Frederick Carroll hat nach dem ersten Training einen guten Eindruck und glaubt an die Play-Offs.
Nun ist es amtlich: Der Deutsch-Kanadier Frederick Carroll ist neuer Trainer der Lausitzer Füchse. Gestern wurde er der Mannschaft vorgestellt und auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.
Der 42-jährige Carroll ist in Bell Island (Neufundland) geboren und spielte seit 1986 in Deutschland Eishockey, die ersten Jahre in der 2. Bundesliga, unter anderem in Bad Nauheim und Wolfsburg. Später verdiente er in der Oberliga sein Geld. Seine Trainerlaufbahn begann er vor fünf Jahren als Nachwuchs-Coach bei den Hannover Indians, seiner letzten Station als Spieler. Nach einem missglückten Trainereinstieg in Selb (Entlassung nach wenigen Wochen) tauchte er als Spielertrainer in Leipzig auf, spielte damals auch im Nieskyer Waldstadion gegen die Tornados.
Vor gut zwei Jahren wechselte er zum Oberligisten SC Mittelrhein-Neuwied, wo er mit geringen finanziellen Mitteln ein schlagkräftiges Team aufbaute, mit dem er in der vergangenen Saison überraschend die Play-Offs erreichte. Nach unterschiedlichen Auffassungen über die weitere Ausrichtung der Mannschaft trennten sich Verein und Carroll vor der neuen Saison.
Nach der Beurlaubung von Horymir Sekera waren in Weißwasser um die 20 Bewerbungen eingegangen. „Für Frederick Carroll haben wir uns entschieden, weil er genau in unser Anforderungsprofil passt“, erklärte Füchse-Geschäftsführer René Reinert. Nach einem ersten Kontakt über einen Spielerberater sei man sich mit Carroll schnell einig geworden.
Erfahrungen als Trainer in der 2. Bundesliga oder gar DEL hat Carroll nicht. Er leitete am Vormittag seine erste Trainingseinheit mit der Mannschaft, versuchte dabei, eine Balance zwischen konditionell hohen Anforderungen an die Spieler und Spaß zu finden. „Mein erster Eindruck von der Mannschaft ist sehr gut, das Problem liegt wohl eher in den Köpfen. Wenn wir das in den Griff bekommen, wird auch der Erfolg zurück kehren“, sagte er und weiter: „Ich denke, dass wir unseren Tiefpunkt jetzt erreicht haben. Nun kann es nur noch aufwärts gehen.“ Ziel sei es, die Play-Offs der besten acht Mannschaften trotz der schlechten Ausgangssituation noch zu erreichen.
Geschäftsführer René Reinert übt derweil Druck auf die Mannschaft aus, droht den Spielern, die bei diesem Neuanfang nicht richtig mitziehen, mit entsprechenden Konsequenzen. Rücksicht auf Namen werde dabei keine mehr genommen.
Jetzt gilt es, schnell die Kurve zu bekommen. Das kommende Wochenende bietet eine gute Gelegenheit dafür. Die beiden Gegner, der Vorletzte EHC München zu Hause und die Tölzer Löwen (Viertletzte, dort wohnt Carrolls Familie) auswärts, scheinen in Reichweite der Füchse. Eigentlich sind da sechs Punkte Pflicht, will man tatsächlich noch in die Play-Offs. Die Daumen drückt auch Steffen Thau, früher Spieler in Weißwasser und heute Trainer in Niesky: „Ich habe 1995/96 in Timmendorf mit Fred Carroll zusammen gespielt. Als Spieler war er immer einsatzbereit und körperlich stark. Ob er die Führungsqualitäten besitzt, um die Füchse aus dem Keller zu führen, muss er jetzt zeigen.“ (Frank Thümmler)
Salut! Irgendwo habe ich den Großteil des Artikels schon gelesen. Ah, jetzt habe ich es. 10.10.05, 22:16 Uhr auf dieser Homepage. Sogar einzelne Sätze wurden fast 1:1 übernommen.
Au revoir Edmond!
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Nun ist es amtlich: Der Deutsch-Kanadier Frederick Carroll ist neuer Trainer der Lausitzer Füchse. Gestern wurde er der Mannschaft vorgestellt und auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.
Der 42-jährige Carroll ist in Bell Island (Neufundland) geboren und spielte seit 1986 in Deutschland Eishockey, die ersten Jahre in der 2. Bundesliga, unter anderem in Bad Nauheim und Wolfsburg. Später verdiente er in der Oberliga sein Geld. Seine Trainerlaufbahn begann er vor fünf Jahren als Nachwuchs-Coach bei den Hannover Indians, seiner letzten Station als Spieler. Nach einem missglückten Trainereinstieg in Selb (Entlassung nach wenigen Wochen) tauchte er als Spielertrainer in Leipzig auf, spielte damals auch im Nieskyer Waldstadion gegen die Tornados.
Vor gut zwei Jahren wechselte er zum Oberligisten SC Mittelrhein-Neuwied, wo er mit geringen finanziellen Mitteln ein schlagkräftiges Team aufbaute, mit dem er in der vergangenen Saison überraschend die Play-Offs erreichte. Nach unterschiedlichen Auffassungen über die weitere Ausrichtung der Mannschaft trennten sich Verein und Carroll vor der neuen Saison.
Nach der Beurlaubung von Horymir Sekera waren in Weißwasser um die 20 Bewerbungen eingegangen. „Für Frederick Carroll haben wir uns entschieden, weil er genau in unser Anforderungsprofil passt“, erklärte Füchse-Geschäftsführer René Reinert. Nach einem ersten Kontakt über einen Spielerberater sei man sich mit Carroll schnell einig geworden.
Erfahrungen als Trainer in der 2. Bundesliga oder gar DEL hat Carroll nicht. Er leitete am Vormittag seine erste Trainingseinheit mit der Mannschaft, versuchte dabei, eine Balance zwischen konditionell hohen Anforderungen an die Spieler und Spaß zu finden. „Mein erster Eindruck von der Mannschaft ist sehr gut, das Problem liegt wohl eher in den Köpfen. Wenn wir das in den Griff bekommen, wird auch der Erfolg zurück kehren“, sagte er und weiter: „Ich denke, dass wir unseren Tiefpunkt jetzt erreicht haben. Nun kann es nur noch aufwärts gehen.“ Ziel sei es, die Play-Offs der besten acht Mannschaften trotz der schlechten Ausgangssituation noch zu erreichen.
Geschäftsführer René Reinert übt derweil Druck auf die Mannschaft aus, droht den Spielern, die bei diesem Neuanfang nicht richtig mitziehen, mit entsprechenden Konsequenzen. Rücksicht auf Namen werde dabei keine mehr genommen.
Jetzt gilt es, schnell die Kurve zu bekommen. Das kommende Wochenende bietet eine gute Gelegenheit dafür. Die beiden Gegner, der Vorletzte EHC München zu Hause und die Tölzer Löwen (Viertletzte, dort wohnt Carrolls Familie) auswärts, scheinen in Reichweite der Füchse. Eigentlich sind da sechs Punkte Pflicht, will man tatsächlich noch in die Play-Offs. Die Daumen drückt auch Steffen Thau, früher Spieler in Weißwasser und heute Trainer in Niesky: „Ich habe 1995/96 in Timmendorf mit Fred Carroll zusammen gespielt. Als Spieler war er immer einsatzbereit und körperlich stark. Ob er die Führungsqualitäten besitzt, um die Füchse aus dem Keller zu führen, muss er jetzt zeigen.“ (Frank Thümmler)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 12.10.2005