Ausschank. Im Eisstadion werden Fans von Familie Pinter seit 15 Jahren gut versorgt. Gerüchte kratzen an ihrem Wirtsansehen.
Eishockeysport muss das Ehepaar Pinter lieben – sonst würde es nicht in der kühlen Halle das Fuchsbau-Lokal betreiben. „Seit 1990 haben wir bei allen Veranstaltungen geöffnet“, sagt Monika Pinter. Auch wenn keiner kommt, fügt sie leise hinzu. So wie am Montag zum Saison-Freilaufen.
Trotz des Engagements kursieren zurzeit Gerüchte, dass die Pinters fette Gewinne einfahren. Sie hätten schnell einen Schankvertrag abgeschlossen – bevor der Eissportverein die eisigen Geschäfte übernahm und die Stadt ihre finanzielle Förderung einschränkte. Seit der Oktober-Stadtratssitzung mutmaßen nun kritische Geister, dass (dem ESW) mögliche Gewinne aus dem Ausschank von Bier entgehen würden, weil es die Pinters und keinen anderen Betreiber gibt. Ebenfalls in die Schusslinie geraten ist dadurch Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) – er hat den Vertrag für den Fuchsbau ausgehandelt und unterschrieben.
„Durch falsche Gerüchte wurde das Ansehen der Pinters beschädigt“, sagt Rauh. Das könne er nicht stehen lassen – Vertrag und Konditionen seien rechtens und im Sinne des Eissports geschlossen. Schließlich würde monatlich eine Pauschale in die Kassen des Vereins gespült. Und einen Teil der Bierstände könnte der Verein nach Gutdünken betreiben – mit mehr Gewinn.
Der neue Vertrag hat Vorteile
Tatsächlich war der alte Vertrag an die Option gebunden, dass die Pinters ihn verlängern dürfen. Und das haben sie gemacht. Bleibt der Vorwurf eines schlechten Vertrags für die Gewinne des ESW. „Unabhängig von der Liga, in der die Füchse spielen, und der Zuschauerzahl, zahlen die Pinters“, sagt Rauh. Mit dem Zusatzgeschäft an den selbst betriebenen Bierständen könne der Verein weitere 80 000 bis 120 000 Euro einnehmen. Diese Kalkulation hat bei einigen Stadträten für Irritierung gesorgt, die sie in der Ratssitzung thematisierten und damit unfreiwillig Gerüchte auslösten.
„Der Vorwurf an mich, ich hätte die Räte nicht korrekt informiert, wiegt sehr schwer“, sagt Rauh. So sei keinesfalls eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Wie es zu der „unbegründeten Mutmaßung“ kommen konnte, kläre er mit den Räten – aber gegen die Gerüchte um die Schanklizenz müsse er jetzt scharf vorgehen. Es gehe um die Ehre der Fuchsbau-Betreiber.
„Ja, ich hatte seitdem schon zwei Gespräche mit dem OB“, sagt CDU-Stadtrat Bernhard Waldau. In den Stadtrat hätten sie die Debatte um Förderung des Eissports und die Schankrechte getragen, weil „uns Diskrepanzen zwischen Aussagen der Stadt auffielen.“ Konkret handele es sich einerseits um die Art und Weise der Finanz-Unterstützung des Eissports durch die Stadt und andererseits um die möglichen Einnahmen aus dem Ausschank. Doch gegen die Familie Pinter habe sich die Anfrage nicht gerichtet.
Zurzeit zeichnet sich ein Missverständnis in der Debatte ab. Alle sorgen sich um den Eissport, suchen nach Rettungsankern. „Ich weiß gar nicht, was wir falsch gemacht haben – aber wir stehen als die Bösen da“, sagt Monika Pinter, und einige Tränen kullern nun über ihre Wangen. Beschimpfungen und Vorwürfe hat es gegeben. Dabei lief die Saison nur mittelmäßig. „Reich werden wir hier nicht“, so Frau Pinter.
Ein Friedenszeichen setzen
Es geht um ihre Existenz – investiert hat das Ehepaar in Fuchsbau und Stände, 20 Pauschalkräfte aus der Region arbeiten für sie. Als Friedenszeichen ist wohl zu verstehen, dass sie Fuchsprofis und Nachwuchs mitsponsern, auf die Hälfte ihrer Ausschankrechte verzichten und pro Zuschauer einen Obolus zahlen. Mit Fans und Verein ist das Wirtsehepaar im Reinen. „Nur gegen die bösen Gerüchte lässt sich wenig ausrichten“, so Monika Pinter.
