Weißwasser. Erwartungsgemäß haben sich die Lausitzer Eishockeyfüchse nach sechs Niederlagen in Folge zum Saisonstart von Trainer Horymir Sekera getrennt. Am 21. November 2002 hatte der Tscheche den Posten in Weißwasser übernommen. Er konnte danach weder den Abstieg in die Oberliga verhindern, noch wurde der angestrebte Wiederaufstieg in Liga zwei auf sportlichem Wege geschafft. Allerdings spielten die Füchse nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga am Grünen Tisch im letzten Jahr eine unerwartet starke Saison und erreichten sogar die Play-offs.
Dafür ging nach äußerst erfolgreicher Vorbereitung der Start in die neue Spielzeit komplett in die Hose. "Es waren sicherlich 15 bis 20 kleine Dinge, die uns in die jetzige Lage gebracht haben. Wir hatten aber das Gefühl, dass der Trainer das Ruder nicht mehr herumreißen kann", begründet EHC-Geschäftsführer René Reinert die Entscheidung, Horymir Sekera zunächst zu beurlauben. Der 56-Jährige akzeptiert die Suspendierung: "Es ist verständlich, dass durch einen Trainerwechsel der Mannschaft neue Impulse gegeben werden sollen. Die Truppe hat Potenzial, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Was momentan fehlt, ist das Selbstvertrauen."
Dabei ließ Sekera nichts unversucht, seine Schützlinge zu motivieren. "In der Kabine habe ich mir einen Eimer mit Müll über den Kopf geschüttet und gesagt: âWenn es euch hilft, bessere Leistungen zu bringen, mache ich es immer wieder.' Leider hat es nicht geholfen", erzählt der Tscheche. "Die Mannschaft hat die Nachricht von der Beurlaubung des Coaches gefasst aufgenommen. Sektkorken haben nicht geknallt", schildert Reinert den gestrigen Morgen, als er die Botschaft in der Kabine überbrachte. Es schloss sich eine gemeinsame Videoschau an. Das Spiel der Berliner Eisbären bei den Iserlohn Roosters (6:9) flimmerte über die Mattscheibe. "Jeder konnte sehen, wie man Tore schießt. Jeder konnte sehen, wie man selbst bei höheren Rückständen kämpfen muss. Jeder konnte für sich selbst überlegen, ob er in den Spielen auch so hart gearbeitet hat", erläuterte der Füchse-Geschäftsführer den Sinn der Maßnahme.
Zudem wurden Festlegungen getroffen, die dazu beitragen sollen, sich als Mannschaft neu zu finden. Die 4. Reihe wird ab sofort regelmäßig mit Spielbeginn Eiszeit bekommen. In der Kabine wurde die Sitzordnung geändert, damit jene Formationen, die zusammen spielen, auch mehr miteinander kommunizieren. Und die Intensität im Training wird spürbar erhöht. Torsten Hanusch, Weißwasseraner Urgestein und bisher Co-Trainer, wird die Mannschaft in den nächsten Tagen betreuen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Spielaufbau, schnelleren Passfolgen sowie Über- und Unterzahlsituationen. "Im Training muss das Spiel simuliert, nicht nur alibimäßig herumgelaufen werden", fordert Reinert.
Kapitän Mattias Wikström war von der Trainerentlassung überrascht. Der Schwede ist mit sich selbst höchst unzufrieden: "Ich wollte viel mehr leisten. Aber irgendwie passt es momentan nicht. Insofern verspreche ich mir vom Neustart auch Umstellungen in der Mannschaft, damit Eishockey wieder Spaß macht." Trainersohn Martin Sekera hat signalisiert, dass er unabhängig von der Suspendierung seines Vaters den Vertrag in Weißwasser erfüllen will. Insofern behält Reinert mit seiner Prognose hoffentlich Recht, wenn er sagt: "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft am kommenden Wochenende 120 Prozent Leistung gibt. Schritt für Schritt wird es aufwärts gehen
Dafür ging nach äußerst erfolgreicher Vorbereitung der Start in die neue Spielzeit komplett in die Hose. "Es waren sicherlich 15 bis 20 kleine Dinge, die uns in die jetzige Lage gebracht haben. Wir hatten aber das Gefühl, dass der Trainer das Ruder nicht mehr herumreißen kann", begründet EHC-Geschäftsführer René Reinert die Entscheidung, Horymir Sekera zunächst zu beurlauben. Der 56-Jährige akzeptiert die Suspendierung: "Es ist verständlich, dass durch einen Trainerwechsel der Mannschaft neue Impulse gegeben werden sollen. Die Truppe hat Potenzial, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Was momentan fehlt, ist das Selbstvertrauen."
Dabei ließ Sekera nichts unversucht, seine Schützlinge zu motivieren. "In der Kabine habe ich mir einen Eimer mit Müll über den Kopf geschüttet und gesagt: âWenn es euch hilft, bessere Leistungen zu bringen, mache ich es immer wieder.' Leider hat es nicht geholfen", erzählt der Tscheche. "Die Mannschaft hat die Nachricht von der Beurlaubung des Coaches gefasst aufgenommen. Sektkorken haben nicht geknallt", schildert Reinert den gestrigen Morgen, als er die Botschaft in der Kabine überbrachte. Es schloss sich eine gemeinsame Videoschau an. Das Spiel der Berliner Eisbären bei den Iserlohn Roosters (6:9) flimmerte über die Mattscheibe. "Jeder konnte sehen, wie man Tore schießt. Jeder konnte sehen, wie man selbst bei höheren Rückständen kämpfen muss. Jeder konnte für sich selbst überlegen, ob er in den Spielen auch so hart gearbeitet hat", erläuterte der Füchse-Geschäftsführer den Sinn der Maßnahme.
Zudem wurden Festlegungen getroffen, die dazu beitragen sollen, sich als Mannschaft neu zu finden. Die 4. Reihe wird ab sofort regelmäßig mit Spielbeginn Eiszeit bekommen. In der Kabine wurde die Sitzordnung geändert, damit jene Formationen, die zusammen spielen, auch mehr miteinander kommunizieren. Und die Intensität im Training wird spürbar erhöht. Torsten Hanusch, Weißwasseraner Urgestein und bisher Co-Trainer, wird die Mannschaft in den nächsten Tagen betreuen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Spielaufbau, schnelleren Passfolgen sowie Über- und Unterzahlsituationen. "Im Training muss das Spiel simuliert, nicht nur alibimäßig herumgelaufen werden", fordert Reinert.
Kapitän Mattias Wikström war von der Trainerentlassung überrascht. Der Schwede ist mit sich selbst höchst unzufrieden: "Ich wollte viel mehr leisten. Aber irgendwie passt es momentan nicht. Insofern verspreche ich mir vom Neustart auch Umstellungen in der Mannschaft, damit Eishockey wieder Spaß macht." Trainersohn Martin Sekera hat signalisiert, dass er unabhängig von der Suspendierung seines Vaters den Vertrag in Weißwasser erfüllen will. Insofern behält Reinert mit seiner Prognose hoffentlich Recht, wenn er sagt: "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft am kommenden Wochenende 120 Prozent Leistung gibt. Schritt für Schritt wird es aufwärts gehen
Quelle: DNN vom 05.10.05