Es war ein denkwürdiges Spiel - das 286. Aufeinandertreffen der Teams der ehemals kleinsten Liga der Welt. Obwohl die Paarung in der 2. Runde des DEB-Pokals offiziell EHC Lausitzer Füchse gegen EHC Eisbären Berlin hieß, elektrisierte ein Wort die Massen: Dynamo! Und so wurde rings um das Match in Erinnerung an alte Zeiten geschwelgt. Das Pünktchen auf dem Traditions-i waren aber die Jerseys der Weißwasseraner- gefertigt im Stile der Meisterdresse der Saison 1989/90. Am Ende sollte dieses Outfit den Füchsen kein Glück bringen, denn sie unterlagen 3:4 nach Verlängerung. Dabei war der Sieg für die Blau- Gelben zum Greifen nah! Ganze 13 Sekunden fehlten am Ende zum Einzug in das Pokal-Viertelfinale.
"Diese 13 Sekunden wären für uns etwa 30000 Euro wert gewesen", rechnete Füchse-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Stöber traurig vor. Die Qualifikation für die nächste Runde verbunden mit einem sicher attraktiven Gegner hätte den Fuchsbau nochmals gefüllt und dringend benötigtes Geld in die Kassen der Lausitzer gespült. So aber retteten sich die Eisbären durch René Kramers Bauerntrick in die Verlängerung, in der erst Kapitän Wikström und dann Morgan Warren die Fasson verloren und mit völlig unnötigen Strafen für eine doppelte Überzahl der Gäste sorgten. Was die Weißwasseraner zu Beginn des Mittelabschnitts bei kompletten 120 Sekunden Fünf gegen Drei nicht schafften, gelang dem einzigen Kontingentspieler in den Eisbärenreihen prompt - ein Treffer und damit die Entscheidung.
"Wir haben wieder nur 20 Minuten gutes Eishockey geboten. Das reicht nicht aus", grantelte Trainer Fred Carroll völlig zu Recht. Einmal in Fahrt legte der Kanadier gleich nach: "In unserer Mannschaft sind einige Spieler momentan nicht zweitligatauglich." Mit Spannung sieht der Oberfuchs dem heutigen Tag entgegen. Da nämlich erhält er die Ergebnisse des Leistungs- und Laktattests von letzter Woche aus dem Olympiastützpunkt Cottbus. "Fehlende Fitness nach nur 3 Monaten hat absolut nichts mit dem Coach zu tun", kritisiert Carroll insbesondere das indiskutable individuelle Sommertraining der EHC-Cracks, die da geschlampt haben müssen.
Begeistern konnten dagegen die Youngster Elia Oswald und Marcel Leyva, die für das zwischenzeitliche 2:2 verantwortlich zeichneten und auf weitere Eiszeiten hoffen dürfen. "Es wird eine neue vierte Reihe geben. Aber ob die auch spielt...", sandte Fred Carroll eine Botschaft insbesondere an Michael Kreitl und Markus Kempf, die gegen die Eisbären ab dem 3. Drittel nur noch zuschauen durften. "Der einzig wahre Rekordmeister grüßt den ewigen Zweiten!", hatten die Weißwasseraner Fans die Gäste begrüßt. Beim 286. Pflichtspiel reichte dem nur 15maligen DDR- Meister schon ein verstärktes Nachwuchsteam, um die Lausitzer in die Schranken zu weisen. So haben sich die Zeiten geändert ...
der man macht genau das richtige, er zieht seinen plan durch und nimmt keine rücksicht auf namen oder das was einige mal geleitet haben... die pappnasen kreitl und kempf hätte ich längst mal auf die bank gesetzt, was die zur zeit leisten ist ja lächerlich
3 | martenn | 27.10.2005 @ 10:36
meinte nicht "geleitet" sondern "geleistet haben"
4 | goya | 27.10.2005 @ 11:41
... "die Youngster Elia Oswald und Marcel Leyva"... Wie kann man die beiden Spieler in einem Satz als Youngster bezeichnen? Da gibts doch ein Altersunterschied von fast 8 Jahren... ;-).
5 | Manni | 27.10.2005 @ 22:07
ich halte den laktat-test vor einem spiel für weniger sinnvoll...die muskeln der spieler sind übersäuert am tag danach, ausserdem sind einige spieler nicht besonders fit in diesen test gegangen...und das der eine oder andere immer wieder mal probleme mit den knien hat weiss auch jeder......ansonsten ganz guter artikel
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"Diese 13 Sekunden wären für uns etwa 30000 Euro wert gewesen", rechnete Füchse-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Stöber traurig vor. Die Qualifikation für die nächste Runde verbunden mit einem sicher attraktiven Gegner hätte den Fuchsbau nochmals gefüllt und dringend benötigtes Geld in die Kassen der Lausitzer gespült. So aber retteten sich die Eisbären durch René Kramers Bauerntrick in die Verlängerung, in der erst Kapitän Wikström und dann Morgan Warren die Fasson verloren und mit völlig unnötigen Strafen für eine doppelte Überzahl der Gäste sorgten. Was die Weißwasseraner zu Beginn des Mittelabschnitts bei kompletten 120 Sekunden Fünf gegen Drei nicht schafften, gelang dem einzigen Kontingentspieler in den Eisbärenreihen prompt - ein Treffer und damit die Entscheidung.
"Wir haben wieder nur 20 Minuten gutes Eishockey geboten. Das reicht nicht aus", grantelte Trainer Fred Carroll völlig zu Recht. Einmal in Fahrt legte der Kanadier gleich nach: "In unserer Mannschaft sind einige Spieler momentan nicht zweitligatauglich." Mit Spannung sieht der Oberfuchs dem heutigen Tag entgegen. Da nämlich erhält er die Ergebnisse des Leistungs- und Laktattests von letzter Woche aus dem Olympiastützpunkt Cottbus. "Fehlende Fitness nach nur 3 Monaten hat absolut nichts mit dem Coach zu tun", kritisiert Carroll insbesondere das indiskutable individuelle Sommertraining der EHC-Cracks, die da geschlampt haben müssen.
Begeistern konnten dagegen die Youngster Elia Oswald und Marcel Leyva, die für das zwischenzeitliche 2:2 verantwortlich zeichneten und auf weitere Eiszeiten hoffen dürfen. "Es wird eine neue vierte Reihe geben. Aber ob die auch spielt...", sandte Fred Carroll eine Botschaft insbesondere an Michael Kreitl und Markus Kempf, die gegen die Eisbären ab dem 3. Drittel nur noch zuschauen durften. "Der einzig wahre Rekordmeister grüßt den ewigen Zweiten!", hatten die Weißwasseraner Fans die Gäste begrüßt. Beim 286. Pflichtspiel reichte dem nur 15maligen DDR- Meister schon ein verstärktes Nachwuchsteam, um die Lausitzer in die Schranken zu weisen. So haben sich die Zeiten geändert ...
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 27.10.2005