Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse steigern sich – verlieren aber erneut
22.10.2005 | 17:59 Uhr von
Weißwasser unterliegt gegen Straubing 2:3 n. P. «Steh' auf, wenn du am Boden liegst, steh' auf!» Das Lied für alle Verlierer hat weiterhin Hochkonjunktur in der Weißwasseraner Eishalle. Denn auch am 11. Zweitliga-Spieltag gelang den Lausitzer Füchsen trotz einer furiosen Steigerung im letzten Drittel wieder nicht der erhoffte erste Saisonsieg. Mit dem 2:3 nach Penaltyschießen gestern Abend gegen die Straubing Tigers kassierte das Tabellenschlusslicht bereits die elfte Niederlage im elften Spiel. Bill Trew (24.) und Steve Palmer (28.) hatten vor 1697 Zuschauern die Gäste im zweiten Drittel zunächst in Führung geschossen. Im letzten Abschnitt erzwangen Füchse- Kapitän Mattias Wikström (45.) und Richard Rochefort (52.) doch noch die Verlängerung. Die Entscheidung fiel im Penaltyschießen, wo Bill Trew als zehnter und letzter Schütze den einzigen Treffer markierte. Trotz der erneuten Niederlage bekamen die Füchse aufmunternden Applaus von den Rängen mit auf den Weg zur morgigen Auswärtspartie bei den Moskitos Essen. Dabei begann die Partie gestern ungewöhnlich leise. Denn wie angekündigt boykottierte der Fanclub «Blue Sons» – normalerweise für die gute Stimmung in der Eishalle verantwortlich – die ersten zehn Minuten des Spiels. Mit dieser Maßnahme wollten die Anhänger ihren Unmut über die Leistungen der Mannschaft in den vergangenen Wochen deutlich machen. «Wir haben Angst um unseren Verein – Ihr auch?» , hieß es auf einem riesigen Spruchband. Erst nach zehn Minuten kamen die «Blue Sons» in die Halle. Viel verpasst hatten sie ohnehin nicht. Weißwasser war mit dem torlosen Remis im ersten Drittel gut bedient. Denn Straubing vergab mehrere gute Möglichkeiten. Zudem störten die Gäste früh den Spielaufbau der Füchse, die sich deshalb kaum Torchancen erspielen konnten.
Nach den beiden Gegentreffern im zweiten Drittel, denen erneut eklatante individuelle Fehler vorausgingen, tat sich Weißwasser noch schwer. Nach vorn ging fast nichts. Lediglich in der 35. Minute wurde es eng für Straubing. Kurz nacheinander scheiterten Martin Sekera, Lars Müller und Dirk Rohrbach am sicheren Tigers-Keeper Mike Bales.
Erst nach dem Anschlusstreffer durch Mattias Wikström verbesserte sich das Spiel der Füchse deutlich. Plötzlich gingen sie couragiert nach vorn und waren ein ebenbürtiger Kontrahent. Durch den Ausgleichstreffer von Richard Rochefort schöpften sie weiteres Selbstvertrauen. Fast im Minutentakt musste nun Mike Bales im Straubinger Tor retten. Ihm hatten es die Gäste zu verdanken, dass die überhaupt Partie in die Verlängerung ging.

Quelle: Lausitzer Rundschau
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