Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Hanusch fordert heute harte Arbeit
07.10.2005 | 08:23 Uhr von DavidH.
Er ist der Rekordmann der Lausitzer Füchse. 590 Mal hat Torsten Hanusch als Profi das blau-gelbe Trikot des Traditionsvereins aus Weißwasser getragen. Doch sein wichtigstes Spiel bestreitet der 38-Jährige heute Abend als Interimscoach des Schlusslichts der 2.
Eishockey-Bundesliga gegen die Landshut Cannibals (19.30 Uhr). Nach dem katastrophalen Saisonstart mit sechs Niederlagen in sechs Spielen soll der Nachfolger des beurlaubten Cheftrainers Horymir Sekera endlich die Wende erzwingen. «Das Training in dieser Woche sah sehr gut aus. Jetzt müssen wir es im Spiel umsetzen» , beschreibt Hanusch die Ausgangsposition.

Für den ehemaligen Verteidiger, der zuletzt die Verbandsliga-Mannschaft der Jungfüchse betreute, ist es das erste Spiel als Profitrainer. Früher hat sich Hanusch in die Schüsse der Gegner geworfen und seinen Körper nie geschont. Heute steht er hinter der Bande. «Diese Rolle ist auch für mich ein neues Gefühl. Wenn das Spiel beginnt, muss ich den Großteil meiner Arbeit gemacht haben.»
In den Trainingseinheiten wurde vor allem an der Abschlussschwäche gearbeitet. Immer und immer wieder ließ Hanusch aufs Tor schießen. Wohlwissend, dass sich die nervliche Belastung des Wettkampfes und die allgemeine Verunsicherung im Team nur schwer simulieren lassen. «Die Spieler brauchen endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Dann gehen viele Dinge einfacher» , ist sich Hanusch sicher. «Aber dieses Erfolgserlebnis müssen wir uns hart erarbeiten.»
Harte und ehrliche Arbeit – diese Tugend verkörperte Hanusch jahrelang wie kein Zweiter auf dem Eis im Fuchsbau. Heute soll sie gegen die Gäste aus Niederbayern, die am Sonntag den REV Bremerhaven mit 10:1 vom Eis fegten, der Schlüssel zum so wichtigen Heimsieg sein. Hanusch hat seine Mannschaft angehalten, aggressiver in die Zweikämpfe zu gehen. Den Zuschauern verspricht er zwar keinen Schönheitspreis, aber eben harte und ehrliche Arbeit aller Profis. «Wir haben zuletzt meistens gut gespielt und am Ende trotzdem verloren. Deshalb habe ich kein Problem damit, wenn wir mal nicht so gut spielen und dafür endlich gewinnen.»

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 07.10.05
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1 | Odin | 07.10.2005 @ 13:55
Ist er nicht ein feiner Kerl?
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