Hmmm, kann nix negatives gegenüber der Fam. Pinter sagen, wie schon geschrieben machen sie dor seit Jahren ihren Job, und das recht ordentlich... wer sich in Chrimme oder DD schon mal nen Bier geholt hat, weiss, wovon ich rede.... das steht dann schon mal gut 20Min schaal vor sich hin, bevor es einem verekauft wird.... also Daumen hoch @Team Pinter und weiter so! ...allerdings was Herrn Rau betrifft, so wünsche ich mir bei der nächsten Kommunalwahl schon wieder einen OB, der hinter Region und
2 | L-X | 09.11.2005 @ 02:00
dem Eissport steht, Tradition verpflichtet! Das weiss natürlich nur jemand, der in unserer Region aufgewachsen ist... wünschenswert wären wieder Leute wie Frau Orosz... Gruss...
3 | Odin | 09.11.2005 @ 06:13
Iss mal langsam gut jetz mit der Hetze?! Um was für nen scheiß sich die bekloppten und bescheuerten nun wider kümmern....frechheit! kehrt vor eurer eignen haustür
4 | kojoti | 09.11.2005 @ 08:07
kann ich och nur den kopp schütteln. die verköstigung im stadion is ja nu so ziemlich noch das einzige was reibungslos funktioniert hat für den fan.
5 | Fuchs-Blau | 09.11.2005 @ 10:15
Die Weißwasserraner Lösung ist aber glaub ich SO auch die einzigste in Ihrer Art. Es gab schon mal eine Brauerei die den Eissport darauf aufmerksam gemacht hat was hier am Verein vorbei geht !!
6 | Fuchs-Blau | 09.11.2005 @ 10:17
L-X Du hast bestimmt noch nie am Stand vor der Halle angestanden.
7 | Kasatonov | 09.11.2005 @ 11:15
eigentlich koennte man auch noch bezahlte Parkplaetze fuer die Besucher einfuehren - was da dem Verein seit Jahr und Tag durch die Lappen geht - Junge Junge.., an eine Entschaedigung fuer die Benutzung der Toiletten hat auch noch keiner gedacht...vielleicht auch noch eine Art Steuer, dass es den Verein ueberhaupt gibt. Der Fan - das goldene Kalb. Es wird immer alberner.
8 | Klaus | 09.11.2005 @ 12:07
Kasatonov, verwechselst du hier etwas? Oder sollte der Verein, wenn er es denn könnte, das Bier zum EK an die Fans austeilen? Ist aber eh wurscht. Denn im Beitrag oben steht doch, dass man davon nicht reich werden kann. Also was soll das Ganze???
9 | maikäfer | 09.11.2005 @ 13:15
@Klaus Sicherlich, wenn man davon leben muss und 20 Pauschalkräfte bezahlt ist es nur ein Job wie jeder andere. Um was geht es denn überhaupt. Der ESW hätte doch die 4 oder 5 anderen Stände übernehmen können, Vertrag war ausgelaufen. Hat er aber nicht, aber Warum ? Wer war denn bei CDU Stadträten und wollte am liebsten dann den Fuchs-bau übernehmen auf ganz, ganz miese Tour indem mal wieder der OB und jetzt auch Pinters angeschwärzt wurden?
10 | Klaus | 09.11.2005 @ 13:23
Keine Ahnung, maikäfer. Evtl. ist der Verein zu blöd Bier zu zapfen? Ist mir auch egal. Hatte mich nur über Kasatonovs "Hinweise" gewundert.
11 | zochi | 09.11.2005 @ 23:05
...aus einem gerücht und falschen behauptungen-wenn sie nicht geklärt werden-kann auch ganz schnell rufmord entstehen...trotzdem,der artikel ist schon alleine geschäftsschädigend!!!
12 | L-X | 10.11.2005 @ 02:36
@Fuchs-Blau ...doch habe ich natürlich, wie sicherlich die meisten hier, aber dafür gab es dann auch immer etwas frisches zu trinken, und nichts, was man aus Unfähigkeit zum Zapfen schon kurz nach Anpfiff des vorhergehenden Drittels in die Becher tat, um letztendlich nur noch 'ne Blume drauf zu basteln... aber egal, hier geht es um Eishockey, nicht um den Geschmack von Freiberger... ;-) ...Gruss
13 | Klaus | 10.11.2005 @ 08:55
Damit hier nicht irgend wer auf die Idee kommt, ich hätte mit "Verein" die Betreiber gemeint. Als Verein ist natürlich der ESW gemeint, der laut Aussage von maikäfer, wohl kein Interesse an den "4 oder 5 Bierständen" gehabt haben soll.
