Trainer Fred Carroll: Viele verlassen sich auf den Nebenmann
Herr Carroll, Sie haben vor einem Monat den erfolglosen Horymir Sekera als Cheftrainer der Füchse abgelöst. Hätten Sie sich die Aufgabe des Retters leichter vorgestellt?
Um ehrlich zu sein: Ja. Auf dem Papier ist es eine gute Mannschaft. Aber Talent und Erfolge in der Vergangenheit sind die eine Seite. Der Kopf ist die andere Seite. Viele Spieler sind sehr verunsichert.
Nach der 3:7-Niederlage am Freitag gegen Bremerhaven haben Sie einigen Spielern fehlende Charakterstärke vorgeworfen. Was haben Sie damit genau gemeint?
Charakter zu zeigen, heißt für mich, dass ich als Spieler versuchen muss, der Mannschaft Impulse zu geben. Ich muss mit Herz und Leidenschaft bei der Sache sein. Viele verlassen sich zu sehr auf den Nebenmann. Dabei muss jeder seinen Teil zum Erfolg beitragen. Und zwar unabhängig davon, wieviel Geld er im Monat verdient.
Haben alle Spieler den Ernst der Lage begriffen?
Ich hoffe es. Das haben sie mir zumindest in den vielen Einzelgesprächen versichert. Entscheidend ist, was die Jungs auf dem Eis abliefern. Nach so einer Leistung wie gegen Bremerhaven hätte ich mich als Spieler bis nachts um drei Uhr in der Kabine verkrochen. So lange, bis auch der letzte Fan die Eishalle verlassen hat. In Kaufbeuren hat die Mannschaft besser gespielt, aber unglücklich verloren.
Gibt es Neuverpflichtungen?
Wir als sportliche Leitung haben die Pflicht, der Mannschaft zu helfen. Dazu gehören auch Neuverpflichtungen. Wir sind mit mehreren Kandidaten im Gespräch.
Haben Sie zwischenzeitlich daran gedacht hinzuwerfen?
Nein, auf keinen Fall. Ich kann doch nicht von meinen Spielern Charakter einfordern und selbst das Schiff verlassen. Außerdem glaube ich fest daran, dass diese Mannschaft viel mehr Potenzial besitzt, als sie zuletzt gezeigt hat. Würde ich sonst mit meiner kompletten Familie in dieser Woche nach Weißwasser umziehen?
Herr Carroll, Sie haben vor einem Monat den erfolglosen Horymir Sekera als Cheftrainer der Füchse abgelöst. Hätten Sie sich die Aufgabe des Retters leichter vorgestellt?
Um ehrlich zu sein: Ja. Auf dem Papier ist es eine gute Mannschaft. Aber Talent und Erfolge in der Vergangenheit sind die eine Seite. Der Kopf ist die andere Seite. Viele Spieler sind sehr verunsichert.
Nach der 3:7-Niederlage am Freitag gegen Bremerhaven haben Sie einigen Spielern fehlende Charakterstärke vorgeworfen. Was haben Sie damit genau gemeint?
Charakter zu zeigen, heißt für mich, dass ich als Spieler versuchen muss, der Mannschaft Impulse zu geben. Ich muss mit Herz und Leidenschaft bei der Sache sein. Viele verlassen sich zu sehr auf den Nebenmann. Dabei muss jeder seinen Teil zum Erfolg beitragen. Und zwar unabhängig davon, wieviel Geld er im Monat verdient.
Haben alle Spieler den Ernst der Lage begriffen?
Ich hoffe es. Das haben sie mir zumindest in den vielen Einzelgesprächen versichert. Entscheidend ist, was die Jungs auf dem Eis abliefern. Nach so einer Leistung wie gegen Bremerhaven hätte ich mich als Spieler bis nachts um drei Uhr in der Kabine verkrochen. So lange, bis auch der letzte Fan die Eishalle verlassen hat. In Kaufbeuren hat die Mannschaft besser gespielt, aber unglücklich verloren.
Gibt es Neuverpflichtungen?
Wir als sportliche Leitung haben die Pflicht, der Mannschaft zu helfen. Dazu gehören auch Neuverpflichtungen. Wir sind mit mehreren Kandidaten im Gespräch.
Haben Sie zwischenzeitlich daran gedacht hinzuwerfen?
Nein, auf keinen Fall. Ich kann doch nicht von meinen Spielern Charakter einfordern und selbst das Schiff verlassen. Außerdem glaube ich fest daran, dass diese Mannschaft viel mehr Potenzial besitzt, als sie zuletzt gezeigt hat. Würde ich sonst mit meiner kompletten Familie in dieser Woche nach Weißwasser umziehen?
Mit FRED CARROLL sprach Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 08.11.2005