Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Berliner Mini-Eisbären laufen den Füchsen davon
26.10.2005 | 15:31 Uhr von
DEB-Pokal: Weißwasser verliert Ostduell gegen den Meister 3:4 n.V. Zehn Jahre nach dem letzten Sieg von Weißwasser gegen Berlin waren die Mini-Eisbären diesmal eine Nummer zu groß für die Lausitzer Füchse. In der Neuauflage des prestigeträchtigen Ostduells der früheren Dauerrivalen setzte sich der amtierende deutsche Meister auch ohne seine Stars mit 3:4 nach Verlängerung durch und zog vor 2750 Zuschauern in die dritte Runde des DEB-Pokals ein. Im 286. Pflichtspiel der früheren DDR-Oberligisten, die bis 1990 Woche für Woche in der kleinsten Liga der Welt gegeneinander gekämpft hatten, machten die in historischen Dynamo-Trikots spielenden Füchse trotz der Niederlage ihrem früheren Vereinsnamen alle Ehre. Die Mini-Eisbären waren zwar erwartungsgemäß in läuferischer Hinsicht die bessere Mannschaft. Diese Nachteile machten die Füchse aber mit unbändigem Kampfgeist wett und standen sogar kurz vor dem Sieg. Erst 13 Sekunden vor dem Ende kam Berlin zum 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung nutzte dann Richard Mueller die Überzahl der Gäste zum entscheidenden Treffer zum 4:3-Endstand. Berlins Meistertrainer Pierre Pagé hatte wie angekündigt auf sämtliche Stars verzichtet, um ihnen nach der Terminhatz in den vergangenen Wochen eine Verschnaufpause zu geben. Allein in diesem Monat haben die Eisbären in der DEL bereits zehn Spiele absolviert. Aufgefüllt wurde das Team mit Nachwuchstalenten aus der Regionalliga.
Die Anfangsphase der Partie ging ganz klar an die jungen Eisbären, die mit ihrer Schnelligkeit die Gastgeber immer wieder in Verlegenheit brachten. Gegen den Berliner Wirbel fand Weißwasser zunächst kein Mittel. Erst der Überzahl-Treffer von Richard Rochefort in der 14. Minute änderte die Szenerie. Der Kanadier traf nach einem schönen Sololauf zur 1:0-Führung (14.). Jetzt konnten sich auch die Füchse besser in Szene setzen. Trotzdem fiel der nächste Treffer auf der anderen Seite. Steven Rupprich überraschte in der 18. Minute mit seinem Schuss die Weißwasseraner Hintermannschaft inklusive Torhüter Sebastian Elwing.
Das zweite Drittel begann mit einer zweiminütigen 5:3-Überzahl der Füchse. Mehr als zwei Schüsse von Robert Bartlick und Martin Sekera kamen dabei jedoch nicht heraus. In beiden Szenen rettete Torhüter Sebastian Stefaniszin für die Eisbären. Insgesamt war es nun eine ausgeglichene Partie, weil Weißwasser besser in die Zweikämpfe kam. Allerdings leistete sich die Defensive der Blau-Gelben wie schon in den vergangenen Spielen wieder eine folgenschwere Unaufmerksamkeit. Thomas Schenkel kam in der 29. Minute völlig frei zum Schuss und traf zum 2:1 für Berlin.
Im letzten Drittel legten die von den begeisterten Fans nach vorn getriebenen Gastgeber einen weiteren Gang zu. Marcel Leyva erzielte zunächst den Ausgleich zum 2:2 (46.). Kurz danach sorgte dann Kapitän Mattias Wikström für den umjubelten Treffer zum 3:2 (52.). Der Sieg war nun zum Greifen nahe. Berlin suchte verzweifelt die Offensive und nahm kurz vor Schluss noch Torhüter Sebastian Stefaniszin zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. 13 Sekunden vor dem Ende markierte Rene Kramer den Ausgleich zum 3:3, der den deutschen Meister in die Verlängerung rettete.
Quelle: Lausitzer Rundschau
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