14 | Fuchs-Blau | 10.11.2005 @ 11:24
Also noch mal eine kurze Info das ist ein ganz heitles Thema und wer keine Ahnung hat um welche Beträge es hier geht sollte sich erst garnicht an dieser mit labern.
Zu DM Zeiten SECHS Stellig!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Eishockeysport muss das Ehepaar Pinter lieben – sonst würde es nicht in der kühlen Halle das Fuchsbau-Lokal betreiben. „Seit 1990 haben wir bei allen Veranstaltungen geöffnet“, sagt Monika Pinter. Auch wenn keiner kommt, fügt sie leise hinzu. So wie am Montag zum Saison-Freilaufen.
Trotz des Engagements kursieren zurzeit Gerüchte, dass die Pinters fette Gewinne einfahren. Sie hätten schnell einen Schankvertrag abgeschlossen – bevor der Eissportverein die eisigen Geschäfte übernahm und die Stadt ihre finanzielle Förderung einschränkte. Seit der Oktober-Stadtratssitzung mutmaßen nun kritische Geister, dass (dem ESW) mögliche Gewinne aus dem Ausschank von Bier entgehen würden, weil es die Pinters und keinen anderen Betreiber gibt. Ebenfalls in die Schusslinie geraten ist dadurch Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) – er hat den Vertrag für den Fuchsbau ausgehandelt und unterschrieben.
„Durch falsche Gerüchte wurde das Ansehen der Pinters beschädigt“, sagt Rauh. Das könne er nicht stehen lassen – Vertrag und Konditionen seien rechtens und im Sinne des Eissports geschlossen. Schließlich würde monatlich eine Pauschale in die Kassen des Vereins gespült. Und einen Teil der Bierstände könnte der Verein nach Gutdünken betreiben – mit mehr Gewinn.
Der neue Vertrag hat Vorteile
Tatsächlich war der alte Vertrag an die Option gebunden, dass die Pinters ihn verlängern dürfen. Und das haben sie gemacht. Bleibt der Vorwurf eines schlechten Vertrags für die Gewinne des ESW. „Unabhängig von der Liga, in der die Füchse spielen, und der Zuschauerzahl, zahlen die Pinters“, sagt Rauh. Mit dem Zusatzgeschäft an den selbst betriebenen Bierständen könne der Verein weitere 80 000 bis 120 000 Euro einnehmen. Diese Kalkulation hat bei einigen Stadträten für Irritierung gesorgt, die sie in der Ratssitzung thematisierten und damit unfreiwillig Gerüchte auslösten.
„Der Vorwurf an mich, ich hätte die Räte nicht korrekt informiert, wiegt sehr schwer“, sagt Rauh. So sei keinesfalls eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Wie es zu der „unbegründeten Mutmaßung“ kommen konnte, kläre er mit den Räten – aber gegen die Gerüchte um die Schanklizenz müsse er jetzt scharf vorgehen. Es gehe um die Ehre der Fuchsbau-Betreiber.
„Ja, ich hatte seitdem schon zwei Gespräche mit dem OB“, sagt CDU-Stadtrat Bernhard Waldau. In den Stadtrat hätten sie die Debatte um Förderung des Eissports und die Schankrechte getragen, weil „uns Diskrepanzen zwischen Aussagen der Stadt auffielen.“ Konkret handele es sich einerseits um die Art und Weise der Finanz-Unterstützung des Eissports durch die Stadt und andererseits um die möglichen Einnahmen aus dem Ausschank. Doch gegen die Familie Pinter habe sich die Anfrage nicht gerichtet.
Zurzeit zeichnet sich ein Missverständnis in der Debatte ab. Alle sorgen sich um den Eissport, suchen nach Rettungsankern. „Ich weiß gar nicht, was wir falsch gemacht haben – aber wir stehen als die Bösen da“, sagt Monika Pinter, und einige Tränen kullern nun über ihre Wangen. Beschimpfungen und Vorwürfe hat es gegeben. Dabei lief die Saison nur mittelmäßig. „Reich werden wir hier nicht“, so Frau Pinter.
Ein Friedenszeichen setzen
Es geht um ihre Existenz – investiert hat das Ehepaar in Fuchsbau und Stände, 20 Pauschalkräfte aus der Region arbeiten für sie. Als Friedenszeichen ist wohl zu verstehen, dass sie Fuchsprofis und Nachwuchs mitsponsern, auf die Hälfte ihrer Ausschankrechte verzichten und pro Zuschauer einen Obolus zahlen. Mit Fans und Verein ist das Wirtsehepaar im Reinen. „Nur gegen die bösen Gerüchte lässt sich wenig ausrichten“, so Monika Pinter.
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 09.11.2005