern seinen 39. Geburtstag feierte, das Ruder. Er spielte selbst zehn Jahre als Profi in Weißwasser. „Die Mannschaft ist stark genug. Bei uns spielen die besten Ausländer, die wir je hatten. Wenn die Einstellung stimmt, können wir jeden Gegner schlagen.“ Er wolle im Über- und Unterzahlspiel sowie im Ausnutzen der Chancen die Trainingsschwerpunkte setzen.

Unter den Füchse-Fans wird die Entlassung kontrovers diskutiert. Während einige zuletzt im Fuchsbau „Sekera raus!“ riefen, hält Sascha Hache von der Fan-Homepage den Rauswurf für „übereilt“. Er macht einige Leistungsträger für den verpatzten Saisonstart verantwortlich. „Sie haben sich mehr um die Führungsrolle gestritten als Leistung gebracht“, so Hache.

Geschäftsführer Reinert hat „eine ganze Reihe von Angeboten und Anfragen“ für den frei gewordenen Trainerstuhl. Neben den sportlichen Referenzen sei aber auch die finanzielle Seite wichtig. Verhandlungen mit Kandidaten habe er noch keine geführt. Anderslautende Gerüchte seien „Unsinn“.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05.10.05
759 mal gelesen
 
1 | Heidi | 05.10.2005 @ 11:55
Da kann ich Sascha Hache alias Mozart nur Recht geben. Übereilt.
2 | Zwiebl | 05.10.2005 @ 12:22
Ich weiß nicht. Ich finde es irgendwie gut und der richtige Schritt nach vorn. Immerhin haben die Füchse ja unter Sekera seit Mitte letzter Saison schon nicht mehr wirklich viel gerissen, auch wenn sie grandios gestartet sind. Danach wurden "nur" noch die Playoffs erzittert. Auch wenn es nach "nur" 6 Spieltagen übereilt klingt, denke ich doch, daß es nicht FALSCH war den Trainer zu wechseln. Es ist schließlich leichter den Trainer zu tauschen als die ganze Mannschaft.
3 | Fuchs | 05.10.2005 @ 15:19
wie alt is den otto den nu geworden. hier steht 39 und beim glückwunsch von es-weisswasser.de steht 37
4 | Matzl | 05.10.2005 @ 15:41
Übereilt? So ein Quark. Sollten wir noch 6 Niederlagen abwarten?
5 | Arethusa | 05.10.2005 @ 16:18
Nein bis Dezember;)
6 | Stefan-ESW | 05.10.2005 @ 18:32
Erst hat Mozart seinen Doc verloren und jetzt seinen Lieblingstrainer,ist doch klar das er das sagt.
7 | Silvio | 07.10.2005 @ 09:14
ein richtiger schritt, viel bewegt hat er nichts in sachen eissport in wsw
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