Erst in der Verlängerung gab das Zweitliga-Schlusslicht Lausitzer Füchse das schon gewonnen geglaubte Spiel noch aus der Hand. Eisbären-Profi Richard Müller nutzte ein eigenes 5:3-Überzahlspiel und kanonierte nach zwei Minuten in der Verlängerung zum Gäste-Sieg ein. Allerdings entging der deutsche Meister bei seinem glücklichen Viertelfinal-Einzug nur knapp einer Blamage. „Schade, dass es nicht reichte. Aber wer sich in der entscheidenden Phase solche unnötigen Zeitstrafen einhandelte, braucht sich nicht zu wundern“, sagte Roland Herzig. Der Ex-Torhüter hatte als Trainer die Gastgeber zu den letzten beiden DDR-Meistertiteln geführt. Gleich zu Beginn hatten die Füchse-Fans für klare Verhältnisse gesorgt. „Der einzig wahre Rekordmeister grüßt den ewigen Zweiten“, stand auf einem riesigen Spruchband, das sich nahezu über eine gesamte Seite der Eishalle spannte. Damit spielten die Fans an auf die 25 DDR-Meistertitel der SG Dynamo Weißwasser, dem Vorgänger der Füchse. Eine Gänsehaut bekam Torsten Hanusch. „Obwohl nun schon 15 Jahre zwischen unseren letzten Aufeinandertreffen in der damaligen Mini-Liga liegen, ist es eine besondere Partie“, sagte der Co-Trainer der Füchse. Hanusch ist der einzige aus dem Umfeld der Mannschaft, der noch die legendären Derbys als Spieler erlebte. „Schön, dass uns die Fans trotz des katastrophalen Saisonstarts die Treue halten und wir wieder mal in ausverkaufter Halle spielen konnten“, sagte das Lausitzer Urgestein.
Wie früher strotzten die Berliner vor Selbstbewusstsein. Eisbären-Trainer Pierre Page schonte neun Profis und bot Spieler mit einer Förder-Lizenz auf. Der Eisbären-Nachwuchs beschäftigte die Füchse mit schnellem Spiel mehr, als ihnen lieb war. Richard Rochefort gelang zwar die Führung für die Lausitzer, doch zwei Minuten vor der ersten Drittelsirene glichen die Berliner durch Jung-Nationalspieler Florian Busch aus. Danach offenbarten die Gastgeber die gleichen Kalamitäten, mit denen sie seit Wochen die rote Laterne in der zweiten Liga tragen. Als zwei Berliner wegen Reklamierens in die Kühlbox mussten, vergaben die Weißwasseraner selbst dieses 5:3-Überzahlspiel. Trainer Frederick Carroll raufte sich den Haarschopf, als Morgan Warren und Lars Müller mit besten Möglichkeiten an Berlins Torhüter scheiterten. Mitten in den Sturmlauf konterten die Eisbären durch Thomas Schenkel zur Führung.
Getragen auf einer Woge von „Dynamo“-Rufen und „Weißwasser“-Sprechchören stürmten die Füchse im letzten Drittel wie entfesselt. Marcel Leyva egalisierte, und Kapitän Mathias Wikström traf zur 3:2-Führung. Doch 13 Sekunden vor der Schluss-Sirene passten die Gastgeber nicht auf – Ausgleich und Verlängerung. Quelle: Sächsische Zeitung
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Wie früher strotzten die Berliner vor Selbstbewusstsein. Eisbären-Trainer Pierre Page schonte neun Profis und bot Spieler mit einer Förder-Lizenz auf. Der Eisbären-Nachwuchs beschäftigte die Füchse mit schnellem Spiel mehr, als ihnen lieb war. Richard Rochefort gelang zwar die Führung für die Lausitzer, doch zwei Minuten vor der ersten Drittelsirene glichen die Berliner durch Jung-Nationalspieler Florian Busch aus. Danach offenbarten die Gastgeber die gleichen Kalamitäten, mit denen sie seit Wochen die rote Laterne in der zweiten Liga tragen. Als zwei Berliner wegen Reklamierens in die Kühlbox mussten, vergaben die Weißwasseraner selbst dieses 5:3-Überzahlspiel. Trainer Frederick Carroll raufte sich den Haarschopf, als Morgan Warren und Lars Müller mit besten Möglichkeiten an Berlins Torhüter scheiterten. Mitten in den Sturmlauf konterten die Eisbären durch Thomas Schenkel zur Führung.
Getragen auf einer Woge von „Dynamo“-Rufen und „Weißwasser“-Sprechchören stürmten die Füchse im letzten Drittel wie entfesselt. Marcel Leyva egalisierte, und Kapitän Mathias Wikström traf zur 3:2-Führung. Doch 13 Sekunden vor der Schluss-Sirene passten die Gastgeber nicht auf – Ausgleich und Verlängerung.
Quelle: Sächsische Zeitung